{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:760"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:760","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Genexpression der GH- IGF-1 Kaskade in endokrin aktiven und endokrin inaktiven Hypophysenadenomen","abstract":"Eine Hypophysenvorderlappeninsuffizienz, die nach operativer Resektion von Hypophysenadenomen besteht, wird durch die gezielte Substitution der gonadotropen, thyreotropen und adrenocorticotropen Achse behandelt. Neuerdings wird zusätzlich mit Wachstumshormon (GH) substituiert. Da GH über den Insulin-like-growth-factor-1 (IGF-1) eine mitogene Wirkung auf potentiell vorhandenes, postoperatives Tumorrestgewebe entfalten könnte, stellten wir die Frage, ob neben GH und IGF-1 auch der Growth-Hormon-Receptor (GH-R) und der IGF-1-Receptor (IGF-1-R) exprimiert werden und somit eine Größenzunahme des Adenomrestgewebes angeregt werden könnte. Methoden: mRNA-Extraktion aus Geweben, RT-PCR, Southern Blot und radioaktive Hybridisierung. Die GH-mRNA konnten wir in endokrin inaktiven Hypophysenadenomen mit 33 (n=18) nachweisen; in normalem Hypophysengewebe (n=9) und in somatotropen Adenomen (n=6) mit 100 Die mRNA von GH-R war in endokrin inaktiven Adenomen in 94 (n=18) nachweisbar, in normalem Hypophysengewebe (n=9) in allen und in somatotropen Adenomen nur 66 (n=6) vorhanden. Die IGF-1 mRNA in endokrin inaktiven Hypophysenadenomen wurde in 13 von 18 (72) und die IGF-1-R mRNA in 14 von 18 Geweben sichtbar; in normalem Hypophysengewebe wurde IGF-1 in 5 von 9 (55) und IGF-1-R in allen Geweben (n=9) sichtbar. In somatotropen Hypophysenadenomen fanden wir die mRNA von IGF-1 und IGF-1-R jeweils in 5 von 6 Adenomgeweben (83). Durch den von uns erbrachten Nachweis der einzelnen Komponenten der GH-/IGF-1-Kaskade in Tumorgewebe ist ein Einfluss von Wachstumshormon auf ein Tumorrestgewebe prinzipiell möglich. GH und IGF-1 könnten bei einer GH-Substitutionstherapie durchaus eine stimulierende Wirkung auf das Adenomwachstum haben. Trotz dieser potentiellen Möglichkeit des Tumorwachstums bei einer GH-Substitutionstherapie nach Resektion eines endokrin inaktiven Hypophysenadenoms bleibt unklar, inwieweit eine Größenzunahme des Tumorrestgewebes tatsächlich von GH abhängt.","abstract_html":"Eine Hypophysenvorderlappeninsuffizienz, die nach operativer Resektion von Hypophysenadenomen besteht, wird durch die gezielte Substitution der gonadotropen, thyreotropen und adrenocorticotropen Achse behandelt. Neuerdings wird zusätzlich mit Wachstumshormon (GH) substituiert. Da GH über den Insulin-like-growth-factor-1 (IGF-1) eine mitogene Wirkung auf potentiell vorhandenes, postoperatives Tumorrestgewebe entfalten könnte, stellten wir die Frage, ob neben GH und IGF-1 auch der Growth-Hormon-Receptor (GH-R) und der IGF-1-Receptor (IGF-1-R) exprimiert werden und somit eine Größenzunahme des Adenomrestgewebes angeregt werden könnte. Methoden: mRNA-Extraktion aus Geweben, RT-PCR, Southern Blot und radioaktive Hybridisierung. 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Die IGF-1 mRNA in endokrin inaktiven Hypophysenadenomen wurde in 13 von 18 (72) und die IGF-1-R mRNA in 14 von 18 Geweben sichtbar; in normalem Hypophysengewebe wurde IGF-1 in 5 von 9 (55) und IGF-1-R in allen Geweben (n=9) sichtbar. In somatotropen Hypophysenadenomen fanden wir die mRNA von IGF-1 und IGF-1-R jeweils in 5 von 6 Adenomgeweben (83). Durch den von uns erbrachten Nachweis der einzelnen Komponenten der GH-/IGF-1-Kaskade in Tumorgewebe ist ein Einfluss von Wachstumshormon auf ein Tumorrestgewebe prinzipiell möglich. GH und IGF-1 könnten bei einer GH-Substitutionstherapie durchaus eine stimulierende Wirkung auf das Adenomwachstum haben. Trotz dieser potentiellen Möglichkeit des Tumorwachstums bei einer GH-Substitutionstherapie nach Resektion eines endokrin inaktiven Hypophysenadenoms bleibt unklar, inwieweit eine Größenzunahme des Tumorrestgewebes tatsächlich von GH abhängt.","The use of growth hormone (GH) in patients with GH deficiency induced by pituitary adenoma is widely accepted, but the safety of this mitogenic hormone, particularly in patients with residual tumor after neurosurgery, continues to be a concern. Since the mitogenic potency of GH is dependent on the presence of the GH receptor (GH-R) and the subsequent IGF-1/IGF receptor (IGF-1-R) system, we investigated the expression of the members of the growth hormone cascade in endocrine inactive and GH producing pituitary adenomas. Tissue specimens of 18 clinically non-functioning pituitary adenomas and 6 GH producing adenomas were collected following transsphenoidal surgery while normal pituitary glands served as controls. After RNA extraction, semi-quantitative RT-PCR amplification with specific primers for GH, GH-R, IGF-1 and IGF-1-R was performed. Applying this sensitive RT-PCR based approach, GH-R expression was demonstrated in all normal pituitaries, most inactive adenomas (94), and the majority of GH producing adenomas (66). Both IGF-1 and IGF-1-R was detectable in the majority of inactive (72 and 77, respectively) and somatotroph adenomas (83 and 83). While IGF-1-R was expressed in all normal pituitary specimen studied, IGF-1 was detectable in only 55 of tumor samples. Collectively, expression of members of the GH-IGF-1 cascade could be demonstrated in a substantial subset of patients with non-functioning and GH producing pituitary adenomas. These findings suggest the presence of factors in pituitary tumors that are the prerequisite for the transduction of mitogenic effects of GH on remnant pituitary tumor cells during GH replacement therapy."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Genexpression der GH- IGF-1 Kaskade in endokrin aktiven und endokrin inaktiven Hypophysenadenomen","The growth hormone receptor and its mediator IGF-1 is expressed in non-functioning pituitary adenomas : implications for growth hormone substitution therapy?"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Reincke, Martin"],"dc:creator":["Hancke, Katharina"],"dc:description.abstract":["Eine Hypophysenvorderlappeninsuffizienz, die nach operativer Resektion von Hypophysenadenomen besteht, wird durch die gezielte Substitution der gonadotropen, thyreotropen und adrenocorticotropen Achse behandelt. Neuerdings wird zusätzlich mit Wachstumshormon (GH) substituiert. 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Trotz dieser potentiellen Möglichkeit des Tumorwachstums bei einer GH-Substitutionstherapie nach Resektion eines endokrin inaktiven Hypophysenadenoms bleibt unklar, inwieweit eine Größenzunahme des Tumorrestgewebes tatsächlich von GH abhängt.","The use of growth hormone (GH) in patients with GH deficiency induced by pituitary adenoma is widely accepted, but the safety of this mitogenic hormone, particularly in patients with residual tumor after neurosurgery, continues to be a concern. Since the mitogenic potency of GH is dependent on the presence of the GH receptor (GH-R) and the subsequent IGF-1/IGF receptor (IGF-1-R) system, we investigated the expression of the members of the growth hormone cascade in endocrine inactive and GH producing pituitary adenomas. Tissue specimens of 18 clinically non-functioning pituitary adenomas and 6 GH producing adenomas were collected following transsphenoidal surgery while normal pituitary glands served as controls. 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