University of Freiburg
Die ß-Untereinheit minK verändert die Reaktion des menschlichen Kaliumkanals KvLQT1 auf Änderungen des zytosolischen pH, seine Temperaturempfindlichkeit und seine Empfindlichkeit für Pharmaka
Abstract
dc:description.abstractSeitdem bekannt ist, dass KvLQT1 und minK durch Zusammenlagerung den KvLQT1/minK-Kanal bilden, wurden einige fundamentale Unterschiede zwischen den Strömen IKv und IKs beschrieben, die durch diese Kanäle geleitet werden. Die Assoziation mit dem minK-Protein führt sowohl zu Veränderungen der biophysikalischen Eigenschaften, wie der Spannungsabhängigkeit und der Aktivierungskinetik des Stromes, als auch zu einer unterschiedlichen Empfindlichkeit für Pharmaka. So zeigt IKs eine höhere Empfindlichkeit als IKv für die Hemmstoffe 293B, Azimilid und 17-?-Östradiol sowie für den Kanalaktivator Mefenaminsäure. <br>Diese Arbeit fügt zu den bekannten Unterschieden nun vier neue Punkte hinzu: <br>1. IKs zeigt eine stärkere Temperaturabhängigkeit, als IKv. <br>2. IKs und IKv werden durch Veränderungen des pHi entgegengesetzt reguliert. Darüber hinaus wird durch zytosolische pH-Veränderungen die Kinetik des IKs verändert. <br>3. IKs und IKv werden durch Mefenaminsäure entgegengesetzt beeinflusst. Die Wirkung von Mefenaminsäure auf die Kinetik des IKs ist dabei deutlich temperaturabhängig. <br>4. Die Hemmstoffe Clotrimazol und TPeA hemmen IKs und IKv mit unterschiedlichen IC50-Werten. <br>Diese Ergebnisse zeigen, dass durch die Zusammenlagerung des KvLQT1 mit minK wichtige Eigenschaften des IKv verändert werden. Diese Eigenschaften könnten von klinischer und pathophysiologischer Relevanz für die Entstehung von Arrhythmien unter ischämischen Bedingungen sein.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Unsöld, Bernhard
- Contributors dc:contributor
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- Bleich, Markus
Subjects
dc:subject × 8Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/403
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:403