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Georg-August-Universität Göttingen

Vergleichende Untersuchungen zum teratogenen Potential von Detergentien und Retinol für die Entstehung von Wirbelsäulendefekten während der Embryogenese und Larvalentwicklung von Brachydanio rerio (Ham.Buch.) und Xenopus laevis (Daudin)

Abstract

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Die Bewertung der Toxizität von Detergentien und anderen Substanzen auf das aquatische System erfordert eine Reihe von Tests an verschiedenen aquatischen Organismen. Tests mit adulten Fischen wurden aufgrund ihrer geringeren Empfindlichkeit mehr und mehr durch Toxizitätstests mit Embryonen und Larven ersetzt, für die sich der Zebrafisch Brachydanio rerio und der Krallenfrosch Xenopus laevis heute etabliert haben. Die fischähnlichen Entwicklungsstadien von Xenopus sind den frühen Zebrafischstadien äquivalent und in weiten Teilen den gleichen zellulären Regulationsmechanismen unterworfen. Das Entwicklungsstadium der Testorganismen zum Zeitpunkt der Exposition ist neben der Expositionsdauer und der Konzentration der zugesetzten Noxen der entscheidende Faktor für die Entstehung von Missbildungen. Für Detergentien und Retinol konnte dies an unterschiedlichen Stadien der Embryonal- und Larvalentwicklung der beiden Wirbeltiere gezeigt werden. Die Bestimmung von Mortalität und Letaler Dosis (LD50) machte deutlich, daß mit fortschreitender Entwicklung der Embryonen deren Empfindlichkeit für die eingesetzten Substanzen abnahm. Das Vollwaschmittel Ariel erwies sich im Vergleich zum Feinwaschmittel Perwoll als grundsätzlich toxischer in Bezug auf das Überleben von Zebrafischembryonen. Bei der Bestimmung des prozentualen Schlüpferfolges nach Exposition mit den Versuchsdetergentien wurde eine Entwicklungsverzögerung exponierter Fische deutlich, die sich organisch dokumentieren ließ. Es kam zu multiplen Mißbildungen des Kopfes, der Augenanlagen und der Ohrplakode. Fehlbildungen des Rumpfes zeigten sich bezüglich des Flossensaums, der Pigmentierung und der Schwanzentwicklung. Besonders die frühen Embryonalstadien zeigten nach Exposition häufige Mißbildungen des Achsenskeletts in Form fehlgestalteter Wirbel und Deformationen der gesamten Wirbelsäule. Durch Retinol ließen sich bei den Krallenfröschen multiple skelettale Missbildungen einzelner Wirbel, des gesamten Achsenskeletts, der Extremitäten und der Extremitätengürtel auslösen, die ähnlich wie in den Detergentienversuchen vornehmlich in den frühen der untersuchten Stadien auftraten. Retinolexposition führte zu einer beträchtlichen Entwicklungsverzögerung der Embryonen und hatte ähnlich wie die Exposition mit Detergentien auch viele nicht-skelettale Organ- und Kopf- bzw. Rumpfmißbildungen zur Folge, die sich ebenfalls makroskopisch und histologisch dokumentieren ließen.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Schlomm, Markus
Contributors dc:contributor
  • Podufal, Christel Prof. Dr.
  • Heinrich, Ralf Prof. Dr.
  • Kahl, Georg-Friedrich Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 6

Rights

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Language dc:language
ger

Identifiers

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Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-196
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1438-2
webdoc-1438
579211037
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AC4C-C

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Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Schlomm, Markus. Vergleichende Untersuchungen zum teratogenen Potential von Detergentien und Retinol für die Entstehung von Wirbelsäulendefekten während der Embryogenese und Larvalentwicklung von Brachydanio rerio (Ham.Buch.) und Xenopus laevis (Daudin). 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AC4C-C