University of Freiburg
Thiocyanatometallate(I) des Kupfers und Silbers : Präparationen und strukturelle Charakterisierung
Abstract
dc:description.abstractDie vorliegende Arbeit beschreibt die Ergebnisse von praeparativen, schingungsspektroskopischen und roentgenographischen Untersuchungen an Thiocyanatometallaten(I) der d10-Kationen von Kupfer und Silber. <br> <br>Durch eine Reihe von Einkristallstrukturanalysen von ternaeren Thiocyanaten A_m[M_m(SCN)_(m+n)] mit unterschiedlichen Gegenkationen A sollten die Struktur- und Bindungsverhaeltnisse systematisch studiert werden. Fuer die Praeparationen und Kristallisationen mussten besondere Verfahren entwickelt werden, weil die binaeren Thiocyanate AgSCN und CuSCN in allen gaengigen Loesungsmitteln unloeslich sind. <br> <br>Gemeinsames Merkmal von Strukturen ternaerer Thiocyanatometallate mit den kleineren Gegenionen ist die verzerrt-tetraedrische Koordination des d10-Kations M(I). Aber terminale SCN-Liganden binden bei Cupraten(I) ueber Stickstoffatome, bei Argentaten(I) ueber Schwefelatome. Die verbrueckenden SCN-Gruppen sind bei Cu(I) ueberwiegend end-to-end gebunden, bei Ag(I) bevorzugt nur ueber die <br>S-Atome. <br> <br>Der unterschiedliche Platzbedarf zeigt sich bei den Polyedern. So wird bei K[Ag(SCN)2] ein schichtfoermiges Polyanion aus eckenverknuepften Doppeltetraedern, bei (CH3)3NH[Ag(SCN)2] aber ein kettenfoermiges Anion [Ag(SCN)2]- gefunden. Bei den entsprechenden Verbindungen (CH3)4N[Ag(SCN)2] und (CH3)4N[Cu(SCN)2] werden Tetraederketten ueber end-to-end Thiocyanatbruecken zu Schichten verbunden. Bei (CH3)3NH[Cu2(SCN)3] schlielich wird aus den Schicht- und Ketten-Bauelementen ein 3-dimensionales Geruest aufgebaut. Auch die <br>polymeren Anionen in den Verbindungen (CH3)2CN(CH3)2[Ag2(SCN)3] und (CH3)2CN(CH3)2[Cu2(SCN)3] haben Netzwerkstrukturen. <br> <br>Der vergroesserte Platzbedarf bei den grossen organischen Kationen verhindert zum einen den Aufbau von Raumnetzen, sodass nur kettenfoermige und isolierte Anionen gefunden werden, zum andern wird aber auch die Koordination des Metallzentrums M(I) von vier auf drei erniedrigt. <br> <br>Als Untersuchungsmethoden kamen neben Pulver- und Einkristal
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Hehl, Roland
- Contributors dc:contributor
-
- Thiele, Gerhard
Subjects
dc:subject × 5Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/265
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