University of Freiburg
Epidemiologie und Versorgungssituation von ambulant nervenärztlich behandelten Patienten mit Zwangsstörung und Zwangssymptomatik
Abstract
dc:description.abstractBislang existiert für den deutschsprachigen Raum keine Studie, die Epidemiologie und Versorgungssituation von Patienten mit Zwangsstörung oder Zwangssymptomen in psychiatrischen Praxen untersucht hätte. <br>Methode: Insgesamt wurden 2282 Patienten in 10 psychiatrischen Praxen mit einem Fragebogen auf das Vorliegen von Zwangssymptomen untersucht. 237 Patienten, die im Fragebogen Hinweise auf das Vorliegen einer Zwangsstörung aufwiesen, wurden mit dem CIDI und der Y-BOCS befragt. <br>Ergebnisse: 12% der Gesamtpopulation litten an einer Zwangsstörung, weitere 7% unter klinisch relevanten Zwangssymptomen. Bei über 70% der Patienten mit Zwangsstörung wurde diese Erkrankung vom Nervenarzt übersehen. 90% der Patienten litten zusätzlich zur Zwangsstörung an einer weiteren komorbiden Störung. Bei Diagnose durch den Nervenarzt wurden 38% der Patienten mit einem Serotoninwiederaufnahmehemmer, 23% mit Verhaltenstherapie und 50% mit einer Kombination beider Verfahren behandelt. <br>Schlussfolgerungen: Zwangsstörungen werden in der nervenärztlichen Praxis häufig übersehen und zur Hälfte korrekt behandelt.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Thiele, Vera
- Contributors dc:contributor
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- Riemann, Dieter
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/562
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:562