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Georg-August-Universität Göttingen

Towards a Flexible Bayesian and Deontic Logic of Testing Descriptive and Prescriptive Rules

Abstract

dc:description

Die Wasonsche Informationswahlaufgabe (WST) ließ fundamentale Zweifel an der Rationalität menschlichen Hypothesentestens aufkommen und inspirierte die Entwicklung sowohl domänenspezifischer als auch domänenübergreifender Theorien des Denkens. In dieser Arbeit wird ein Synthesevorschlag entwickelt, der auf der einen Seite domänenspezifisch ist, auf der anderen Seite aber einen rationalen Ansatz darstellt. Um Anomalien in der WST-Debatte erklären zu können, wird dabei zwischen dem Prüfen deskriptiver und präskriptiver Aussagen unterschieden. Für das Prüfen deskriptiver Aussagen wird eine flexible Bayessche Logik entwickelt, die im Gegensatz zum falsifikationistischen Forschungsprogramm steht und auf vorangehende bayessche Ansätze (insbesondere auf Oaksford und Chater, 1994, 2003) aufbaut. Statt eines universellen Bayesschen Ansatzes wird ein wissensbasierter Ansatz vertreten, der die negativen Resultate früherer Forschung erklären könnte. Zudem wird der Bayessche Ansatz von Konditionalen auf andere logische Junktoren übertragen. Für die Testung präskriptiver Konditionalaussagen wird eine flexible deontische Logik vorgeschlagen. Diese umfaßt eine deontischen Logik von Verpflichtungen, Erlaubnissen und auch Verboten, die mit einem zielabhängigen, aber systematischen, Mechanismus der Cheater- und Cooperator-Detection kombiniert wird. In zwölf Experimenten konnten die meisten Vorhersagen des Ansatzes bestätigt werden. In zwei Experimenten wurde der Unterschied des Prüfens deskriptiver und präskriptiver Aussagen untersucht. In sieben Experimenten konnte der Bayessche Ansatz bestätigt werden, indem die Modellvoraussetzungen in der Instruktion absichtlich induziert wurden. Zudem wurden erste Evidenzen für unterschiedliche Effekte verschiedener Bayesianischer Modelle und für eine Bayessche Logik des Hypothesentestens vorgelegt. In drei Experi¬menten wurde die deontische Logik präskriptiver Aussagen und ihre Interaktion mit den Zielen Cheater oder Cooperator Detection (auch mit Doppelfokus) untersucht. Die Ergebnisse können nicht von anderen Theorien des WST (wie der Mental Model Theorie, der Social Contract Theory oder der Pragmatic Reasoning Schema Theorie) erklärt werden, sondern machen zumindest deren Erweiterung notwendig. Die Ergebnisse stützen den hier vertretenen Ansatz einer flexiblen bayesschen und deontischen Logik des Testens deskriptiver und präskriptiver Aussagen.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • von Sydow, Momme
Contributors dc:contributor
  • Waldmann, Michael R. Prof. Dr.
  • Boos, Margarete Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 46

Rights

dc:rights
Language dc:language
eng

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-161
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1308-0
webdoc-1308
489164757
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AC29-9

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source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

von Sydow, Momme. Towards a Flexible Bayesian and Deontic Logic of Testing Descriptive and Prescriptive Rules. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AC29-9