{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:672"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:672","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Transformationsprozesse in Santa Cruz Chinautla, Guatemala : eine Untersuchung zum Kulturwandel in einer Poqomam-Gemeinde","abstract":"Weltweit lässt sich ein Ausdehnen von Metropolen beobachten. Deshalb stellt sich die Frage, inwieweit die Mayagemeinde in der Nähe der Hauptstadt von Guatemala von dieser absorbiert wird. In einem Zeitraum von fünf Jahrzehnten bis heute zeigen sich tiefgreifende Umwandlungsprozesse, deren Verknüpfungen aufgezeigt werden. <br> <br>Die bäuerliche Wirtschaftsweise wurde fast vollständig aufgegeben. Heute findet ein Großteil der Bewohner Erwerbsmöglichkeiten in der Stadt. Zunehmende ökologische Probleme waren der Anlass, einen Teil der Bevölkerung nach Guatemala-Stadt umzusiedeln. Die Überführung der Gemeindeverwaltung in die Hauptstadt hat dem traditionellen politisch-religiösen Ämtersystem, der Cofradía, die Semiautonomie genommen. Die alten Institutionen wurden durch keine neuen ersetzt. Es bilden sich Komitees, um die Angelegenheiten des Dorfes intern und extern zu vertreten. Seit den 1990er Jahren konkurrieren außerdem neue Bruderschaften mit der Cofradía. <br> <br>Bildung wird zunehmend angestrebt. Die Pan-Maya-Bewegung als Gegenbewegung zu einer umfassenden Akkulturation macht ihren Einfluss auch in Chinautla geltend, vor allem über die Schule. Modifikationen der Geschlechterrollen zeigen sich auch darin, dass Chinautlecas heute in der öffentlichen Sphäre auftreten, wobei sie ihre Rechte als Maya und Frauen artikulieren. <br> <br>Die Armut des größten Teils der Bevölkerung ist als Ergebnis vor allem globaler Prozesse sowie struktureller und kultureller Gewalt zu betrachten. Das Auftauchen von Maras, Banden von Kriminellen, im Ort resultiert aus diesen Gegebenheiten. Die Globalisierung zeigt ihre Auswirkun-gen, wobei die Lokalisierung zu einer spezifischen Entwicklung der Gemeinde und zu einem lokalen System von vielfältigen individuellen Wahlmöglichkeiten geführt hat. Die Ethnizität zeigt sich heute in Chinautla als weniger homogen als noch vor Jahrzehnten.","abstract_html":"Weltweit lässt sich ein Ausdehnen von Metropolen beobachten. Deshalb stellt sich die Frage, inwieweit die Mayagemeinde in der Nähe der Hauptstadt von Guatemala von dieser absorbiert wird. 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