University of Freiburg
Profilveränderungen bei chirurgischer Vorverlagerung der Mandibula und ihre Prognose durch computergestützte Kephalometrie
Abstract
dc:description.abstractIn einer retrospektiven Studie wurden 29 erwachsene Patienten untersucht, bei denen am Universitätsklinikum Freiburg i. Br. eine operative Unterkiefervoverlagerung nach Obwegeser/DalPont durchgeführt worden war. Die Veränderung der skelettalen Strukturen und des Weichteilprofils wurde kephalometrisch anhand von drei Fernröntgenseitenbildern des Schädels zu verschiedenen Zeitpunkten bestimmt: 1. Vor der kieferorthopädischen Vorbehandlung, 2. Kurz vor der Operation, 3. Mindestens 6 Monate nach der Operation. Die mittlere Vorverlagerung der Mandibula betrug 3,46 mm ( 2,67 mm). Die gesamte Behandlung konnte in zwei Phasen aufgeteilt werden: In die kieferorthopädische Vorbehandlung und in den Zeitraum der Operation bis ca. 1 Jahr danach. In beiden Phasen fanden dentale und skelettale Veränderungen statt, die den Verlauf des Weichteilprofiles beeinflußten.<br>Anschließend wurden die Relationen der knöchernen und dentalen Meßwerte zu den Profilpunkten des fazialen Weichgewebes bestimmt. Hierbei ergaben sich für jede Behandlungsphase unterschiedliche mathematische Formeln zur Beschreibung der Weichteilverlagerungen im Verhältnis zu den skelettalen Veränderungen. Wie in vorangegangenen Studien stellte die Veränderung der Unterlippe und der Mentolabialfalte den Bereich der größten Ungenauigkeiten dar. <br>Im zweiten Teil der Studie wurde eine Behandlungssimulation mit dem Computerprogramm QuickCeph 2000 durchgeführt. Hier lag der Hauptfehler bei der manuellen Vorhersage der skelettalen und dentalen Veränderungen (durchschnittlich 1 mm), während Ungenauigkeiten bei der Berechnung des Weichteilprofilverlaufs in den Hintergrund traten. Damit ist die computergestütze Vorhersage insgesamt für die Patientenaufklärung ausreichend genau; die Simulation sollte aber nach Abschluss der kieferorthopädischen Vorbehandlung wiederholt werden. In dieser Phase kann die Genauigkeit der Computersimulation durch Verändern der eingespeicherten Berechnungsparameter noch erhöht werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Eberbach, Andreas
- Contributors dc:contributor
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- Jonas, Irmtrud
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/739
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:739