{"id":{"repo_id":"fu-berlin","oai_identifier":"oai:refubium.fu-berlin.de:fub188/12751"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/fu-berlin/oai:refubium.fu-berlin.de:fub188/12751","repository":{"repo_id":"fu-berlin","name":"Freie Universität Berlin","base_url":"https://refubium.fu-berlin.de/oai/request"},"display":{"title":"Modifizierte Therapiestrategien in der Kombinationstherapie mit pegyliertem Interferon alpha-2a (PEG-IFN alpha-2a) und einer einmal täglichen Fixdosis von Ribavirin bei HCV-infizierten Drogenabhängigen unter Substitutionsbehandlung","abstract":"In der vorliegenden Arbeit erfolgte die retrospektive Bewertung der Wirksamkeit und Verträglichkeit einer direkt beobachteten Therapie (DOT) mit PEG-Interferon alfa-2a und einer singulären Tagesdosis Ribavirin zur Behandlung der chronischen Hepatitis C bei 49 intravenöse Drogengebrauern (IVDAs), die an einem Substitutionsprogramm in einer suchtmedizinischen Spezialambulanz teilnahmen. Die Patienten erhielten außerdem eine prophylaktische Citalopram – Therapie, um das Risiko von Interferon- induzierten Depressionen zu minimieren. Die Patienten hatten täglich Kontakt zu fachmedizinischem Personal, Sozialarbeitern, sowie eine 24-Stunden-Hotline für akut auftretende Probleme. Die anhaltende virologische Ansprechrate (SVR) betrug von 48 der 49 Patienten 98%, darunter waren 20 von 21 (95%) mit dem Genotyp 1/4 infiziert und 28 von 28 (100%) mit dem Genotyp 2/3 infiziert. Die Behandlung wurde gut vertragen und es traten keine unerwarteten Nebenwirkungen der Peginterferon-Therapie auf. Das Sicherheitsprofil einer einmal täglichen Anwendung von Ribavirin unterschied sich nicht von einer zweimal täglichen Anwendung. Mit der einmal täglichen Ribavirin-Dosis war der der Hämoglobinabfall ähnlich wie in vergleichbaren klinischen Studien und führte nicht zu einer Dosisreduktion oder einem Abbruch der Behandlung. Die Daten zeigen, dass HCV - infizierte intravenöse Drogengebraucher mit stabiler L-Polamidon - (Methadon) oder Buprenorphin-Erhaltungstherapie erfolgreich und sicher mit Peginterferon alfa-2a und Ribavirin in einem optimalen Substitutionssetting behandelt werden können.","abstract_html":"In der vorliegenden Arbeit erfolgte die retrospektive Bewertung der Wirksamkeit und Verträglichkeit einer direkt beobachteten Therapie (DOT) mit PEG-Interferon alfa-2a und einer singulären Tagesdosis Ribavirin zur Behandlung der chronischen Hepatitis C bei 49 intravenöse Drogengebrauern (IVDAs), die an einem Substitutionsprogramm in einer suchtmedizinischen Spezialambulanz teilnahmen. Die Patienten erhielten außerdem eine prophylaktische Citalopram – Therapie, um das Risiko von Interferon- induzierten Depressionen zu minimieren. Die Patienten hatten täglich Kontakt zu fachmedizinischem Personal, Sozialarbeitern, sowie eine 24-Stunden-Hotline für akut auftretende Probleme. Die anhaltende virologische Ansprechrate (SVR) betrug von 48 der 49 Patienten 98%, darunter waren 20 von 21 (95%) mit dem Genotyp 1/4 infiziert und 28 von 28 (100%) mit dem Genotyp 2/3 infiziert. Die Behandlung wurde gut vertragen und es traten keine unerwarteten Nebenwirkungen der Peginterferon-Therapie auf. Das Sicherheitsprofil einer einmal täglichen Anwendung von Ribavirin unterschied sich nicht von einer zweimal täglichen Anwendung. Mit der einmal täglichen Ribavirin-Dosis war der der Hämoglobinabfall ähnlich wie in vergleichbaren klinischen Studien und führte nicht zu einer Dosisreduktion oder einem Abbruch der Behandlung. 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Die Patienten erhielten außerdem eine prophylaktische Citalopram – Therapie, um das Risiko von Interferon- induzierten Depressionen zu minimieren. Die Patienten hatten täglich Kontakt zu fachmedizinischem Personal, Sozialarbeitern, sowie eine 24-Stunden-Hotline für akut auftretende Probleme. Die anhaltende virologische Ansprechrate (SVR) betrug von 48 der 49 Patienten 98%, darunter waren 20 von 21 (95%) mit dem Genotyp 1/4 infiziert und 28 von 28 (100%) mit dem Genotyp 2/3 infiziert. Die Behandlung wurde gut vertragen und es traten keine unerwarteten Nebenwirkungen der Peginterferon-Therapie auf. Das Sicherheitsprofil einer einmal täglichen Anwendung von Ribavirin unterschied sich nicht von einer zweimal täglichen Anwendung. Mit der einmal täglichen Ribavirin-Dosis war der der Hämoglobinabfall ähnlich wie in vergleichbaren klinischen Studien und führte nicht zu einer Dosisreduktion oder einem Abbruch der Behandlung. Die Daten zeigen, dass HCV - infizierte intravenöse Drogengebraucher mit stabiler L-Polamidon - (Methadon) oder Buprenorphin-Erhaltungstherapie erfolgreich und sicher mit Peginterferon alfa-2a und Ribavirin in einem optimalen Substitutionssetting behandelt werden können.","This retrospective analysis evaluated the efficacy and tolerability of directly observed therapy with peginterferon alfa-2a and once-daily ribavirin (RBV) for chronic hepatitis C in 49 opioid-addicted injection drug users (IDUs) participating in a drug treatment program at a specialized outpatient center. Patients also received prophylactic citalopram to minimize the risk of interferon-induced depression. Patients had daily access to and support from specialist physicians, nurses and counseling services at the center, and a 24-hour helpline. Sustained virological response was achieved by 48 of 49 patients (98%) overall, including 20 of 21 (95%) hepatitis C virus (HCV) Genotype 1/4-infected patients and 28 of 28 (100%) Genotype 2/3-infected patients. Treatment was well tolerated, and no unexpected side effects of peginterferon treatment were seen. The safety profile of once-daily RBV was not different from twice-daily dosing. Decline in hemoglobin levels was similar to those reported in clinical trials including once-daily RBV and did not lead to dose reduction or treatment withdrawal. Our data demonstrate that HCV-infected IDUs on stable L-polamidone (methadone) or buprenorphine maintenance can be successfully and safely treated with peginterferon alfa-2a and RBV in an optimal substitution setting."]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Modifizierte Therapiestrategien in der Kombinationstherapie mit pegyliertem Interferon alpha-2a (PEG-IFN alpha-2a) und einer einmal täglichen Fixdosis von Ribavirin bei HCV-infizierten Drogenabhängigen unter Substitutionsbehandlung"]}]}],"canonical_facts":{"dc:creator":["Waizmann, Michael"],"dc:date.issued":["2010"],"dc:description.abstract":["In der vorliegenden Arbeit erfolgte die retrospektive Bewertung der Wirksamkeit und Verträglichkeit einer direkt beobachteten Therapie (DOT) mit PEG-Interferon alfa-2a und einer singulären Tagesdosis Ribavirin zur Behandlung der chronischen Hepatitis C bei 49 intravenöse Drogengebrauern (IVDAs), die an einem Substitutionsprogramm in einer suchtmedizinischen Spezialambulanz teilnahmen. Die Patienten erhielten außerdem eine prophylaktische Citalopram – Therapie, um das Risiko von Interferon- induzierten Depressionen zu minimieren. Die Patienten hatten täglich Kontakt zu fachmedizinischem Personal, Sozialarbeitern, sowie eine 24-Stunden-Hotline für akut auftretende Probleme. Die anhaltende virologische Ansprechrate (SVR) betrug von 48 der 49 Patienten 98%, darunter waren 20 von 21 (95%) mit dem Genotyp 1/4 infiziert und 28 von 28 (100%) mit dem Genotyp 2/3 infiziert. Die Behandlung wurde gut vertragen und es traten keine unerwarteten Nebenwirkungen der Peginterferon-Therapie auf. Das Sicherheitsprofil einer einmal täglichen Anwendung von Ribavirin unterschied sich nicht von einer zweimal täglichen Anwendung. Mit der einmal täglichen Ribavirin-Dosis war der der Hämoglobinabfall ähnlich wie in vergleichbaren klinischen Studien und führte nicht zu einer Dosisreduktion oder einem Abbruch der Behandlung. Die Daten zeigen, dass HCV - infizierte intravenöse Drogengebraucher mit stabiler L-Polamidon - (Methadon) oder Buprenorphin-Erhaltungstherapie erfolgreich und sicher mit Peginterferon alfa-2a und Ribavirin in einem optimalen Substitutionssetting behandelt werden können.","This retrospective analysis evaluated the efficacy and tolerability of directly observed therapy with peginterferon alfa-2a and once-daily ribavirin (RBV) for chronic hepatitis C in 49 opioid-addicted injection drug users (IDUs) participating in a drug treatment program at a specialized outpatient center. Patients also received prophylactic citalopram to minimize the risk of interferon-induced depression. Patients had daily access to and support from specialist physicians, nurses and counseling services at the center, and a 24-hour helpline. 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