University of Freiburg
Einfluss von Bluttemperatur und Blutvolumenänderungen auf die Nebenwirkungshäufigkeit von Dialyse-Behandlungen : Vergleich von online-Hämodiafiltration und Hämodialyse
Abstract
dc:description.abstractDiese Arbeit vergleicht online-Hämodiafiltration (o-HDF) mit konventioneller Hämodialyse (HD) und temperaturgeregelter HD (Temp-HD) hinsichtlich der hämodynamischen Stabilität bei kardiovaskulär instabilen Patienten. <br>Es wurden 17 Patienten mit häufigen Blutdruckabfällen während Dialysebehandlungen untersucht. Jeder Patient diente dabei als dessen eigene Kontrollgruppe.In Staffel 1 wurde die o-HDF mit Filtration größerer Volumina und entsprechender Infusion von Substitutionslösung mit HD verglichen. Beide Verfahren nutzten gleichwarmes Dialysat, dennoch entzog o-HDF den Patienten mehr Wärme als HD. In Staffel 2 wurde daher die o-HDF mit Temp-HD verglichen. Da o-HDF bei gleichwarmem Dialysat zur Kühlung des Patienten führte, wurde bei Temp-HD die Dialysattemperatur soweit erniedrigt, dass die gleiche Energiebilanz erreicht wurde.Dies zeigte signifikante Unterschiede im Auftreten symptomatischer Blutdruckabfälle während HD (40, Patient wärmer) im Vergleich zu o-HDF (4). Die verbesserte kardiovaskuläre Stabilität der Patienten unter o-HDF korrelierte mit der Blutkühlung. Auch bei Temp-HD zeigten die Patienten signifikant weniger Blutdruckabfälle (4) als bei wärmerer HD. Die Frequenz hypotensiver Episoden sank auf das Niveau von o-HDF Behandlungen (4). Trotz der besseren Verträglichkeit sank das relative Blutvolumen (RBV) während o-HDF stärker als während HD. Zwischen Temp-HD und o-HDF bestand jedoch keine Differenz im RBV.Bei der o-HDF wird das Substituat aus gewärmtem Dialysat hergestellt, sodass eine Kühlung im Vergleich zur Standard Dialyse nicht zu erwarten war. Der kühlende Effekt der o-HDF resultiert offenbar aus einer Abkühlung von Blut und Substituat in den längeren Schläuchen des extrakorporalen Systems. Wenn die Kühlung bei Durchführung der Dialyse durch kühleres Dialysat erreicht wird (Temp-HD), zeigen die Patienten die gleiche hämodynamische Stabilität wie bei o-HDF. Sowohl o-HDF als auch Temp-HD verhinderten durch Blutkühlung einen Temperaturanstieg.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Schweiger, Christoph
- Contributors dc:contributor
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- Böhler, Joachim
Subjects
dc:subject × 10Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/757
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:757