University of Freiburg
Genetische und physikalische Kartierung eines Genorts für die Fibronektinglomerulopathie (GFND) auf Chromosom 1q32
Abstract
dc:description.abstractDie Fibronektinglomerulopathie GFND ist eine aut-dom. Nierenerkrankung, die mit Albuminurie, mikroskopischen Hämaturie, Hypertonie und renaler tubulärer Azidose Typ IV einhergeht. In der zweiten bis sechsten Nierendekade kommt es zum terminalen Nierenversagen. <br>In der vorliegenden Arbeit wurde der Genort für Uteroglobin auf Kopplung mit der GFND auf Chromosom 11 untersucht, weil die „knockout mouse“ für Uteroglobin ein der GFND ähnliches Krankheitsbild zeigte. Dieser Lokus konnte für die untersuchte Familie als Ursache für die GFND durch Haplotypenanalyse ausgeschlossen werden. <br>Um einen Genort für GFND genetisch zu kartieren, wurde eine „total genome search“ bei 13 an GFND erkrankten und bei 55 nicht erkrankten Individuen mit Verwendung von 297 Mikrosatelliten durchgeführt. Es ergab sich ein maximaler Zweipunkt LOD-Score von Zmax = 4,17 für den Marker D1S249 und ein maximaler Multipoint LOD-Score Zmax = 4,41 für den Marker D1S2782. Durch Rekombinationen konnte das genetische Intervall auf 4,1 cM zwischen den Markern D1S2872 und D1S2891 eingegrenzt werden. <br>Um Kandidatengene für GFND zu finden wurde auf dem eingegrenzten Intervall ein YACKontig erstellt. Dieses Intervall konnte mit den YAC-Klonen 943f8, 823e5 und 908e12 überlappend abgedeckt werden. Nach Längenangaben des Whitehead Institutes ergab sich eine maximale physikalische Distanz von 3,54 Mb für diesen Bereich.Insgesamt konnten 43 EST-Marker kartiert werden, darunter 14 Marker bei denen bereits die cDNA und das zugehörige Genprodukt bekannt waren. Zu diesen gehörten auch fünf Gene, die dem RCA-Kluster des Komplementssystem angehören. Da das Komplementsystem an der Pathogenese von Glomerulopathien beteiligt ist, sind dies interessante Kandidatengene für die Entstehung der GFND. <br>Das Kartieren von weiteren Genen in diese Region kann mehr Kandidatengene hervorbringen.Durch Mutationsanalyse können Defekte in den entsprechenden Genen nachgewiesen werden und so das die GFND verursachende Gen gefunden werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Ruf, Rainer
- Contributors dc:contributor
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- Hildebrandt, Friedhelm
Subjects
dc:subject × 1Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/570
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:570