{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:435"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:435","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Genetische Diagnostik bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs : Risikowahrnehmung, Früherkennungsverhalten, Einstellungen und Untersuchungsintention","abstract":"In der Studie wurden in einem Querschnittdesign motivationale Einstellungen vor der Inanspruchnahme genetischer Beratung bei nicht erkrankten Personen mit einem familiärem Brustkrebs- und/oder Eierstockkrebsrisiko untersucht (N=94). Es wurden Prädiktoren der Risikowahrnehmung, des Früherkennungsverhaltens, der Einstellungen zur genetischen Diagnostik und zur Untersuchungsintention ermittelt. Ausgewertet wurden Selbstangaben der Studienteilnehmer, Stammbaumdaten und die Inanspruchnahme der genetischen Untersuchung. <br>Als signifikante Prädiktoren der Untersuchungsintention erwiesen sich die persönliche Erwartung, einen ungünstigen Untersuchungsbefund bewältigen zu können, und die Empfehlung zur Untersuchung durch Ärzte oder Angehörige. Die persönliche Gefährdung durch Brust-/Eierstockkrebs wird von 88 der Studienteilnehmerinnen überschätzt. Die subjektive Risikoeinschätzung ließ sich durch das Merkmal Geschlecht und die wahrgenommene Kontrollierbarkeit von Gesundheit vorhersagen. Am bedeutsamsten war den Studienteilnehmerinnen mittels der genetischen Beratung und ggf. Untersuchung zu erfahren, ob sie das Früherkennungsverhalten verstärken müssen, Gewißheit zu erlangen und das Erkrankungsrisiko der Kinder in Erfahrung zu bringen. Das bereits praktizierte Früherkennungsverhalten lag höher als in der weiblichen Allgemeinbevölkerung, aber entsprach nicht den Empfehlungen des Konsortiums Hereditäres Mamma- und Ovarialkarzinom. <br>Die Entscheidung, eine Genanalyse durchführen zu lassen, war in erster Linie abhängig von der empirischen Mutationsträgerwahrscheinlichkeit, die durch den Genetiker bestimmt wurde. Die Inanspruchnahme der Genuntersuchung war entsprechend hoch. Nur 5 der Hochrisikopersonen entscheiden sich aus persönlichen Gründen gegen eine Genuntersuchung. <br>Auch wenn der Charakter der Studie aufgrund methodischer Einschränkungen als explorativ zu bewerten ist, untersteichen die Ergebnisse den Informationsbedarf von Risikopersonen vor einer Genuntersuchung.","abstract_html":"In der Studie wurden in einem Querschnittdesign motivationale Einstellungen vor der Inanspruchnahme genetischer Beratung bei nicht erkrankten Personen mit einem familiärem Brustkrebs- und/oder Eierstockkrebsrisiko untersucht (N=94). Es wurden Prädiktoren der Risikowahrnehmung, des Früherkennungsverhaltens, der Einstellungen zur genetischen Diagnostik und zur Untersuchungsintention ermittelt. Ausgewertet wurden Selbstangaben der Studienteilnehmer, Stammbaumdaten und die Inanspruchnahme der genetischen Untersuchung. &lt;br&gt;Als signifikante Prädiktoren der Untersuchungsintention erwiesen sich die persönliche Erwartung, einen ungünstigen Untersuchungsbefund bewältigen zu können, und die Empfehlung zur Untersuchung durch Ärzte oder Angehörige. Die persönliche Gefährdung durch Brust-/Eierstockkrebs wird von 88 der Studienteilnehmerinnen überschätzt. Die subjektive Risikoeinschätzung ließ sich durch das Merkmal Geschlecht und die wahrgenommene Kontrollierbarkeit von Gesundheit vorhersagen. Am bedeutsamsten war den Studienteilnehmerinnen mittels der genetischen Beratung und ggf. Untersuchung zu erfahren, ob sie das Früherkennungsverhalten verstärken müssen, Gewißheit zu erlangen und das Erkrankungsrisiko der Kinder in Erfahrung zu bringen. Das bereits praktizierte Früherkennungsverhalten lag höher als in der weiblichen Allgemeinbevölkerung, aber entsprach nicht den Empfehlungen des Konsortiums Hereditäres Mamma- und Ovarialkarzinom. &lt;br&gt;Die Entscheidung, eine Genanalyse durchführen zu lassen, war in erster Linie abhängig von der empirischen Mutationsträgerwahrscheinlichkeit, die durch den Genetiker bestimmt wurde. Die Inanspruchnahme der Genuntersuchung war entsprechend hoch. Nur 5 der Hochrisikopersonen entscheiden sich aus persönlichen Gründen gegen eine Genuntersuchung. &lt;br&gt;Auch wenn der Charakter der Studie aufgrund methodischer Einschränkungen als explorativ zu bewerten ist, untersteichen die Ergebnisse den Informationsbedarf von Risikopersonen vor einer Genuntersuchung.","abstract_has_math":false,"creators":["Worringen, Ulrike"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Bengel, Jürgen"],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":null,"date_issued":"","date_published":null,"updated_at":"2026-07-24T02:21:41Z","subjects":["Genetische Diagnostik","Risikowahrnehmung","Früherkennungsuntersuchung","Untersuchungsintention","BRCA1 und BRCA2","genetic testing","motivation","breast and ovarian cancer","risk perception","prevention behavior"],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/data/435","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Bengel, Jürgen"]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Worringen, Ulrike"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["DoctoralThesis"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["Genetische Diagnostik","Risikowahrnehmung","Früherkennungsuntersuchung","Untersuchungsintention","BRCA1 und BRCA2","genetic testing","motivation","breast and ovarian cancer","risk perception","prevention behavior"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["In der Studie wurden in einem Querschnittdesign motivationale Einstellungen vor der Inanspruchnahme genetischer Beratung bei nicht erkrankten Personen mit einem familiärem Brustkrebs- und/oder Eierstockkrebsrisiko untersucht (N=94). Es wurden Prädiktoren der Risikowahrnehmung, des Früherkennungsverhaltens, der Einstellungen zur genetischen Diagnostik und zur Untersuchungsintention ermittelt. Ausgewertet wurden Selbstangaben der Studienteilnehmer, Stammbaumdaten und die Inanspruchnahme der genetischen Untersuchung. <br>Als signifikante Prädiktoren der Untersuchungsintention erwiesen sich die persönliche Erwartung, einen ungünstigen Untersuchungsbefund bewältigen zu können, und die Empfehlung zur Untersuchung durch Ärzte oder Angehörige. Die persönliche Gefährdung durch Brust-/Eierstockkrebs wird von 88 der Studienteilnehmerinnen überschätzt. Die subjektive Risikoeinschätzung ließ sich durch das Merkmal Geschlecht und die wahrgenommene Kontrollierbarkeit von Gesundheit vorhersagen. Am bedeutsamsten war den Studienteilnehmerinnen mittels der genetischen Beratung und ggf. Untersuchung zu erfahren, ob sie das Früherkennungsverhalten verstärken müssen, Gewißheit zu erlangen und das Erkrankungsrisiko der Kinder in Erfahrung zu bringen. Das bereits praktizierte Früherkennungsverhalten lag höher als in der weiblichen Allgemeinbevölkerung, aber entsprach nicht den Empfehlungen des Konsortiums Hereditäres Mamma- und Ovarialkarzinom. <br>Die Entscheidung, eine Genanalyse durchführen zu lassen, war in erster Linie abhängig von der empirischen Mutationsträgerwahrscheinlichkeit, die durch den Genetiker bestimmt wurde. Die Inanspruchnahme der Genuntersuchung war entsprechend hoch. Nur 5 der Hochrisikopersonen entscheiden sich aus persönlichen Gründen gegen eine Genuntersuchung. <br>Auch wenn der Charakter der Studie aufgrund methodischer Einschränkungen als explorativ zu bewerten ist, untersteichen die Ergebnisse den Informationsbedarf von Risikopersonen vor einer Genuntersuchung.","The study examined predictors of the risk perception, the prevention behaviour, the attitudes to genetic testing and the intention to be tested for mutations in the tumour suppressor genes BRCA1 and BRCA2. The sample consisted of 94 non-affected women and men who were taking part in a research program established by the German Cancer Foundation providing a multidisciplinary counselling setting. The study explored attitudes prior to the first counselling session. The design was cross-sectional. Subjects completed self-report psychological questionnaires. Socio-demographic, risk and psychological variables were controlled for. <br>Most persons (88) overestimated their risk to get cancer. The local of health control and sex predicted the risk perception. The subjects' expectations were especially to learn about personal prevention possibilities, to get assurance and to learn about the risk for their progeny. The prevention behaviour was stronger than in the normal population but did not fit the screening recommendations of the Consortium of Hereditary Breast and Ovarian Cancer. <br>In a regression analysis self-efficacy was identified to be a cognitive predictor of the intention to be tested. Also, the recommendation of a doctor or a relative determined the intention to be tested. The decision to take up genetic testing was determined by the empirical risk to be mutation carrier as told in the genetic counselling. The uptake was high. Just 5 of the high risk persons decided not to be tested because they could not see a personal benefit of testing after the counselling session. <br>Despite the study's limitations with regard to design and assessment of variables the results demonstrate the importance of interdisciplinary counselling for persons at risk."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Genetische Diagnostik bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs : Risikowahrnehmung, Früherkennungsverhalten, Einstellungen und Untersuchungsintention","Genetic testing for hereditary breast and ovarian cancer : risk perception, prevention behavior, attitudes and intention to get tested"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Bengel, Jürgen"],"dc:creator":["Worringen, Ulrike"],"dc:description.abstract":["In der Studie wurden in einem Querschnittdesign motivationale Einstellungen vor der Inanspruchnahme genetischer Beratung bei nicht erkrankten Personen mit einem familiärem Brustkrebs- und/oder Eierstockkrebsrisiko untersucht (N=94). Es wurden Prädiktoren der Risikowahrnehmung, des Früherkennungsverhaltens, der Einstellungen zur genetischen Diagnostik und zur Untersuchungsintention ermittelt. Ausgewertet wurden Selbstangaben der Studienteilnehmer, Stammbaumdaten und die Inanspruchnahme der genetischen Untersuchung. <br>Als signifikante Prädiktoren der Untersuchungsintention erwiesen sich die persönliche Erwartung, einen ungünstigen Untersuchungsbefund bewältigen zu können, und die Empfehlung zur Untersuchung durch Ärzte oder Angehörige. Die persönliche Gefährdung durch Brust-/Eierstockkrebs wird von 88 der Studienteilnehmerinnen überschätzt. Die subjektive Risikoeinschätzung ließ sich durch das Merkmal Geschlecht und die wahrgenommene Kontrollierbarkeit von Gesundheit vorhersagen. Am bedeutsamsten war den Studienteilnehmerinnen mittels der genetischen Beratung und ggf. Untersuchung zu erfahren, ob sie das Früherkennungsverhalten verstärken müssen, Gewißheit zu erlangen und das Erkrankungsrisiko der Kinder in Erfahrung zu bringen. Das bereits praktizierte Früherkennungsverhalten lag höher als in der weiblichen Allgemeinbevölkerung, aber entsprach nicht den Empfehlungen des Konsortiums Hereditäres Mamma- und Ovarialkarzinom. <br>Die Entscheidung, eine Genanalyse durchführen zu lassen, war in erster Linie abhängig von der empirischen Mutationsträgerwahrscheinlichkeit, die durch den Genetiker bestimmt wurde. Die Inanspruchnahme der Genuntersuchung war entsprechend hoch. Nur 5 der Hochrisikopersonen entscheiden sich aus persönlichen Gründen gegen eine Genuntersuchung. <br>Auch wenn der Charakter der Studie aufgrund methodischer Einschränkungen als explorativ zu bewerten ist, untersteichen die Ergebnisse den Informationsbedarf von Risikopersonen vor einer Genuntersuchung.","The study examined predictors of the risk perception, the prevention behaviour, the attitudes to genetic testing and the intention to be tested for mutations in the tumour suppressor genes BRCA1 and BRCA2. The sample consisted of 94 non-affected women and men who were taking part in a research program established by the German Cancer Foundation providing a multidisciplinary counselling setting. The study explored attitudes prior to the first counselling session. The design was cross-sectional. Subjects completed self-report psychological questionnaires. Socio-demographic, risk and psychological variables were controlled for. <br>Most persons (88) overestimated their risk to get cancer. The local of health control and sex predicted the risk perception. The subjects' expectations were especially to learn about personal prevention possibilities, to get assurance and to learn about the risk for their progeny. The prevention behaviour was stronger than in the normal population but did not fit the screening recommendations of the Consortium of Hereditary Breast and Ovarian Cancer. <br>In a regression analysis self-efficacy was identified to be a cognitive predictor of the intention to be tested. Also, the recommendation of a doctor or a relative determined the intention to be tested. The decision to take up genetic testing was determined by the empirical risk to be mutation carrier as told in the genetic counselling. The uptake was high. Just 5 of the high risk persons decided not to be tested because they could not see a personal benefit of testing after the counselling session. <br>Despite the study's limitations with regard to design and assessment of variables the results demonstrate the importance of interdisciplinary counselling for persons at risk."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["Genetische Diagnostik","Risikowahrnehmung","Früherkennungsuntersuchung","Untersuchungsintention","BRCA1 und BRCA2","genetic testing","motivation","breast and ovarian cancer","risk perception","prevention behavior"],"dc:title":["Genetische Diagnostik bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs : Risikowahrnehmung, Früherkennungsverhalten, Einstellungen und Untersuchungsintention","Genetic testing for hereditary breast and ovarian cancer : risk perception, prevention behavior, attitudes and intention to get tested"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:21:41Z"}