University of Freiburg
Effekte des selektiven MAO-A-Hemmers Befloxaton auf den Speichelcortisolspiegel sowie das subjektive Schlafempfinden
Abstract
dc:description.abstractBei einer Depression findet man sowohl Schlafstörungen als auch eine Überfunktion der HPA-Achse, die unter anderem zu einer Erhöhung des Cortisolspiegels führt. Antidepressiva haben, neben dem stimmungsaufhellenden Effekt, sowohl Einfluss auf den Schlaf als auch auf die endokrinen Parameter.<br>In der vorliegenden pharmakologischen Phase-I-Studie wurden die Auswirkungen von Befloxaton, einem reversiblen und selektiven MAO-A-Hemmer, auf den subjektiven Schlaf sowie den Speichelcortisolspiegel untersucht. <br>Die Studie wurde randomisiert, doppelblind und unter Placebokontrolle durchgeführt. 15 gesunde Probanden erhielten Befloxaton in der Dosierung von 5 mg, 10 mg und 20 mg sowie als Referenzsubstanz Imipramin 75 mg und Placebo. Die Medikamente wurden jeweils einmalig in wöchentlichen Abständen um 21 Uhr verabreicht. Der subjektive Schlaf wurde durch den Schlaffragebogen-A (n=15) um 7 Uhr am darauf folgenden Morgen beurteilt. Die Cortisolkonzentrationen wurden um 20, 21 (direkt vor der Medikation), 22, 23 und 8 Uhr gemessen (n=10). Befloxaton (5 mg, 10 mg und 20 mg) zeigte keinen signifikanten Einfluss auf die subjektiven Schlafparameter gegenüber Placebo. In allen Dosierungen schnitt Befloxaton signifikant besser ab als Imipramin 75 mg. Im Vergleich von Imipramin zu Befloxaton 20 mg war dieser Unterschied allerdings weniger ausgeprägt. Somit deutet sich eine tendenzielle Verschlech-terung des subjektiven Schlafempfindens unter der höheren Dosis von Befloxaton (20 mg) an. <br>Die subjektiven und objektiven (Polysomnographie: 23-7 Uhr) Schlafparameter stimmten sowohl für Befloxaton als auch für Imipramin gut miteinander überein. <br>Für die Speichelcortisolwerte zeigten sich weder unter der Medikation mit Befloxaton noch unter der Imipramingabe signifikante Unterschiede zu den jeweiligen Messzeiten. Ob Befloxaton den Cortisolspiegel während der Schlafperiode (ca. 2h-10h nach der Medikation) verändert, konnte mit diesem Studienaufbau nicht untersucht werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Möller, Frauke Simone
- Contributors dc:contributor
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- Riemann, Dieter
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/473
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:473