Abstract
dc:descriptionDie zentrale Frage diese Arbeit beschäftigte sich mit der Anwendbarkeit dreier Versionen der Leadership Scale for Sports in Physical Education (LSS-PE) als geeignetes Instrument zur Erfassung und Untersuchung von Sportlehrerverhalten und dessen Auswirkung auf die Zufriedenheit, das Interesse und die motorischen Selbstregulationsfähigkeiten (SRF) von Schülern im Sportunterricht. Die drei Versionen der LSS-PE wurden eingesetzt, um sowohl das wahrgenommene und bevorzugte Lehreverhalten aus der Sicht der Schüler als auch die Sicht der Lehrer mittels Selbsteinschätzung zu erfassen. Dieser Ansatz ermöglicht eine Analyse verschiedener kongruenter und inkongruenter Lehrer-Schüler Konstellationen. Zwei empirische Studien wurden an deutschen Gymnasien durchgeführt, um die Fragen dieser Arbeit zu beantworten. Es konnte gezeigt werden, dass der LSS-PE ein geeignetes, reliables und valides Instrument ist, und dass eine kongruente Konstellation der verschiedenen LSS-PE-Versionen zu einer höheren Zufriedenheit und höherem Interesse bei Schülern im Sportunterricht führen. Darüber hinaus zeigte sich im Bezug auf die motorischen SRF der Schüler, dass diese Fähigkeiten besonders ausgeprägt waren, wenn eine kongruente Konstellation von wahrgenommenem und bevorzugtem Sportlehrerverhalten bestand. Wenn weniger Verhalten wahrgenommen wurde als eigentlich bevorzugt, konnten die Schüler trotzdem SRF auf einem hohen Level aufweisen. Interessanterweise ist eine deutliche Beeinträchtigung dieser motorischen SRF erkennbar, wenn die Schüler mehr Sportlehrerverhalten wahrnehmen als sie bevorzugen. Dieser Effekt wurde als Kompensations/Dekompensations Effekt bezeichnet, da Schüler ein Fehlen von erwünschtem Sportlehrerverhalten kompensieren, ein Übermaß an Verhalten aber dazu führt, dass sie in ihren motorischen SRF beeinträchtigt werden. Die Bedeutung dieser Befunde und ihre praktische Anwendung und die Notwendigkeit für weitere Forschung wurden im Diskussionsteil dieser Arbeit behandelt. Schlussfolgernd ist zu sagen, dass Sportlehrerverhalten messbar ist. Es ist äußerst wichtig, dass Lehrer nicht darauf aus sind, den einen richtigen Weg guten Unterrichts zu finden, sondern dass sie eher versuchen sollten, bestmöglich auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Schüler einzugehen. Manchmal kann es auch negative Konsequenzen haben, wenn Schüler mehr bekommen als sie eigentlich benötigten.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Lindberg, Sven
- Contributors dc:contributor
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- Hasselhorn, Marcus Prof. Dr.
- Schmitt, Katja Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 10Rights
dc:rights- Language dc:language
- eng
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-308
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1996-1
webdoc-1996
608562068 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AD25-9