{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:404"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:404","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Gentechnische Modifikationen der Arylsulfatase B zur Entwicklung von Therapien für das Maroteaux-Lamy-Syndrom","abstract":"Das Maroteaux-Lamy-Syndrom (Mukopolysaccharidose Typ VI, MPS VI) ist eine autosomal rezessiv vererbte lysosomale Speicherkrankheit. Zwischenprodukte des Dermatan- und Chondroitinsulfat-Abbaus akkumulieren in den Lysosomen als Folge einer Defizienz der Arylsulfatase B (ASB). Die ASB wird über Mannose-6-Phosphate an den Oligosaccharidketten ins Lysosom sortiert. Die humane ASB (huASB) hat sechs potentielle Glykosylierungsstellen. Es konnte bisher weder gezeigt werden, ob diese sechs Glykosylierungsstellen wirklich glykosyliert sind, noch wo die Mannose-6-Phosphat-Erkennungssignale lokalisiert sind. Für eine optimierte, therapeutisch wirksame rekombinante huASB ist eine erhöhte Sekretion angestrebt. Daher wurden vier der sechs potentiellen Glykosylierungsstellen durch ortsspezifische Mutagenese ausgetauscht. Für drei Glykosylierungsmutanten N188Q, N279Q und N366Q konnten stabil exprimierende Zelllinien generiert und rekombinantes, enzymatisch aktives Enzym gereinigt werden. Es konnte gezeigt werden, dass die huASB an den Positionen N188, N279 und N366 tatsächlich glykosyliert ist. Weiterhin scheinen diese Glykosylierungen weder für die Sortierung noch für die Prozessierung der huASB essentiell zu sein. Interessanterweise konnte die Sekretion der Glykosylierungsmutante N188Q um das 1,4fache gesteigert werden. Weiterhin war die Substrataffinität für p-Nitrocatecholsulfat für N188Q und N366Q erhöht. Für N366Q war außerdem die enzymatische Aktivität verbessert. Zusammengefasst, können diese beiden Glykosylierungsmutanten N188Q und N366Q vorteilhaft für die Anwendung sowohl in der Gentherapie als auch Enzymersatztherapie sein. Um das existierende Mausmodell für MPS VI zu verbessern, wurde eine transgene Maus generiert, die eine inaktive Variante der huASB exprimiert. Dieses neue Mausmodell sollte immuntolerant sein für die Applikation rekombinanter huASB und daher besser die Situation der MPS VI Patienten wiederspiegeln, die meist noch ASB-Protein exprimieren.","abstract_html":"Das Maroteaux-Lamy-Syndrom (Mukopolysaccharidose Typ VI, MPS VI) ist eine autosomal rezessiv vererbte lysosomale Speicherkrankheit. Zwischenprodukte des Dermatan- und Chondroitinsulfat-Abbaus akkumulieren in den Lysosomen als Folge einer Defizienz der Arylsulfatase B (ASB). Die ASB wird über Mannose-6-Phosphate an den Oligosaccharidketten ins Lysosom sortiert. Die humane ASB (huASB) hat sechs potentielle Glykosylierungsstellen. Es konnte bisher weder gezeigt werden, ob diese sechs Glykosylierungsstellen wirklich glykosyliert sind, noch wo die Mannose-6-Phosphat-Erkennungssignale lokalisiert sind. Für eine optimierte, therapeutisch wirksame rekombinante huASB ist eine erhöhte Sekretion angestrebt. Daher wurden vier der sechs potentiellen Glykosylierungsstellen durch ortsspezifische Mutagenese ausgetauscht. Für drei Glykosylierungsmutanten N188Q, N279Q und N366Q konnten stabil exprimierende Zelllinien generiert und rekombinantes, enzymatisch aktives Enzym gereinigt werden. Es konnte gezeigt werden, dass die huASB an den Positionen N188, N279 und N366 tatsächlich glykosyliert ist. Weiterhin scheinen diese Glykosylierungen weder für die Sortierung noch für die Prozessierung der huASB essentiell zu sein. Interessanterweise konnte die Sekretion der Glykosylierungsmutante N188Q um das 1,4fache gesteigert werden. Weiterhin war die Substrataffinität für p-Nitrocatecholsulfat für N188Q und N366Q erhöht. Für N366Q war außerdem die enzymatische Aktivität verbessert. Zusammengefasst, können diese beiden Glykosylierungsmutanten N188Q und N366Q vorteilhaft für die Anwendung sowohl in der Gentherapie als auch Enzymersatztherapie sein. Um das existierende Mausmodell für MPS VI zu verbessern, wurde eine transgene Maus generiert, die eine inaktive Variante der huASB exprimiert. Dieses neue Mausmodell sollte immuntolerant sein für die Applikation rekombinanter huASB und daher besser die Situation der MPS VI Patienten wiederspiegeln, die meist noch ASB-Protein exprimieren.","abstract_has_math":false,"creators":["Martinez, Elke"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Peters, Christoph"],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":null,"date_issued":"","date_published":null,"updated_at":"2026-07-24T02:21:41Z","subjects":["Arylsulfatase B","MPSVI","Mannose-6-Phosphat-Erkennungssignal","transgene Maus","Mukopolysaccharidose"],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/data/404","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Peters, Christoph"]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Martinez, Elke"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["DoctoralThesis"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["Arylsulfatase B","MPSVI","Mannose-6-Phosphat-Erkennungssignal","transgene Maus","Mukopolysaccharidose"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["Das Maroteaux-Lamy-Syndrom (Mukopolysaccharidose Typ VI, MPS VI) ist eine autosomal rezessiv vererbte lysosomale Speicherkrankheit. Zwischenprodukte des Dermatan- und Chondroitinsulfat-Abbaus akkumulieren in den Lysosomen als Folge einer Defizienz der Arylsulfatase B (ASB). Die ASB wird über Mannose-6-Phosphate an den Oligosaccharidketten ins Lysosom sortiert. Die humane ASB (huASB) hat sechs potentielle Glykosylierungsstellen. Es konnte bisher weder gezeigt werden, ob diese sechs Glykosylierungsstellen wirklich glykosyliert sind, noch wo die Mannose-6-Phosphat-Erkennungssignale lokalisiert sind. Für eine optimierte, therapeutisch wirksame rekombinante huASB ist eine erhöhte Sekretion angestrebt. Daher wurden vier der sechs potentiellen Glykosylierungsstellen durch ortsspezifische Mutagenese ausgetauscht. Für drei Glykosylierungsmutanten N188Q, N279Q und N366Q konnten stabil exprimierende Zelllinien generiert und rekombinantes, enzymatisch aktives Enzym gereinigt werden. Es konnte gezeigt werden, dass die huASB an den Positionen N188, N279 und N366 tatsächlich glykosyliert ist. Weiterhin scheinen diese Glykosylierungen weder für die Sortierung noch für die Prozessierung der huASB essentiell zu sein. Interessanterweise konnte die Sekretion der Glykosylierungsmutante N188Q um das 1,4fache gesteigert werden. Weiterhin war die Substrataffinität für p-Nitrocatecholsulfat für N188Q und N366Q erhöht. Für N366Q war außerdem die enzymatische Aktivität verbessert. Zusammengefasst, können diese beiden Glykosylierungsmutanten N188Q und N366Q vorteilhaft für die Anwendung sowohl in der Gentherapie als auch Enzymersatztherapie sein. Um das existierende Mausmodell für MPS VI zu verbessern, wurde eine transgene Maus generiert, die eine inaktive Variante der huASB exprimiert. Dieses neue Mausmodell sollte immuntolerant sein für die Applikation rekombinanter huASB und daher besser die Situation der MPS VI Patienten wiederspiegeln, die meist noch ASB-Protein exprimieren.","The Maroteaux-Lamy-Syndrome (Mucopolysaccharidosis type VI, MPS VI) represents an autosomal rezessiv inherited lysosomal storage disease. Intermediates of the dermatan- and chondroitinsulfate degradation pathway accumulate in the lysosome in consequence of a deficiency of the arylsulfatase B (ASB). Lysosomal sorting of ASB occurs by mannose-6-phosphate marked oligosaccharides. The human ASB exhibits six potential glycosylation sites. It has not been shown, which of these potential glycosylation sites are indeed glycosylated and carry the sorting signal mannose-6-phosphate. For development of an optimised recombinant arylsulfatase B for therapeutic approaches an increased secretion of the enzyme is desirable. Thus four of the six potential glycosylation sites of the human ASB (possibly bearing the sorting signal mannose-6-phosphate) were mutated by site directed mutagenesis. For the three mutants N188Q, N279Q, N366Q stably expressing cell lines were established and recombinant, enzymatically active human ASB protein was purified. It was shown, that the human ASB is indeed glycosylated at the positions N188, N279 and N366. Furthermore these glycosylation sites seem not to be essentiell for lysosomal sorting or processing of the human ASB. Interestingly the secretion of the mutant N188Q was increased 1.4 fold. Furthermore the substrate affinity (Km) for p-nitrocatecholsulfate was enhanced for N188Q and N366Q. For N366Q the enzymatic activity (Vmax) was increased. In summary, these two glycosylation mutants N188Q and N366Q could result in improvement of therapeutic approaches like gene therapy and enzyme substitution therapy. To improve the existing mouse model for MPS VI, a transgenic mouse expressing an inactive mutant of the human ASB was generated. This new mouse model should be immuntolerant towards administered recombinant human ASB and therefore represent the situation of the patients, which often express a remnant ASB protein."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Gentechnische Modifikationen der Arylsulfatase B zur Entwicklung von Therapien für das Maroteaux-Lamy-Syndrom","Genetic engineering of the arylsulfatase B for the development of therapies for the Maroteaux-Lamy-Syndrome"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Peters, Christoph"],"dc:creator":["Martinez, Elke"],"dc:description.abstract":["Das Maroteaux-Lamy-Syndrom (Mukopolysaccharidose Typ VI, MPS VI) ist eine autosomal rezessiv vererbte lysosomale Speicherkrankheit. Zwischenprodukte des Dermatan- und Chondroitinsulfat-Abbaus akkumulieren in den Lysosomen als Folge einer Defizienz der Arylsulfatase B (ASB). Die ASB wird über Mannose-6-Phosphate an den Oligosaccharidketten ins Lysosom sortiert. Die humane ASB (huASB) hat sechs potentielle Glykosylierungsstellen. Es konnte bisher weder gezeigt werden, ob diese sechs Glykosylierungsstellen wirklich glykosyliert sind, noch wo die Mannose-6-Phosphat-Erkennungssignale lokalisiert sind. Für eine optimierte, therapeutisch wirksame rekombinante huASB ist eine erhöhte Sekretion angestrebt. Daher wurden vier der sechs potentiellen Glykosylierungsstellen durch ortsspezifische Mutagenese ausgetauscht. Für drei Glykosylierungsmutanten N188Q, N279Q und N366Q konnten stabil exprimierende Zelllinien generiert und rekombinantes, enzymatisch aktives Enzym gereinigt werden. Es konnte gezeigt werden, dass die huASB an den Positionen N188, N279 und N366 tatsächlich glykosyliert ist. Weiterhin scheinen diese Glykosylierungen weder für die Sortierung noch für die Prozessierung der huASB essentiell zu sein. Interessanterweise konnte die Sekretion der Glykosylierungsmutante N188Q um das 1,4fache gesteigert werden. Weiterhin war die Substrataffinität für p-Nitrocatecholsulfat für N188Q und N366Q erhöht. Für N366Q war außerdem die enzymatische Aktivität verbessert. Zusammengefasst, können diese beiden Glykosylierungsmutanten N188Q und N366Q vorteilhaft für die Anwendung sowohl in der Gentherapie als auch Enzymersatztherapie sein. Um das existierende Mausmodell für MPS VI zu verbessern, wurde eine transgene Maus generiert, die eine inaktive Variante der huASB exprimiert. Dieses neue Mausmodell sollte immuntolerant sein für die Applikation rekombinanter huASB und daher besser die Situation der MPS VI Patienten wiederspiegeln, die meist noch ASB-Protein exprimieren.","The Maroteaux-Lamy-Syndrome (Mucopolysaccharidosis type VI, MPS VI) represents an autosomal rezessiv inherited lysosomal storage disease. Intermediates of the dermatan- and chondroitinsulfate degradation pathway accumulate in the lysosome in consequence of a deficiency of the arylsulfatase B (ASB). Lysosomal sorting of ASB occurs by mannose-6-phosphate marked oligosaccharides. The human ASB exhibits six potential glycosylation sites. It has not been shown, which of these potential glycosylation sites are indeed glycosylated and carry the sorting signal mannose-6-phosphate. For development of an optimised recombinant arylsulfatase B for therapeutic approaches an increased secretion of the enzyme is desirable. Thus four of the six potential glycosylation sites of the human ASB (possibly bearing the sorting signal mannose-6-phosphate) were mutated by site directed mutagenesis. For the three mutants N188Q, N279Q, N366Q stably expressing cell lines were established and recombinant, enzymatically active human ASB protein was purified. It was shown, that the human ASB is indeed glycosylated at the positions N188, N279 and N366. Furthermore these glycosylation sites seem not to be essentiell for lysosomal sorting or processing of the human ASB. Interestingly the secretion of the mutant N188Q was increased 1.4 fold. Furthermore the substrate affinity (Km) for p-nitrocatecholsulfate was enhanced for N188Q and N366Q. For N366Q the enzymatic activity (Vmax) was increased. In summary, these two glycosylation mutants N188Q and N366Q could result in improvement of therapeutic approaches like gene therapy and enzyme substitution therapy. To improve the existing mouse model for MPS VI, a transgenic mouse expressing an inactive mutant of the human ASB was generated. This new mouse model should be immuntolerant towards administered recombinant human ASB and therefore represent the situation of the patients, which often express a remnant ASB protein."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["Arylsulfatase B","MPSVI","Mannose-6-Phosphat-Erkennungssignal","transgene Maus","Mukopolysaccharidose"],"dc:title":["Gentechnische Modifikationen der Arylsulfatase B zur Entwicklung von Therapien für das Maroteaux-Lamy-Syndrom","Genetic engineering of the arylsulfatase B for the development of therapies for the Maroteaux-Lamy-Syndrome"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:21:41Z"}