{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:817"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:817","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Molekulare Grundlagen der T-Zell Aktivierung durch Haptene : Analyse eines murinen T-Zell Klons mit zwei Antigenrezeptoren","abstract":"Haptene können als niedermolekulare Substanzen erst nach Kopplung an Proteine eine Aktivierung spezifischer B- oder T-Lymphozyten induzieren, die dann allerdings häufig zu starken Allergien führt. Penicillin-Allergie beim Menschen oder die Kontaktallergie gegen Trinitro-chlorbenzol im Mausmodell sind typische Beispiele dafür. Der T-Zell Antigenrezeptor (TCR) erkennt Hapten-modifizierte Peptide, die ihm im Komplex mit sogenannten MHC-Proteinen auf Zelloberflächen 'präsentiert' werden. Die vorliegende Arbeit untersucht die molekularen Grundlagen der Erkennung des Haptens TNP (Trinitrophenyl) am Beispiel des Klasse-I MHC (H2-Kb) restringierten murinen T-Zell Klons E6. Als Angehöriger einer ca. 10 igen Minderheit von T-Zellen exprimiert Klon E6 neben einer TCR b-Kette (Vb16) zwei funktionelle a-Ketten (Va3 und Va17) und damit zwei möglicherweise funktionelle TCR. Er wurde gegen das H2-Kb bindende, in Position 4 TNP-modifizierte Octapeptid M4L-TNP induziert, reagiert aber auch gegen die Octa-peptide O4-TNP und Y3K4-TNP, die ebenfalls an das Kb-Molekül binden und TNP-Lysin in Position 4 tragen. Mutationen im Kb-Molekül beein-flussen die Erkennung der Peptide M4L-TNP und Y3K4-TNP auf der einen und O4-TNP auf der anderen Seite in unterschiedlicher Weise und deuten auf die Beteiligung unterschiedlicher Rezeptoren. Des weiteren wurde beobachtet, daß in Fusionshybridomen aus Klon E6 die Expression der TCR Va3-Kette ebenso wie die Spezifität für M4L-TNP und Y3K4-TNP verloren ging und lediglich die Reaktivität gegen O4-TNP erhalten blieb. Der Versuch, eine kausale Korrelation von M4L-TNP Spezifität und Va3 Expression durch Transfektion der einzelnen TCR a/b-Kombinationen zu beweisen, endete mit einer Überraschung: während die Vb16/Va17 Kombination die erwartete singuläre Spezifität für O4-TNP zeigte, blieben Ver-suche zur Expression eines Vb16/Va3-Rezeptors erfolglos. Obwohl das Va3 Protein intra-zellulär nachweisbar war und auch in Kombination mit b-Ketten anderer muriner TCR","abstract_html":"Haptene können als niedermolekulare Substanzen erst nach Kopplung an Proteine eine Aktivierung spezifischer B- oder T-Lymphozyten induzieren, die dann allerdings häufig zu starken Allergien führt. Penicillin-Allergie beim Menschen oder die Kontaktallergie gegen Trinitro-chlorbenzol im Mausmodell sind typische Beispiele dafür. Der T-Zell Antigenrezeptor (TCR) erkennt Hapten-modifizierte Peptide, die ihm im Komplex mit sogenannten MHC-Proteinen auf Zelloberflächen &#x27;präsentiert&#x27; werden. Die vorliegende Arbeit untersucht die molekularen Grundlagen der Erkennung des Haptens TNP (Trinitrophenyl) am Beispiel des Klasse-I MHC (H2-Kb) restringierten murinen T-Zell Klons E6. Als Angehöriger einer ca. 10 igen Minderheit von T-Zellen exprimiert Klon E6 neben einer TCR b-Kette (Vb16) zwei funktionelle a-Ketten (Va3 und Va17) und damit zwei möglicherweise funktionelle TCR. Er wurde gegen das H2-Kb bindende, in Position 4 TNP-modifizierte Octapeptid M4L-TNP induziert, reagiert aber auch gegen die Octa-peptide O4-TNP und Y3K4-TNP, die ebenfalls an das Kb-Molekül binden und TNP-Lysin in Position 4 tragen. Mutationen im Kb-Molekül beein-flussen die Erkennung der Peptide M4L-TNP und Y3K4-TNP auf der einen und O4-TNP auf der anderen Seite in unterschiedlicher Weise und deuten auf die Beteiligung unterschiedlicher Rezeptoren. Des weiteren wurde beobachtet, daß in Fusionshybridomen aus Klon E6 die Expression der TCR Va3-Kette ebenso wie die Spezifität für M4L-TNP und Y3K4-TNP verloren ging und lediglich die Reaktivität gegen O4-TNP erhalten blieb. Der Versuch, eine kausale Korrelation von M4L-TNP Spezifität und Va3 Expression durch Transfektion der einzelnen TCR a/b-Kombinationen zu beweisen, endete mit einer Überraschung: während die Vb16/Va17 Kombination die erwartete singuläre Spezifität für O4-TNP zeigte, blieben Ver-suche zur Expression eines Vb16/Va3-Rezeptors erfolglos. 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