{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:681"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:681","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Rokoko - Mode : Rokokorezeption in der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts","abstract":"Die Arbeit befasst sich mit der Wiederaufnahme des Rokokos in der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts. Nachdem zunächst der Begriff Rokoko negativ geprägt war, geht aus der kunsthistorischen Literatur des 19. Jahrhunderts der allmähliche Wechsel zu seiner positiven Konnotation und seiner Manifestierung als Stilbegriff hervor. Eingeleitet wird diese Umwertung jedoch durch Künstler um die Jahrhundertmitte - wie Johann Peter Hasenclever, Theodor Hosemann oder Adolph Menzel -, die von der vorausgehenden humoristisch-satirischen zu einer wohlwollenden bis romantisierenden Vorstellung vom Rokoko wechseln. Eine umfassende theoretische Fundierung dieser Rokokorezeption gibt es nicht, allein Max Schasler und am Rande auch Friedrich Theodor Vischer räumen der historistischen Malerei im Rokokokostüm, dem Rokokogenre, einen Platz in ihrem System der Künste ein. <br>In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weitet sich die Rokokorezeption zu einer Modewelle aus, die nicht nur die deutschen Kunstzentren überschwemmt, sondern sich als internationales Phänomen herausstellt: Unzählige Maler, von denen eine Vielzahl mit Bildbeispielen hier vorgestellt werden, widmen sich bald immer trivialeren Bildvorwürfen im Rokokogewand. Gefördert wird diese Neorokokomalerei durch Aufträge aus Adelskreisen wie auch aus dem begüterten Bürgertum. Neorokokobilder nehmen schnell einen festen Platz im Kunsthandel ein und verkommen schließlich gegen Jahrhundertende als Bilddrucke auch zur 'Kunst für's Volk'. Es erweist sich, dass das wieder belebte Rokoko, das zweite oder dritte Rokoko, als historistische Strömung in der Kunst des 19. Jahrhunderts auch die Malerei mit einschließt und selbst 'moderne' Künstler u. a. Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin oder Lovis Corinth, die Rokokomode - Motive, Themen und auch Malweisen - in etlichen Werken reflektieren.","abstract_html":"Die Arbeit befasst sich mit der Wiederaufnahme des Rokokos in der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts. Nachdem zunächst der Begriff Rokoko negativ geprägt war, geht aus der kunsthistorischen Literatur des 19. Jahrhunderts der allmähliche Wechsel zu seiner positiven Konnotation und seiner Manifestierung als Stilbegriff hervor. 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