{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:65"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:65","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Insomnie in der Allgemeinarztpraxis. Eine epidemiologische Studie in Freiburg und Göttingen","abstract":"Im Sommer 1995 wurde in Freiburg und Göttingen eine bizentrische Studie zu <br>Schlafstörungen bei Patienten in 21 Allgemeinarztpraxen durchgeführt. <br>N=2490 Patienten im Alter von 14 bis 92 Jahren wurden mit Hilfe eines Fragebogens <br>befragt. 512 Patienten (20,6%) hatten eine Insomnie nach Kriterien des DSM-III-R. Eine <br>Zusammenfassung von 80 internationalen Studien zur Epidemiologie von Schlafstörungen ergab <br>einen Durchschnittswert für die Insomnie-Häufigkeit von 24,5%. <br>Weitere Literaturergebnisse zur Epidemiologie von Schlafstörungen wurden in ausführlichen Tabellen dargestellt. <br>Personengruppen, bei denen Insomnien gehäuft auftraten, waren (c 2-Test): Frauen, <br>hohes Alter, getrennt/geschieden/verwitwet, Hauptschulabschluß, Rentner, chronische <br>Krankheit, Schichtarbeit, psychiatrische Krankheit, Selbsteinschätzung der Gesundheit <br>(schlecht), Stimmung (schlecht), belastende Lebensereignisse, Hilfe in Belastungssituationen <br>(selten/nie). Eine multiple logistische Regressionsanalyse erbrachte Zusammenhänge mit einer Insomnie nur bei den letzten sechs Variablen. <br>Bei den 512 Patienten mit Insomnie bestand diese in 82% der Fälle schon länger als <br>ein Jahr. In über 25% schon länger als 10 Jahre. Patienten mit Insomnie schliefen im <br>Durchschnitt 5 Stunden und 43 Minuten pro Nacht, 75 Minuten weniger als Patienten ohne <br>Insomnie. Das Verhalten der Patienten bei Schlafstörungen (nichtmedikamentöse Methoden) <br>war häufig kontraproduktiv. <br>Von 512 Patienten mit Insomnie erhielten 46% (N=239) diese Diagnose von ihrem <br>Hausarzt. 334 der 512 Patienten (65%) blieben unbehandelt, 114 bekamen vom Hausarzt <br>Schlafmittel verschrieben (Benzodiazepine 44,7%, pflanzliche Mitteln 23,6%, trizyklischen <br>Antidepressiva 19,2%, Zolpidem oder Zopiclon 15,7%), 120 erhielten nichtmedikamentöse <br>Empfehlungen. <br>Die Wirksamkeit der nichtmedikamentösen Behandlung wurde von den Hausärzten schlechter eingeschätzt als von den Patienten.","abstract_html":"Im Sommer 1995 wurde in Freiburg und Göttingen eine bizentrische Studie zu &lt;br&gt;Schlafstörungen bei Patienten in 21 Allgemeinarztpraxen durchgeführt. &lt;br&gt;N=2490 Patienten im Alter von 14 bis 92 Jahren wurden mit Hilfe eines Fragebogens &lt;br&gt;befragt. 512 Patienten (20,6%) hatten eine Insomnie nach Kriterien des DSM-III-R. 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