Georg-August-Universität Göttingen
Umwelt-Genomik als Quelle für die Isolierung von neuen Operons und Genclustern aus mikrobiellen Konsortien
Abstract
dc:descriptionZentraler Aspekt dieser Arbeit war die Isolierung von neuartigen Biotinbiosyntheseoperons aus mikrobiellen Konsortien mit Hilfe kombinierter Anreicherung und direktem Klonieren. Hierzu wurden Cosmid-Genbanken aus Anreicherungskulturen mit einer Fragment-Größe von ca. 30 kb angelegt. Anschließend wurden die Genbanken auf Klone durchmustert, die möglicherweise Biotinbiosyntheseoperons (bio-Operons) tragen. Dabei wurden mit Hilfe funktionaler Komplementation sechs Cosmid-Klone identifiziert, die signifikante Mengen an Biotin produzierten. DNA-Sequenzanalysen der Cosmidklone zeigten, dass in allen Fällen vollständige bio-Operons vorhanden waren und die Sequenzanalysen identifizierten eine Reihe weiterer neuer Gene. Die Biotinproduktion der positiven Klone lag in einem Bereich von einigen pg/ml bis zu 3 800 pg/ml in definierten Medium. Aufgrund der sehr hohen Syntheseleistung wurde der Cosmid-Klon pCosHE2 für die Konstruktion von Biotin-überproduzierenden Mikroorganismen ausgewählt und das drauf enthaltende bio-Operon in verschiedene Vektoren kloniert. Diese bio-Konstrukte wurden in Bakterien aus neun verschiedenen Gattungen mobilisiert und anschleißend deren Biotinproduktionsfähigkeiten auf Mineralmedium getestet. Als Wirte für die Expression von Umwelt-isolierten bio-Genen wurden dabei Corynebacterium glutamicum, Sinorhizobium meliloti, Rhizobium NGR234, Rhizobium etli, Ralstonia eutropha, Agrobacterium tumeafciens, Klebsiella planticola, Escherichia coli und Xanthomonas campestris gewählt. Interessanterweise, nur E. coli-Stämme die das bio-Operon aus dem pCosHE2 überexprimierten, zeigten eine sehr hohe Biotinkonzentration (> 0,2 mg/l) im Kulturüberstan, wobei bis zu 3,5 mg/l Biotin gemessen wurden. Weitere Arbeiten konzentrierten sich auf die Analyse regulatorischer Phänomene bei Biotinsynthese und Aufnahme. Mit Hilfe von 2D-Gelelektrophorese wurden einige Proteine identifiziert, die in Zusammenhang mit dem Biotin-regulatorischen Netzwerk in gram-negativen Bakterien stehen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Entcheva, Plamena
- Contributors dc:contributor
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- Streit, Wolfgang Dr.
- Liebl, Wolfgang Prof. Dr.
- Gottschalk, Gerhard Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 13Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-105
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1148-1
webdoc-1148
358111226 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-ABF3-9