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In einer konsekutiven, repräsentativen Stichprobe wurden n=134 PatientInnen mit Hilfe von psychometrischen Instrumenten und einem psychodiagnostischen Interview untersucht. Je nach Breite der Definition erfüllten zwischen 30 (Symptomliste ICD-10) und 59 (Fragebogen SOMS-2) PatientInnen die Kriterien für multiple somatoforme Sym-ptome. Die Schwierigkeit der klaren Abgrenzung einzelner Krankheitsbilder und die große Inhomogenität der Beschwerden werden diskutiert. <br>Ein Viertel (24) der im SOMS-2 auffälligen PatientInnen haben erhöhte Werte für Angst und Depressivität, korrelierend mit der Anzahl der somatoformen Symptome. 78 der im SOMS-2 auffälligen PatientInnen erfüllen die Kriterien für eine somatoforme Störung nach ICD-10. 47 dieser PatientInnen haben zusätzlich eine Angststörung und 32 eine affektive Störung. Die Belastung durch körperliche Beschwerden und psychische Begleitsymptomatik führt auch im Vergleich zu den unbelasteten PatientInnen zu einer signifikanten Einschränkung der Lebensqualität. <br>Auch im ländlichen Bereich finden sich eine hohe Anzahl von PatientInnen mit körperlichen Beschwerden ohne ausreichenden Organbefund, psychischer Begleitsym-ptomatik und eingeschränkter Lebensqualität. Diese PatientInnen sollten rechtzeitig erkannt und behandelt werden, um eine Chronifizierung der Beschwerden, der psychischen Belastungen und der damit verbundenen Gesundheitskosten zu vermeiden.","abstract_html":"Vorangegangene Studien weisen auf das häufige Vorkommen von PatientInnen mit körperlichen Beschwerden ohne ausreichenden Organbefund hin. Bei diesen Patien-tInnen wird eine erhebliche psychische Belastung und eingeschränkte Lebensqualität beschrieben. Die meisten Studien wurden in England oder USA durchgeführt. Deutsche Hausarztpraxen wurden überwiegend in Großstädten untersucht. 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