{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:515"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:515","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Diskrepanzen in der CMV-Serologie : serologische Evaluation mit möglichen Konsequenzen für die Transplantationsmedizin","abstract":"Innerhalb der CMV-Diagnostik ist die zuverlässige Bestimmung des Serostatus besonders im Bereich Transplantationsmedizin von weitreichender Bedeutung. Über ELISA-Ergebnisse definierte Seren wurden einer Nachuntersuchung mithilfe eines kommerziellen CMV-IFT unterzogen, bei dem infizierte und nicht-infizierte Zellen gemischt vorliegen und damit eine deutliche Differenzierung zwischen positiven, negativen und unspezifischen Reaktionen ermöglichen. <br>Es zeigt sich, daß ELISA-positive Seren zu 98% auch IFT-positiv sind. Beunruhigendere Diskrepanzen ergaben sich aus der Nachuntersuchung der über ELISA definierten CMV-negativen Seren. Mehr als die Hälfte der ausgewählten ELISA-negativen Seren ergaben im CMV-IFT eine positive Reaktion spezifisch mit den infizierten Zellen im Test. Hier liegen sicher IFT-positive Ergebnisse vor, die den ELISA-Befunden (erhoben mittels mehrerer kommerziell erhältlicher ELISAs) direkt widersprechen.. <br>Es gelang uns, bisher 20 ELISA-negative, PCR-positive Seren transplantierter Patienten mithilfe des IFTs als positiv zu erkennen. In 14 von 17 dieser Fälle wurden IFT-positive/ELISA-negative Seren dieser Patienten durch einen Immunblot mit rekombinanten Antigenen als seropositiv bestätigt. <br>Aufgrund dieser Ergebnisse möchten wir zu einer Umstellung in der CMV-Serodiagnostik aufrufen, da nach unserer Beurteilung der ELISA nicht sensitiv genug ist, um eine sichere Testung zu gewährleisten. Da das Haupteinsatzgebiet der CMV-Diagnostik die Transplantationsmedizin betrifft, muß andernfalls mit CMV-Übertragungen durch Spenderorgane bzw. Blutprodukte gerechnet werden, die den immunsupprimierten Patienten äußerst gefährden können. Wir schlagen daher vor, anstelle des ELISAs vermehrt den kommerziellen Immunfluoreszenztest einzusetzen, der offensichtlich eine höhere Sensitivität aufweist und dadurch dem Patienten ein größeres Maß an Sicherheit vor Infektionen unter Immunsuppression bietet.","abstract_html":"Innerhalb der CMV-Diagnostik ist die zuverlässige Bestimmung des Serostatus besonders im Bereich Transplantationsmedizin von weitreichender Bedeutung. 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Wir schlagen daher vor, anstelle des ELISAs vermehrt den kommerziellen Immunfluoreszenztest einzusetzen, der offensichtlich eine höhere Sensitivität aufweist und dadurch dem Patienten ein größeres Maß an Sicherheit vor Infektionen unter Immunsuppression bietet.","In cytomegalovirus diagnostics the reliability of serological methods is of primary importance especially in the area of transplant medicine. Sera whose serostatus had been previously determined by an ELISA were reevaluated by a commercial IFT. This IFT is composed of a mixture of uninfected and infected cells, thus allowing a high degree of differentiation between positive, negative and unspecific results. <br>98% of the ELISA-positive sera tested seropositive also in the IFT. More unsettling discrepancies were found by reevaluating ELISA-negative sera. Over half of the latter tested CMV-positive in the IFT as they reacted specifically with the CMV-proteins found only in infected cells. These positive reactions undoubtedly contradict the results of the ELISA method (several commercial ELISAs were employed). <br>So far we have found 20 PCR-positive transplant recipients recorded as CMV-negative by an ELISA who were all identified as CMV-positive by the IFT. 14 out of 17 of these sera were further confirmed as seropositive by an immunoblot using recombinant antigens. <br>These results call for a change in CMV-serodiagnostics. The ELISA seems to be fundamentally lacking in sensitivity, resulting in repeated false-negative test results. The continued use of such an unreliable method will further endanger CMV-negative transplant recipients (already at a high risk for infections under immunosuppression) by making them susceptible to direct infection via CMV-positive graft and/or blood products. This makes the ELISA highly inappropriate as a standard test procedure. <br>We therefore recommend replacing the ELISA by the more sensitive and reliable commercial IFT as the standard method in CMV-serodiagnostics. We believe it will reduce immunosuppressed patients` risk of potentially lethal cytomegalovirus infections."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Diskrepanzen in der CMV-Serologie : serologische Evaluation mit möglichen Konsequenzen für die Transplantationsmedizin","Discrepancies in CMV-serology : an evaluation of serological methods with possible consequences for transplant medicine"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Bauer, Georg"],"dc:creator":["Gaede, Julia"],"dc:description.abstract":["Innerhalb der CMV-Diagnostik ist die zuverlässige Bestimmung des Serostatus besonders im Bereich Transplantationsmedizin von weitreichender Bedeutung. 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