University of Freiburg
Hämangioblastome des Zentralen Nervensystems und die von Hippel-Lindau Krankheit
Abstract
dc:description.abstractHämangioblastome des Zentralen Nervensystems treten entweder sporadisch oder <br>als Manifestation der autosomal dominant vererbten von Hippel-Lindau Krankheit <br>auf, die sich des weiteren im Wesentlichen durch retinale Angiome, <br>Nierenzellkarzinome und Phäochromozytome auszeichnet. Um die Bedeutung einer genetischen Untersuchung konstitutioneller DNA für Patienten mit Hämangioblastomen zu klären, wurde in der vorliegenden Arbeit das bisher <br>größte Register klinischer Daten von 141 Patienten mit Hämangioblastomen erstellt und auf konstitutionelle Mutationen hin untersucht. Die genetische Diagnostik ist mit einer Sensitivität von 86 sicherer als eine klinische Diagnostik und bildgebenden Verfahren im Einzelnen betrachtet. Sie liefert die entscheidenden Schlüsselinformationen und ermöglicht eine sinnvolle Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen bei den Patienten und deren Familien. Die Ergebnisse dieser Arbeit lassen darauf schließen, dass die genetische <br>Untersuchung für alle Hämangioblastom-Patienten ohne Altersbegrenzung <br>empfohlen werden sollte. <br>Weiterhin wurden in dieser Arbeit die Grundlagen der molekularen Pathogenese des Hämangioblastoms neu überdacht. Bisher galt Knudsons klassische “two hit“ <br>Inaktivierung des VHL-Gens als Dogma für die molekulare Pathogenese des <br>Hämangioblastoms. In der vorliegenden Arbeit wurden bei 42 Hämangioblastomen, <br>darunter 13 sporadische und 29 VHL-assoziierte Tumore, erstmals gleichzeitig alle momentan vermuteten Inaktivierungsmechanismen des VHL-Gens systematisch <br>untersucht. Dabei zeigte sich, dass der “two hit“-Mechanismus offenbar nur für die familiäre Form des Tumors wesentlich ist, bei denen in 62 der Fälle eine <br>Inaktivierung beider Allele des VHL-Gens nachgewiesen wurde. Dies konnte <br>hingegen bei den sporadischen Tumoren nur in 8 der Fälle nachgewiesen werden. <br>Die Mehrzahl der sporadischen Tumore scheint also in ihrer Pathogenese einen <br>anderen Weg zu beschreiten und andere Gene zu involvieren.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Gläsker, Sven
- Contributors dc:contributor
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- Neumann, Hartmut P. H.
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
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- https://freidok.uni-freiburg.de/data/568
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:568