Georg-August-Universität Göttingen
Rheumatoide Arthritis: Proteomische Analyse von Serum und synovialen Fibroblasten zur Detektion von Biomarkern
Abstract
dc:descriptionDie rheumatoide Arthritis (RA) ist eine systemische, chronisch inflammatorische Autoimmunkrankheit, die in der Regel mit dem Befall der peripheren Gelenke beginnt. Der Verlauf der Krankheit ist progressiv und führt zu einer Zerstörung der betroffenen Gelenke. Ungefähr 1 % der Weltbevölkerung ist betroffen, wobei Frauen drei Mal so häufig betroffen sind wie Männer. Das Hauptmanifestationsalter ist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr festzusetzen. Trotz großer Fortschritte im Bereich der klinischen Routinediagnostik durch hochspezifische, immunologische Marker (Anti-CCP und Anti-MCV) bleibt die RA eine im Gros zu spät diagnostizierte Krankheit des rheumatischen Formenkreises. Therapieerfolge setzen daher eine möglichst frühe Diagnose voraus. Dieser Missstand begründet die Notwendigkeit eines weiteren, proteinogenen Biomarkers für die Frühdiagnose der RA. In dieser Arbeit wird dieses Ziel durch zwei unterschiedliche proteomische Ansätze verfolgt. Im ersten, artikulären Ansatz wurden synoviale Fibroblasten durch Verdau mit Kollagenase aus Synovia gewonnen, kultiviert und die Lysate dieser Zellen mittels 2D-Gelelektrophorese analysiert. Es konnten spezifische Vimentinfragmente detektiert werden, die nur bei RA-Patienten vorkamen. Vimentin steht hierbei im Verdacht, die Verfügbarkeit vom p53 zu beeinflussen und könnte somit die Apoptoseresistenz dieser Zellpopulation erklären. Im zweiten, globalen Ansatz wurde humanes Serum durch Differenzielle-In-Gel-Elektrophorese (2D-DIGE) untersucht. Zuvor wurden high abundand Proteine durch den Einsatz einer MARC (multiple affinity removal column) abgereichert, um die low abundand Proteine besser visualisieren zu können. Dabei konnte in den Seren von RA-Patienten das Serum Amyloid A Protein (SAA) als signifikant hochreguliertes Protein identifiziert werden. Es konnte gezeigt werden, dass SAA die Freisetzung diverser Zytokine und Matrix-Metallo-Proteasen (MMPs) induziert. Es könnte daher eine aktive Rolle in der Pathogenese der RA einnehmen. Des Weiteren wurde eine HPLC-basierte Methode zur Fraktionierung von Serum entwickelt, um die Detektion von low abundand Proteinen nochmals zu verbessern
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Streich, Jan-Hendrik
- Contributors dc:contributor
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- Dihazi, Hassan PD Dr.
- Hoyer-Fender, Sigrid Prof. Dr.
- Groß, Uwe Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 13Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-343
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2150-7
webdoc-2150
614146550 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AD60-1