{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:686"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:686","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Mutationsanlyse bei Patienten mit Glykogenose Typ Ia","abstract":"Die autosomal rezessiv vererbte Stoffwechselkrankheit Glykogenose Typ Ia beruht auf einer verminderten Aktivität der katalytischen Untereinheit des Glucose-6-Phosphatase-Enzymkomplexes, kodiert durch das Glucose-6-Phosphatase-Gen. Dieses Enzymsystem katalysiert sowohl den letzten Schritt der Glykogenolyse, als auch der Gluconeogenese und besitzt somit eine Schlüsselfunktion im Kohlenhydratstoffwechsel. <br> <br>G6Pase wird vor allem in Leber, Nieren und Dünndarmmucosa exprimiert. Ein Mangel des Enzyms führt zu rezidivierenden Hypoglykämien, Hyperlaktazidämie, Hyperurikämie, Hypertriglyceridämie und Hepatomegalie. <br> <br>Als Goldstandard zur Diagnosefindung der Glykogenose Typ Ia galt bislang der Nachweis einer erniedrigten Glucose-6Phosphatase-Aktivität in einem frischen Leberbiopsat. Durch die Isolation des Gens legten Lei et al. den Grundstein zur nichtinvasiven Untersuchung dieser Erkrankung. <br> <br>In der vorliegenden Arbeit wurden bei 16 Patienten Mutationen im Glucose-6-Phosphatase-Gen durch molekulargenetische Diagnostik identifiziert. <br> <br>Hierbei wurde DNA der Patienten aus Leukozyten einer EDTA-Blutprobe isoliert und die 5 Exons des G6Pase-Gens mittels PCR amplifiziert. Anschließend wurden die PCR-Amplifikate durch SSCP-Analyse auf eventuelle Mutationen untersucht. Proben, bei denen sich ein verändertes Bandenmuster fand, wurden einer Sequenzierung des betreffenden Exons zugeführt. Bei Patientenproben, die keinerlei Veränderung der SSCP-Analyse aller 5 Exons zeigten, wurden alle Exons des G6Pase-Gens sequenziert. <br> <br>Bei allen 16 Patienten konnte durch das Auffinden zweier Mutationen die Diagnose Glykogenose Typ Ia gestellt werden. <br> <br>Wir entdeckten bei 3 Patienten jeweils eine bislang noch nicht beschriebene Mutation (W70X, P113L, L265P) und konnten in 5 Fällen durch Genanalyse die Diagnose GSD Ia stellen, wo die Leberbiopsie bislang keine sichere Diagnosefindung brachte.","abstract_html":"Die autosomal rezessiv vererbte Stoffwechselkrankheit Glykogenose Typ Ia beruht auf einer verminderten Aktivität der katalytischen Untereinheit des Glucose-6-Phosphatase-Enzymkomplexes, kodiert durch das Glucose-6-Phosphatase-Gen. Dieses Enzymsystem katalysiert sowohl den letzten Schritt der Glykogenolyse, als auch der Gluconeogenese und besitzt somit eine Schlüsselfunktion im Kohlenhydratstoffwechsel. &lt;br&gt; &lt;br&gt;G6Pase wird vor allem in Leber, Nieren und Dünndarmmucosa exprimiert. Ein Mangel des Enzyms führt zu rezidivierenden Hypoglykämien, Hyperlaktazidämie, Hyperurikämie, Hypertriglyceridämie und Hepatomegalie. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Als Goldstandard zur Diagnosefindung der Glykogenose Typ Ia galt bislang der Nachweis einer erniedrigten Glucose-6Phosphatase-Aktivität in einem frischen Leberbiopsat. Durch die Isolation des Gens legten Lei et al. den Grundstein zur nichtinvasiven Untersuchung dieser Erkrankung. &lt;br&gt; &lt;br&gt;In der vorliegenden Arbeit wurden bei 16 Patienten Mutationen im Glucose-6-Phosphatase-Gen durch molekulargenetische Diagnostik identifiziert. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Hierbei wurde DNA der Patienten aus Leukozyten einer EDTA-Blutprobe isoliert und die 5 Exons des G6Pase-Gens mittels PCR amplifiziert. Anschließend wurden die PCR-Amplifikate durch SSCP-Analyse auf eventuelle Mutationen untersucht. Proben, bei denen sich ein verändertes Bandenmuster fand, wurden einer Sequenzierung des betreffenden Exons zugeführt. Bei Patientenproben, die keinerlei Veränderung der SSCP-Analyse aller 5 Exons zeigten, wurden alle Exons des G6Pase-Gens sequenziert. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Bei allen 16 Patienten konnte durch das Auffinden zweier Mutationen die Diagnose Glykogenose Typ Ia gestellt werden. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Wir entdeckten bei 3 Patienten jeweils eine bislang noch nicht beschriebene Mutation (W70X, P113L, L265P) und konnten in 5 Fällen durch Genanalyse die Diagnose GSD Ia stellen, wo die Leberbiopsie bislang keine sichere Diagnosefindung brachte.","abstract_has_math":false,"creators":["Lang, Christine"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Brandis, Matthias"],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":null,"date_issued":"","date_published":null,"updated_at":"2026-07-24T02:21:52Z","subjects":[],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/data/686","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Brandis, Matthias"]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Lang, Christine"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["DoctoralThesis"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["Die autosomal rezessiv vererbte Stoffwechselkrankheit Glykogenose Typ Ia beruht auf einer verminderten Aktivität der katalytischen Untereinheit des Glucose-6-Phosphatase-Enzymkomplexes, kodiert durch das Glucose-6-Phosphatase-Gen. Dieses Enzymsystem katalysiert sowohl den letzten Schritt der Glykogenolyse, als auch der Gluconeogenese und besitzt somit eine Schlüsselfunktion im Kohlenhydratstoffwechsel. <br> <br>G6Pase wird vor allem in Leber, Nieren und Dünndarmmucosa exprimiert. Ein Mangel des Enzyms führt zu rezidivierenden Hypoglykämien, Hyperlaktazidämie, Hyperurikämie, Hypertriglyceridämie und Hepatomegalie. <br> <br>Als Goldstandard zur Diagnosefindung der Glykogenose Typ Ia galt bislang der Nachweis einer erniedrigten Glucose-6Phosphatase-Aktivität in einem frischen Leberbiopsat. Durch die Isolation des Gens legten Lei et al. den Grundstein zur nichtinvasiven Untersuchung dieser Erkrankung. <br> <br>In der vorliegenden Arbeit wurden bei 16 Patienten Mutationen im Glucose-6-Phosphatase-Gen durch molekulargenetische Diagnostik identifiziert. <br> <br>Hierbei wurde DNA der Patienten aus Leukozyten einer EDTA-Blutprobe isoliert und die 5 Exons des G6Pase-Gens mittels PCR amplifiziert. Anschließend wurden die PCR-Amplifikate durch SSCP-Analyse auf eventuelle Mutationen untersucht. Proben, bei denen sich ein verändertes Bandenmuster fand, wurden einer Sequenzierung des betreffenden Exons zugeführt. Bei Patientenproben, die keinerlei Veränderung der SSCP-Analyse aller 5 Exons zeigten, wurden alle Exons des G6Pase-Gens sequenziert. <br> <br>Bei allen 16 Patienten konnte durch das Auffinden zweier Mutationen die Diagnose Glykogenose Typ Ia gestellt werden. <br> <br>Wir entdeckten bei 3 Patienten jeweils eine bislang noch nicht beschriebene Mutation (W70X, P113L, L265P) und konnten in 5 Fällen durch Genanalyse die Diagnose GSD Ia stellen, wo die Leberbiopsie bislang keine sichere Diagnosefindung brachte."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Mutationsanlyse bei Patienten mit Glykogenose Typ Ia"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Brandis, Matthias"],"dc:creator":["Lang, Christine"],"dc:description.abstract":["Die autosomal rezessiv vererbte Stoffwechselkrankheit Glykogenose Typ Ia beruht auf einer verminderten Aktivität der katalytischen Untereinheit des Glucose-6-Phosphatase-Enzymkomplexes, kodiert durch das Glucose-6-Phosphatase-Gen. Dieses Enzymsystem katalysiert sowohl den letzten Schritt der Glykogenolyse, als auch der Gluconeogenese und besitzt somit eine Schlüsselfunktion im Kohlenhydratstoffwechsel. <br> <br>G6Pase wird vor allem in Leber, Nieren und Dünndarmmucosa exprimiert. Ein Mangel des Enzyms führt zu rezidivierenden Hypoglykämien, Hyperlaktazidämie, Hyperurikämie, Hypertriglyceridämie und Hepatomegalie. <br> <br>Als Goldstandard zur Diagnosefindung der Glykogenose Typ Ia galt bislang der Nachweis einer erniedrigten Glucose-6Phosphatase-Aktivität in einem frischen Leberbiopsat. Durch die Isolation des Gens legten Lei et al. den Grundstein zur nichtinvasiven Untersuchung dieser Erkrankung. <br> <br>In der vorliegenden Arbeit wurden bei 16 Patienten Mutationen im Glucose-6-Phosphatase-Gen durch molekulargenetische Diagnostik identifiziert. <br> <br>Hierbei wurde DNA der Patienten aus Leukozyten einer EDTA-Blutprobe isoliert und die 5 Exons des G6Pase-Gens mittels PCR amplifiziert. Anschließend wurden die PCR-Amplifikate durch SSCP-Analyse auf eventuelle Mutationen untersucht. Proben, bei denen sich ein verändertes Bandenmuster fand, wurden einer Sequenzierung des betreffenden Exons zugeführt. Bei Patientenproben, die keinerlei Veränderung der SSCP-Analyse aller 5 Exons zeigten, wurden alle Exons des G6Pase-Gens sequenziert. <br> <br>Bei allen 16 Patienten konnte durch das Auffinden zweier Mutationen die Diagnose Glykogenose Typ Ia gestellt werden. <br> <br>Wir entdeckten bei 3 Patienten jeweils eine bislang noch nicht beschriebene Mutation (W70X, P113L, L265P) und konnten in 5 Fällen durch Genanalyse die Diagnose GSD Ia stellen, wo die Leberbiopsie bislang keine sichere Diagnosefindung brachte."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:title":["Mutationsanlyse bei Patienten mit Glykogenose Typ Ia"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:21:52Z"}