{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:670"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:670","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Psychosozialer Behandlungbedarf neurologischer Patienten und seine Umsetzung im Rahmen des psychosomatischen Liaisondienstes","abstract":"Die Studie untersucht, durch welche Faktoren sich der psychosoziale Behandlungsbedarf neurologischer Patienten ausdrückt und ob die gefundenen Faktoren für die Realisierung dieses Bedarfs durch den psychosomatischen Liaisondienstes entscheidend sind. <br>84 Patienten wurden mittels Fragebögen zu ihren psychosozialen Belastungen (Angst, Depression, Coping, Somatisierung und Belastungen in Alltag und Sozialleben) befragt. Psychische Diagnosen (ICD-10-F) wurden mittels Interview (Mini-DIPS) vergeben. Die Liaisontherapeuten gaben Einschätzungen über den psychosozialen Behandlungsbedarf der Patienten ab und führten psychotherapeutische Interventionen durch. <br>Es wurde eine Prävalenz psychischer Störungen von 35 gefundenen. Die Liaisontherapeuten schätzten 37 der Patienten als behandlungsbedürftig ein und behandelten 27 der Patienten. Patienten mit depressiver Symptomatik, Somatisierungstendenzen, psychischen Diagnosen, mit Psychotherapiemotivation und niedrigem Alter wurden signifikant häufiger als psychotherapeutisch behandlungsbedürftig eingeschätzt. Frauen, Patienten mit leichterem Schweregrad der körperlichen Erkrankung und Patienten, die zuvor von den Liaisontherapeuten als psychotherapeutisch behandlungsbedürftig eingeschätzt worden waren wurden signifikant häufiger psychotherapeutisch behandelt. <br>Obwohl die Einschätzung des psychosozialen Behandlungsbedarfs durch die Therapeuten und ihre Realisierung von Therapiemaßnahmen in hohem Maße zusammenhängen, wurde ein Drittel der als bedürftig eingeschätzten Patienten nicht behandelt. Die Ergebnisse bestätigen die in der Literatur beschriebenen häufigen psychosozialen Belastungen hospitalisierter Patienten und ihren Behandlungsbedarf. Als Gründe für die Diskrepanz zwischen bestehendem Behandlungsbedarf und tatsächlich realisierten psychotherapeutischen Interventionen kommen unter anderem organisatorische Gründe, interaktionelle Aspekte der Arzt-Patient-Beziehung und ablehnende Haltung der Patienten in Betracht.","abstract_html":"Die Studie untersucht, durch welche Faktoren sich der psychosoziale Behandlungsbedarf neurologischer Patienten ausdrückt und ob die gefundenen Faktoren für die Realisierung dieses Bedarfs durch den psychosomatischen Liaisondienstes entscheidend sind. &lt;br&gt;84 Patienten wurden mittels Fragebögen zu ihren psychosozialen Belastungen (Angst, Depression, Coping, Somatisierung und Belastungen in Alltag und Sozialleben) befragt. Psychische Diagnosen (ICD-10-F) wurden mittels Interview (Mini-DIPS) vergeben. 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Als Gründe für die Diskrepanz zwischen bestehendem Behandlungsbedarf und tatsächlich realisierten psychotherapeutischen Interventionen kommen unter anderem organisatorische Gründe, interaktionelle Aspekte der Arzt-Patient-Beziehung und ablehnende Haltung der Patienten in Betracht.","This study examins, which factors are relevant for the psychosocial need of neurological in-patients and whether the identified factors lead to a realization of this need by a routine psychosomatic liaison service. <br>A total of 84 patients filled out self-rating instruments to evaluate psychosocial distress, ways of coping strategies and quality of life. After a diagnostic interview (Mini-DIPS) a psychiatric diagnosis (ICD-10-F) was made. Liaison psychotherapists evaluated the need for a psychosocial intervention for each patient. They also realized the interventions. <br>This study found a prevalence of 35 for psychiatric disorders. The liaison therapists described a psychosocial need in 37 of the patients and treated 27 Patients with depressive symptoms, somatization, psychiatric diagnosis, motivation for psychotherapy and with younger age have been evaluated significantly more often as needy persons. Women, patients with a less severe somatic disease and patients, where the liaison psychotherapists had seen a psychosocial need have been treated significantly more often. Although the evaluation of the psychosocial need by the liaison psychotherapists and the treatment they did was highly linked, 1/3 of the patients where a need for treatment had been seen, has not been treated. <br>The results confirm the high amount of psychosocial distress among in-patients and their need for treatment discribed earlier in literature. The difference between the identified need for treatment and the finally realized psychotherapeutic interventions may have it´s roots in organisational reasons, interactional aspects of the doctor-patient-relationship and refusal by the patient."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Psychosozialer Behandlungbedarf neurologischer Patienten und seine Umsetzung im Rahmen des psychosomatischen Liaisondienstes","Psychosocial need of neurological in-patients and it´s realization by a psychosomatic liaison service"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Wirsching, Michael"],"dc:creator":["Ratz, Uwe"],"dc:description.abstract":["Die Studie untersucht, durch welche Faktoren sich der psychosoziale Behandlungsbedarf neurologischer Patienten ausdrückt und ob die gefundenen Faktoren für die Realisierung dieses Bedarfs durch den psychosomatischen Liaisondienstes entscheidend sind. <br>84 Patienten wurden mittels Fragebögen zu ihren psychosozialen Belastungen (Angst, Depression, Coping, Somatisierung und Belastungen in Alltag und Sozialleben) befragt. 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