Georg-August-Universität Göttingen
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter: Stressreagibilität und Stressbewältigung unter Laborbedingungen und im Alltag
Abstract
dc:descriptionIn der wissenschaftlichen wie populärwissenschaftlichen Literatur zum Störungsbild der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei erwachsenen Patienten werden vielfach eine erhöhte Stressreagibilität und ein defizitäres stressbezogenes Coping bei den Betroffenen postuliert. Eine systematische empirische Überprüfung dieser Hypothesen, die auch aus etablierten Modellen der Störung theoretisch gut ableitbar sind, steht jedoch noch weitgehend aus. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel der hier vorgelegten Arbeiten die Gegenüberstellung des subjektiven Stresserlebens, der physiologischen Stressantwort und der in der Konfrontation mit Alltagsstressoren angewandten Copingstrategien erwachsener ADHS-Patienten und gesunder Kontrollprobanden. Im ersten Kapitel der Arbeit wird eine kurze Einführung in epidemiologische Daten zur ADHS bei Erwachsenen sowie in allgemeine theoretische Annahmen zu den der Störung zugrundeliegenden Defiziten gegeben. Anknüpfend wird die Zielsetzung der hier präsentierten empirischen Studien formuliert. Das zweite Kapitel widmet sich zunächst der Ableitung von Annahmen zum subjektiven Stresserleben und zur physiologischen Stressreagibilität aus Modellen der ADHS. Im Anschluss wird ein kurzer Überblick über bisherige empirische Befunde zur Stressreagibilität vorrangig bei Kindern mit ADHS gegeben. Das Fehlen empirischer Studien, die sich mit erwachsenen Patienten mit diesem Störungsbild auseinander setzen, unterstreicht die Notwendigkeit der in Kapitel 2.2 vorgestellten eigenen Arbeit, die das subjektive Stresserleben und verschiedene physiologische Stressparameter dieser Patienten unter Laborbedingungen, d.h. bei Konfrontation mit einem standardisierten psychosozialen Stressor (Trier Social Stress Test; Kirschbaum, Pirke, & Hellhammer, 1993), untersucht. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Frage der Relevanz der Laborbefunde zum Stresserleben für die Begegnung mit und Wahrnehmung von Alltagsstressoren bei erwachsenen ADHS-Patienten. Nach einem Überblick über die bisherige Datenlage bei Kindern und Erwachsenen mit ADHS wird eine weitere Originalarbeit präsentiert (Kapitel 3.2), die potenzielle Unterschiede im chronischen Stresserleben und im selbstberichteten stressbezogenen Coping bei Erwachsenen mit ADHS gegenüber gesunden Kontrollprobanden sowie Zusammenhänge der genannten Variablen mit Maßen spezifischer Aufmerksamkeitsfunktionen und mit der selbstberichteten Lebensqualität und zufriedenheit untersucht. Die Arbeit schließt ab mit einer zusammenfassenden Diskussion (Kapitel 4), die die vorgestellten Ergebnisse einer kritischen Reflexion unterzieht und Empfehlungen für künftige Studien formuliert.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Lackschewitz, Halina
- Contributors dc:contributor
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- Kröner-Herwig, Birgit Prof. Dr.
- Hasselhorn, Marcus Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 18- 150 Psychologie
- Psychologie
- Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
- Erwachsene
- Stressreaktion
- Stressbewältigung
- Psychophysiologie
- HPA-Achse
- Trier Social Stress Test
- attention-deficit/hyperactivity disorder
- adults
- stress response
- coping
- psychophysology
- HPA axis
- 77.70 Klinische Psychologie
- 77.50 Psychophysiologie
- FA Psychologie
Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
-
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-326
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2053-8
webdoc-2053
606108513 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AD37-0