{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:284"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:284","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Beeinflußung der [³H]-Acetylcholin-Freisetzung im Rattenhippocampus und menschlichen Neokortex durch ß-Amyloid 1-28 und durch Hemmung der Cholinacetyltransferase","abstract":"Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wurde im Superfusionsexperiment die Wirkung des aus 28 Aminosäuren bestehenden Amyloid-ß-Proteins (Aß1-28) auf die [³H]-Acetylcholin (ACh)-Freisetzung und [³H]-Cholin-Beladung im menschlichen Neokortex und Rattenhippocampus untersucht. Aß1-28 ist ein synthetisches Derivat des histopathologisch charakteristischen Aß-Proteins des M. Alzheimer, dessen klinische Symptomatik mit einer Störung der cholinergen Neurotransmission in Verbindung gebracht wird. <br>Die Kalium (20 mM, 60 min)-evozierte [³H]-ACh-Freisetzung wurde in beiden Spezies durch Aß1-28 (0.1 nM) gehemmt. Die Verlängerung der Einwirkzeit des Aß1-28 verstärkte die Inhibition. Keine Zunahme der Hemmung bewirkte bei der Ratte die Variation des zur Präparation von Aß1-28 eingesetzten pH-Werts, mit der der Effekt des Aß1-28 in veränderter Sekundärstruktur untersucht wurde. <br>In 0.1 nM Konzentration steigerte Aß1-28 bei der Ratte die [³H]-Cholin-Beladung, beim Menschen erst bei 1 nM. Die Verlängerung der Einwirkdauer führte lediglich im menschlichen Gewebe zu einer weiteren Zunahme der radioaktiven Beladung. Wiederum blieb die Variation des pH-Werts ohne zusätzlichen Effekt im Rattenhippocampus. <br>Im zweiten Teil wurde die Aktivierung der Cholin-Acetyltransferase (ChAT) in menschlichem Neokortexgewebe durch Depolarisation untersucht. Im Superfusionsexperiment mit Gabe der ChAT-Inhibitoren Okadasäure (50 nM) und Bromo-ACh (30 µM) wurde die Aktivierung der ChAT mittels Kalium (20 mM, 4 min)-Depolarisation indirekt demonstriert, während bei elektrischer Stimulation (3 Hz, 90 Pulse a‘ 2 ms, 68 mA) die entsprechende Wirkung der Okadasäure ausblieb. Mittels ChAT-Assay wurde die Aktivierung der ChAT durch vierminütige Kalium-Depolarisation direkt nachgewiesen.","abstract_html":"Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit wurde im Superfusionsexperiment die Wirkung des aus 28 Aminosäuren bestehenden Amyloid-ß-Proteins (Aß1-28) auf die [³H]-Acetylcholin (ACh)-Freisetzung und [³H]-Cholin-Beladung im menschlichen Neokortex und Rattenhippocampus untersucht. Aß1-28 ist ein synthetisches Derivat des histopathologisch charakteristischen Aß-Proteins des M. 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Aß1-28 is a synthetic derivative of the histopathologically featuring Aß-protein of Alzheimer`s disease, whose clinical appearence is believed to be associated with a deficit in cholinergic neurotransmission. <br>Potassium (20 mM, 60 min)-evoked [³H]-ACh-release was inhibited by Aß1-28 (0.1 nM) in both tissues. Prolongation of the presence of Aß1-28 further enhanced this inhibition. Variation of the pH-value used for Aß1-28 preparation, performed to investigate possible effects of a different Aß-secondary structure, was without influence on the extent of inhibition previously observed. <br>Aß1-28 (0.1 nM) enhanced [³H]-choline-content in rat tissue, in human tissue 1 nM was necessary. Only in human brain slices did the prolongation of Aß1-28-presence lead to an additional increase in [³H]-choline-content. Again, variation of pH-value was without any further effect. <br>In the second part, activation of human neocortical choline acetyltransferase (ChAT) by depolarisation was investigated. In superfusion experiments, ChAT-activation by potassium (20 mM, 4 min)-evoked depolarisation was indirectly demonstrated using the ChAT-inhibitors ocadaic acid (50 nM) and bromo-ACh (30 µM). With electrical stimulation parameters (3 hz, 90 pulses, 2 ms each, 68 mA) ocadaic acid was without any effect. 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