{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:751"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:751","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Gestörte Expression von CD86 und ein verändertes intrazytoplasmatisches Zytokinmuster in Lymphozyten von Patienten mit Variablem Immundefektsyndrom (CVID)","abstract":"Das Variable Immundefektsyndrom (CVID) ist durch eine defekte B-Zellreifung und Antikörperbildung charakterisiert, die in erniedrigten Spiegeln der meisten oder aller Immunglobulinklassen und klinisch einer gesteigerten Infektanfälligkeit resultieren. Eine spezifische Untergruppe von Patienten (Typ A) weist normale Anzahlen reifer, auf der Oberfläche für sIgM/sIgD-positive zirkulierende B-Lymphozyten, die jedoch auf eine Stimulation in vitro nicht mit einer Differenzierung und Synthese von Immunglobulinen reagieren. Durch Analyse des Expressionsmuster einer grossen Zahl von aktivierungsspezifischen Oberflächenmarkern auf B-Zellen konnte gezeigt werden, dass Typ A CVID Patienten im Vergleich zu gesunden Kontrollen eine stark verminderte Expression des CD28/CTLA-4 Liganden CD86 (B7-2) und des Aktivierungsmarker CD137 aufweisen. Korrelierend fanden sich erniedrigte Werte für die mRNA von CD86. Eine kombinierte Stimulation über den B-Zell-Antigenrezeptor und Kreuzvernetzung von CD40 konnte die Defekte in der CD86 und CD137 Expression ebenfalls nicht aufheben. Diese B-Zellen erscheinen als funktionell stumme, für die Kooperation mit T-Zellen unfähige Lymphozyten. Auf der Seite der T-Lymphozyten fand sich im Kompartiment der nativen CD4+ T-Zellen für sämtliche Patienten neben einer verminderten CD4/CD8-Ratio eine starke Erhöhung der Expression von CD95 (Fas). Nach Stimulation zeigten Typ A Patienten eine signifikante, jedoch in ihrer Bedeutung fragliche Verminderung der Expression des CD40L. Die intrazytoplasmatische Anfärbung wies für alle Patienten im CD8+ ausgeprägter als im CD4+ Kompartiment eine gesteigerte Expression der TH1-Zytokine IFNg und TNFa nach. Die phänotypischen T-Zellveränderungen wie auch die Verschiebung zu einer TH1-Immunantwort sind als reaktive und wohl unspezifische Veränderung in einer Situation rezidivierender inflammatorischer Reize im Rahmen der durch die humorale Defizienz bedingte Infektepisoden zu interpretieren.","abstract_html":"Das Variable Immundefektsyndrom (CVID) ist durch eine defekte B-Zellreifung und Antikörperbildung charakterisiert, die in erniedrigten Spiegeln der meisten oder aller Immunglobulinklassen und klinisch einer gesteigerten Infektanfälligkeit resultieren. Eine spezifische Untergruppe von Patienten (Typ A) weist normale Anzahlen reifer, auf der Oberfläche für sIgM/sIgD-positive zirkulierende B-Lymphozyten, die jedoch auf eine Stimulation in vitro nicht mit einer Differenzierung und Synthese von Immunglobulinen reagieren. 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