Georg-August-Universität Göttingen
Interesse von Schülerinnen und Schülern an biologischen Themen
Abstract
dc:descriptionDas Ziel der vorliegenden Arbeit bestand darin, Möglichkeiten zur Förderung biologierelevanter Interessen im Biologieunterricht aufzuzeigen und empirisch zu fundieren. Es wurde auf die Auswahl interessanter Kontexte, den Einsatz von hands-on Tätigkeiten sowie die Bedeutung des emotionalen Erlebens fokussiert. In einer ersten Studie wurde untersucht, welche naturwissenschaftlichen Themen für Schülerinnen (n = 145) und Schüler (n = 117) am Ende der Sekundarstufe I von Interesse sind. Jungen interessierten sich für Forschung, gefährliche Anwendungen der Naturwissenschaften sowie Physik und Technik, Mädchen eher für Krankheiten, Körperfunktionen, Körperbewusstsein, Übersinnliches sowie Naturphänomene. In der zweiten Studie wurde geprüft, inwiefern spezifische hands-on Tätigkeiten das Interesse der Heranwachsenden (n = 141) an praktischen Tätigkeiten wecken können, und welche Rolle das emotionale Erleben der Tätigkeiten spielt. Insgesamt wurden 28 hands-on Tätigkeiten aus den Bereichen des Experimentierens, Mikroskopierens, Präparierens und Bestimmens evaluiert. Für sieben hands-on Tätigkeiten wurde ein positiver Effekt und für eine Tätigkeit ein negativer Effekt nachgewiesen. Die emotionale Valenz der hands-on Erfahrung schien eine besondere Rolle für das Interesse an praktischen Tätigkeiten zu spielen. In der dritten und vierten Studie wurde der Einfluss des Ekels auf das Interesse am Herzen während der Präparation des Schweineherzens untersucht. Beide Studien deuteten auf einen negativen Einfluss des Ekels auf das Interesse hin. An der dritten Studie nahmen 71 Siebtklässler teil. Schüler(innen), die sich während der Präparation ekelten, zeigten zu diesem Zeitpunkt weniger Interesse am Herzen als Heranwachsende ohne Ekel. In der vierten Untersuchung zeigte sich, dass die Präparation das Interesse der Schüler(innen) (n = 223) wecken, jedoch nicht längerfristig halten kann. Der vor der Präparation antizipierte Ekel schien schädlich für die Entwicklung des Interesses am Herzen zu sein. Die Studien deuten auf Möglichkeiten zur Förderung von Interesse an biologischen Themen hin. Die Bedeutung von hands-on Tätigkeiten und emotionalem Erleben für die Interessenentwicklung wird unterstrichen. Inwiefern die diskutierten Fördermaßnahmen das Interesse an biologischen Themen wecken und halten können, sollte im ökologisch validen Setting Biologieunterricht untersucht werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Holstermann, Nina
- Contributors dc:contributor
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- Bögeholz, Susanne Prof. Dr.
- Grube, Dietmar Prof. Dr.
- Watermann, Rainer Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 13Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2165-1
webdoc-2165
614145759 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AD65-8