{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:558"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:558","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Temperaturentwicklung bei der Markraumbohrung : ein Vergleich verschiedener Bohrtechniken und Bohrsysteme","abstract":"Hintergrund: Bei der Aufbohrung zur Marknagelung kommt es zur Entstehung von Reibungswärme. Es sind Fälle bekannt, bei welchen es zu Osteonekrose nach Aufbohrung kam. Anhand verschiedener Versuchsvorgaben soll hier geklärt werden, ob sich die beim Bohren entstehende Wärme durch einfache Methoden wie der Veränderung der Bohrbedingungen (Vorschub, Drehzahl, Kühlung durch Blutversorgung) oder die Wahl des Bohrsystems reduzieren lässt. <br>Methode: In Teil I wurden Pferdemetatarsi bei klinischen Bedingungen (Drehzahl: 450 U/min; Vorschubkraft: 50 N; mit Wasserbad) und superklinischen Bedingungen (1350 U/min, 75 N; ohne Wasserbad) sowie sechs weiteren Kombinationen in 0,5-mm-Schritten mit dem AO-Standard-System von 13,5 bis 16 mm aufgebohrt. In Teil II wurden vier kommerziell erhältliche Bohrsysteme untereinander und mit dem AO-System (Teil I) verglichen. In Teil III wurden die Ergebnisse der Teile I und II an Humanknochen validiert. In Teil IV wurde eine sehr enge Markhöhle (Ø 6 mm) simuliert und diese direkt mit einem 9-mm-AO-Markraumbohrer aufgebohrt. Die entstehende Temperatur und die benötigte Bohrzeit wurden jeweils festgehalten. <br>Ergebnisse: Mit einfachen Methoden wie der Steigerung der Drehzahl beim Bohren lässt sich die entstehende Reibungswärme senken. Während des Bohrvorgangs sollte auf adäquate Kühlung geachtet werden, die sich aus der physiologischen Durchblutung und zusätzlicher Spülung zusammensetzt. Aufbohren in Blutsperre sollte unterlassen werden. Kommerziell erhältliche Bohrsysteme unterscheiden sich stark hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften und der benötigten Bohrzeit. Zum Vergleich der dabei entstehenden Temperaturen sind weitere Studien erforderlich, die den Einfluss des Wasserbades berücksichtigen. Bei primär mit dem 9-mm-Bohrer aufgebohrten, engen Markhöhlen kommt es zu starker kortikaler Erwärmung mit Temperaturen weit über dem Schwellenwert für thermische Osteonekrose. Enge Markhöhlen sollten mit kleineren Durchmessern vorgebohrt werden.","abstract_html":"Hintergrund: Bei der Aufbohrung zur Marknagelung kommt es zur Entstehung von Reibungswärme. Es sind Fälle bekannt, bei welchen es zu Osteonekrose nach Aufbohrung kam. Anhand verschiedener Versuchsvorgaben soll hier geklärt werden, ob sich die beim Bohren entstehende Wärme durch einfache Methoden wie der Veränderung der Bohrbedingungen (Vorschub, Drehzahl, Kühlung durch Blutversorgung) oder die Wahl des Bohrsystems reduzieren lässt. &lt;br&gt;Methode: In Teil I wurden Pferdemetatarsi bei klinischen Bedingungen (Drehzahl: 450 U/min; Vorschubkraft: 50 N; mit Wasserbad) und superklinischen Bedingungen (1350 U/min, 75 N; ohne Wasserbad) sowie sechs weiteren Kombinationen in 0,5-mm-Schritten mit dem AO-Standard-System von 13,5 bis 16 mm aufgebohrt. In Teil II wurden vier kommerziell erhältliche Bohrsysteme untereinander und mit dem AO-System (Teil I) verglichen. 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