{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:266"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:266","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Untersuchungen zur diagnostischen und prognostischen Wertigkeit der Analyse im Fernröntgenseitenbild des Schädels bei Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe","abstract":"Morphologische Veränderungen des Gesichtsschädels werden als ein Kofaktor in der multikausalen Ätiologie von nächtlichen obstruktiven Atemstörungen (OSA) angesehen. Es wurde der diagnostische und prognostische Stellenwert der skelettalen und weichteiligen Fernröntgenseiten Analyse (FRS) an Patienten mit OSA untersucht. 106 Patienten im durchschnittlichen Alter von 56,1±8,4 Jahren mit einem OSA unterschiedlicher Ausprägung wurden eingeschlossen. Bei 57 Patienten erfolgte innerhalb von 6-12 Wochen nach Insertion eines oralen Protrusionsgeräts eine polysomnographische Kontrolle. Im Mittel konnte der Apnoe/Hypopnoe Index um 52,7, der Apnoe Index um 60,2 hoch signifikant verbessert werden. Die basale Sauerstoffsättigung wurde nicht, die minimale Sauerstoffsättigung signifikant angehoben. 30 Patienten wurden als optimal therapiert und 18 Patienten als um > 50 verbessert klassifiziert. Bei 9 Patienten wurde kein Effekt erzielt. Der unterschiedliche therapeutische Erfolg wurde in Beziehung zu den FRS Parametern betrachtet. Die statistische Datenauswertung ergaben, dass ein eindeutiger Rückschluss von skelettalen röntgenkephalometrischen Befunden auf den Ausprägungsgrad der OSA nicht nachgewiesen werden konnte. Die ventro-kaudale Position des Hyoids, als Ausdruck einer adaptiven Anpassung an eine veränderte Kopfhaltung und Zungenlage, bildet einen signifikanten Parameter, der mit dem Schweregrad der OSA korreliert. Eine Häufung von Patienten mit einer skelettalen Klasse II, sowie Patienten mit einer Mikrognathie oder einem dorsal positionierten Oberkiefer bestätigte sich nicht. Ein horizontaler Gesichtsschädelaufbau und eine ventro-kaudale Lage des Hyoids können als positive Kriterien bei der Auswahl der Patienten für eine Therapie mit dem verwendeten oralen Protrusionsgerät angesehen werden. Die Dimensionen des pharyngealen Luftraumes, die sagittale Kieferbasenrelation und die Länge der Uvula hatten in der vorliegenden Untersuchung keine prädiktive Wertigkeit.","abstract_html":"Morphologische Veränderungen des Gesichtsschädels werden als ein Kofaktor in der multikausalen Ätiologie von nächtlichen obstruktiven Atemstörungen (OSA) angesehen. Es wurde der diagnostische und prognostische Stellenwert der skelettalen und weichteiligen Fernröntgenseiten Analyse (FRS) an Patienten mit OSA untersucht. 106 Patienten im durchschnittlichen Alter von 56,1±8,4 Jahren mit einem OSA unterschiedlicher Ausprägung wurden eingeschlossen. Bei 57 Patienten erfolgte innerhalb von 6-12 Wochen nach Insertion eines oralen Protrusionsgeräts eine polysomnographische Kontrolle. Im Mittel konnte der Apnoe/Hypopnoe Index um 52,7, der Apnoe Index um 60,2 hoch signifikant verbessert werden. Die basale Sauerstoffsättigung wurde nicht, die minimale Sauerstoffsättigung signifikant angehoben. 30 Patienten wurden als optimal therapiert und 18 Patienten als um &gt; 50 verbessert klassifiziert. Bei 9 Patienten wurde kein Effekt erzielt. Der unterschiedliche therapeutische Erfolg wurde in Beziehung zu den FRS Parametern betrachtet. Die statistische Datenauswertung ergaben, dass ein eindeutiger Rückschluss von skelettalen röntgenkephalometrischen Befunden auf den Ausprägungsgrad der OSA nicht nachgewiesen werden konnte. Die ventro-kaudale Position des Hyoids, als Ausdruck einer adaptiven Anpassung an eine veränderte Kopfhaltung und Zungenlage, bildet einen signifikanten Parameter, der mit dem Schweregrad der OSA korreliert. Eine Häufung von Patienten mit einer skelettalen Klasse II, sowie Patienten mit einer Mikrognathie oder einem dorsal positionierten Oberkiefer bestätigte sich nicht. Ein horizontaler Gesichtsschädelaufbau und eine ventro-kaudale Lage des Hyoids können als positive Kriterien bei der Auswahl der Patienten für eine Therapie mit dem verwendeten oralen Protrusionsgerät angesehen werden. Die Dimensionen des pharyngealen Luftraumes, die sagittale Kieferbasenrelation und die Länge der Uvula hatten in der vorliegenden Untersuchung keine prädiktive Wertigkeit.","abstract_has_math":false,"creators":["Lehner, Martin"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Jonas, Irmtrud"],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":null,"date_issued":"","date_published":null,"updated_at":"2026-07-24T02:21:35Z","subjects":["Kephalometrie","Fernröntgenseitenanalyse","sleep apnoe syndrom","cephalomety","treatment","orthodontics"],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/data/266","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Jonas, Irmtrud"]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Lehner, Martin"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["DoctoralThesis"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["Kephalometrie","Fernröntgenseitenanalyse","sleep apnoe syndrom","cephalomety","treatment","orthodontics"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["Morphologische Veränderungen des Gesichtsschädels werden als ein Kofaktor in der multikausalen Ätiologie von nächtlichen obstruktiven Atemstörungen (OSA) angesehen. Es wurde der diagnostische und prognostische Stellenwert der skelettalen und weichteiligen Fernröntgenseiten Analyse (FRS) an Patienten mit OSA untersucht. 106 Patienten im durchschnittlichen Alter von 56,1±8,4 Jahren mit einem OSA unterschiedlicher Ausprägung wurden eingeschlossen. Bei 57 Patienten erfolgte innerhalb von 6-12 Wochen nach Insertion eines oralen Protrusionsgeräts eine polysomnographische Kontrolle. Im Mittel konnte der Apnoe/Hypopnoe Index um 52,7, der Apnoe Index um 60,2 hoch signifikant verbessert werden. Die basale Sauerstoffsättigung wurde nicht, die minimale Sauerstoffsättigung signifikant angehoben. 30 Patienten wurden als optimal therapiert und 18 Patienten als um > 50 verbessert klassifiziert. Bei 9 Patienten wurde kein Effekt erzielt. Der unterschiedliche therapeutische Erfolg wurde in Beziehung zu den FRS Parametern betrachtet. Die statistische Datenauswertung ergaben, dass ein eindeutiger Rückschluss von skelettalen röntgenkephalometrischen Befunden auf den Ausprägungsgrad der OSA nicht nachgewiesen werden konnte. Die ventro-kaudale Position des Hyoids, als Ausdruck einer adaptiven Anpassung an eine veränderte Kopfhaltung und Zungenlage, bildet einen signifikanten Parameter, der mit dem Schweregrad der OSA korreliert. Eine Häufung von Patienten mit einer skelettalen Klasse II, sowie Patienten mit einer Mikrognathie oder einem dorsal positionierten Oberkiefer bestätigte sich nicht. Ein horizontaler Gesichtsschädelaufbau und eine ventro-kaudale Lage des Hyoids können als positive Kriterien bei der Auswahl der Patienten für eine Therapie mit dem verwendeten oralen Protrusionsgerät angesehen werden. Die Dimensionen des pharyngealen Luftraumes, die sagittale Kieferbasenrelation und die Länge der Uvula hatten in der vorliegenden Untersuchung keine prädiktive Wertigkeit."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Untersuchungen zur diagnostischen und prognostischen Wertigkeit der Analyse im Fernröntgenseitenbild des Schädels bei Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe","Assessment of the diagnostic and prognostic value of the cephalometric analysis in patients with obstructive sleep apnoea"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Jonas, Irmtrud"],"dc:creator":["Lehner, Martin"],"dc:description.abstract":["Morphologische Veränderungen des Gesichtsschädels werden als ein Kofaktor in der multikausalen Ätiologie von nächtlichen obstruktiven Atemstörungen (OSA) angesehen. Es wurde der diagnostische und prognostische Stellenwert der skelettalen und weichteiligen Fernröntgenseiten Analyse (FRS) an Patienten mit OSA untersucht. 106 Patienten im durchschnittlichen Alter von 56,1±8,4 Jahren mit einem OSA unterschiedlicher Ausprägung wurden eingeschlossen. Bei 57 Patienten erfolgte innerhalb von 6-12 Wochen nach Insertion eines oralen Protrusionsgeräts eine polysomnographische Kontrolle. Im Mittel konnte der Apnoe/Hypopnoe Index um 52,7, der Apnoe Index um 60,2 hoch signifikant verbessert werden. Die basale Sauerstoffsättigung wurde nicht, die minimale Sauerstoffsättigung signifikant angehoben. 30 Patienten wurden als optimal therapiert und 18 Patienten als um > 50 verbessert klassifiziert. Bei 9 Patienten wurde kein Effekt erzielt. Der unterschiedliche therapeutische Erfolg wurde in Beziehung zu den FRS Parametern betrachtet. Die statistische Datenauswertung ergaben, dass ein eindeutiger Rückschluss von skelettalen röntgenkephalometrischen Befunden auf den Ausprägungsgrad der OSA nicht nachgewiesen werden konnte. Die ventro-kaudale Position des Hyoids, als Ausdruck einer adaptiven Anpassung an eine veränderte Kopfhaltung und Zungenlage, bildet einen signifikanten Parameter, der mit dem Schweregrad der OSA korreliert. Eine Häufung von Patienten mit einer skelettalen Klasse II, sowie Patienten mit einer Mikrognathie oder einem dorsal positionierten Oberkiefer bestätigte sich nicht. Ein horizontaler Gesichtsschädelaufbau und eine ventro-kaudale Lage des Hyoids können als positive Kriterien bei der Auswahl der Patienten für eine Therapie mit dem verwendeten oralen Protrusionsgerät angesehen werden. Die Dimensionen des pharyngealen Luftraumes, die sagittale Kieferbasenrelation und die Länge der Uvula hatten in der vorliegenden Untersuchung keine prädiktive Wertigkeit."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["Kephalometrie","Fernröntgenseitenanalyse","sleep apnoe syndrom","cephalomety","treatment","orthodontics"],"dc:title":["Untersuchungen zur diagnostischen und prognostischen Wertigkeit der Analyse im Fernröntgenseitenbild des Schädels bei Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe","Assessment of the diagnostic and prognostic value of the cephalometric analysis in patients with obstructive sleep apnoea"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:21:35Z"}