Georg-August-Universität Göttingen
Förderung von Medienkompetenz - Formative Evaluation eines medienpädagogischen Projektes
Abstract
dc:descriptionMit voranschreitender Medialisierung des Alltags ist die Vermittlung von Medienkompetenz eine immer zentraler werdende Aufgabe. Ein Ausdruck dafür sind die mittlerweile zahlreich vorliegenden pädagogischen Projekte zur Förderung von Medienkompetenz. Doch was können Projekte mit dieser Zielstellung leisten, werden sie ihren Ansprüchen gerecht? Dieser Frage wird in der vorliegenden Dissertation nachgegangen, in der am Beispiel einer formativ angelegten Evaluation die globale Wirksamkeit eines medienpädagogischen Projektes im Bereich der klassischen Medien (Nachrichtenformate im TV) überprüft wird. Zusätzlich werden die im Kontrollgruppen-Design mit Vor- und Nachtest erhobenen Daten hinsichtlich differentieller Wirkungen analysiert. Experimental- und Kontrollgruppen wurden nach Intelligenztestleistung parallelisiert. Medienkompetenz wird im evaluierten Projekt als eine Überlagerung von drei Kompetenzfacetten (Wissen, Fertigkeiten, Einstellung) und drei projektspezifischen Inhaltsbereichen (Medieninhalt, Wissensbeschaffung, Meinungsbildung) aufgefasst. Zur Erfassung der so definierten Medienkompetenz wurde ein neundimensionales Erhebungsinstrument konstruiert, welches beide Gruppen (Experimental- und Kontrollgruppe) zu bearbeiten hatten. Die Experimentalgruppe bearbeitete zusätzlich einen Fragebogen zur Zufriedenheit mit dem Projekt. Die varianzanalytische Auswertung der ersten Evaluierungsphase zeigt, dass das Projekt im Bereich der Wissensvermittlung wirksam ist. Die Vermittlung von Fertigkeiten ist ebenso wie die Vermittlung einer medienkritischen Einstellung noch zu optimieren. Möglichkeiten zur Optimierung konnten aus der je nach Schulform systematisch variierenden Projektzufriedenheit und aus dem lerntheoretischen Cognitive-apprentice-Ansatz abgeleitet und umgesetzt werden. In der anschließenden zweiten Evaluierungsphase zeigt sich erneut ein stabiler Wissenszuwachs in allen drei Inhaltbereichen und in einer Fertigkeitsdimension. Für vier weitere Dimensionen ergeben sich tendenziell Ergebnisse in der erwarteten Richtung. Hinsichtlich der differentiellen Effekte ergeben sich keine systematischen Unterschiede mehr. Insgesamt kann in dieser Arbeit die Wirksamkeit des evaluierten Projektes nachgewiesen und durch zielgerichtete Modifikationen erhöht werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Brauner, Anett
- Contributors dc:contributor
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- Hasselhorn, Marcus Prof. Dr.
- Grube, Dietmar PD Dr.
Subjects
dc:subject × 12Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-234
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1609-5
webdoc-1609
579212610 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-ACDB-A