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Georg-August-Universität Göttingen

Räumlich-zeitliche Auswirkungen der Landnuzung auf die Diversität von Bienen und Wespen.

Abstract

dc:description

Anthropogene Veränderungen in der Landnutzung können bedeutende Konsequenzen für die weltweite Biodiversität und die Funktionalität und Stabilität von Ökosystemprozessen haben; dennoch wird Artendiversität durch eine Vielzahl von Faktoren, die Arten über Habitate und auf verschiedenen zeitlichen und räumlichen Skalen unterschiedlich beeinflussen, bestimmt. Wir benutzten standardisierte Nestressourcen für die sich reproduzierende Gemeinschaft der in Hohlräumen nistenden Bienen und Wespen auf 48 Standorten in 5 Habitattypen in der Küstenregion Ecuadors. Die Habitate bildeten einen absteigenden Gradienten in landwirtschaftlicher Intensität von Reisfeldern und Weide zu Kaffee-Agroforstsystemen, unbewirtschafteten Agroforstsystemen und Wald.1) Eine hohe Heterogenität der Böden (vor allem Magnesium Konzentrationen) führte zu einem Dominoeffekt gesteigerter Diversität entlang drei trophischen Ebenen (Krautpflanzen, höhlennistende Bienen und Wespen und deren natürliche Gegenspieler) in drei verschiedenen Habitattypen. 2) Landnutzung beeinflusste die Diversität von höhlennistenden Bienen und Wespen unterschiedlich auf unterschiedlichen räumlich-zeitlichen Skalen, mit den stärksten Effekten auf der niedrigsten Skala (Alphadiversität). Räumliches und zeitliches Turnover (Betadiversität) erklärte jeweilig 38.6% und 23.1% des partitionierten regionalen Artenreichtums. Betadiversität zwischen Plots und besonders zwischen Zeitabschnitten, war signifikant höher in natürlicheren Habitaten unbewirtschafteter Kaffeeagroforst und Wald. 4) Die Parasitierungsrate stieg mit einer zunehmenden Diversität der natürlichen Gegenspieler und der Wirte, dabei stand selbst der Effekt einer steigenden Abundanz der Wirte im Hintergrund. Die zeitliche Variabilität in der Parasitierungsrate war geringer in Plots mit einer hohen Diversität an natürlichen Gegenspielern und höher in Plots mit einer zeitlich variablen Wirts- und Gegenspielerdiversität. Der Grad der Gegenspielerdiversität/Parasitierunsrate Funktion stieg in Systemen mit einer heterogeneren Verteilung von Wirten; dies zeigt dass Nischenkomplementarität eher zu einem positivem Diversitäts/Funktionseffekt in heterogenen Habitaten führt.Die Diversität verschiedener Taxa in bewirtschafteten Systemen kann durch den Erhalt einer hohen Habitatheterogenität erhöht werden. Dennoch kann der Einfluss von Landnutzung auf den Artenreichtum von der räumlichen und zeitlichen Skala abhängig sein. Wir betonen deshalb die Vorsicht in der Interpretation von Studien die auf nur einer Skala durchgeführt werden. Naturschutzstrategien müssen auf einer Landschaftsskala angelegt werden, um Betadiversität (Artenturnover) innerhalb und zwischen den Flächen und zwischen Habitattypen zu maximieren. Der Erhalt einer hohen Diversität kann zudem Vorteile in der Schädlingsbekämpfung bieten, durch höhere Parasitierungsraten und deren Stabilität über die Zeit.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Tylianakis, Jason
Contributors dc:contributor
  • Tscharntke, Teja Prof. Dr.
  • Schaefer, Matthias Prof. Dr.
  • Leuschner, Christoph Prof. Dr.
  • Vidal, Stefan Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 27

Rights

dc:rights
Language dc:language
eng

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-627
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-682-3
webdoc-682
512537518
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-ABB5-4

Chain of custody

source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Tylianakis, Jason. Räumlich-zeitliche Auswirkungen der Landnuzung auf die Diversität von Bienen und Wespen.. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-ABB5-4