University of Freiburg
Psychometrische Prüfung der deutschen Version des Kansas City Cardiomyopathy Questionnaire (KCCQ)
Abstract
dc:description.abstractDie deutsche Übersetzung des Kansas City Cardiomy¬opathy Questionnaire KCCQ wird in dieser Studie an einer Stichprobe von N=234 chronisch herzinsuffizienten Patienten der Herzinsuffizienzambulanz der Universität Würzburg hinsicht¬lich ihrer psychometrischen Eigenschaften untersucht. An einer Unterstichprobe stabiler herzinsuffizienter Patienten (n=30) wurde die Reliabilität und an einer weiteren Stich¬probe von dekompensierten stationären Patienten (N=37) die Änderungssensitivität (als Er¬holungseffekt vier Wochen später) bestimmt. <br>Die Itemanalyse erbrachte insgesamt ein gutes Ergebnis. Auch die Akzeptanz des Fragebogens wurde positiv bewertet. Die Reliabilität erwies sich als sehr gut (interne Konsistenz (Cronbachs alpha .94 sowie eine hohe Retestreliabilität auf rCCC= .92). <br>Die Konstruktvalidität wurden hauptsächlich anhand von Korrelationen mit den Skalen des SF-36 bewertet. Die Skalen korrelieren ausreichend hoch, lediglich für die Skala Selbstwirksamkeit konnte keine ausreichende Korrelation mit dem KKG-Fragebogen gefunden werden. <br>Gegenüber dem SF-36 erwies sich der KCCQ als änderungssensitiver. Die Effekt¬stärke der Skala Funktionaler Status des KCCQ beträgt z.B. .51 (95%-CI .16-.85). Die diskriminative Validität der Skalen wurde anhand der Mittelwertsdifferenzen der vier Schweregradklassen gemäß der Einteilung der New York Heart Association (NYHA) geprüft. <br>Da für herzinsuffiziente Patienten ein deutlich erhöhtes Risiko besteht, auch an einer depressiven Störung zu leiden (Komorbidität ca. 30%), wurde geprüft, ob die diskriminative Validität auch für die Population von depressiven herzinsuffizienten Patienten gilt. Die Verdachtsdiagnose einer Depression wurde durch ein Screening mit der deutschen Version des Patient Health Questionnaire (PHQ) gestellt. Die positiv auf Depression gescreenten Patienten zeigen bei gleicher NYHA-Klasse eine signifikant schlechtere Lebensqualität auf allen Skalen des KCCQ, dennoch bleibt der Zusammenhang zwischen der Schwere der Erkrankung (NYHA-Klasse) und der Lebensqualität erhalten. Lediglich für die Subskala Lebensqualität, die das psychische Befinden misst, gilt, dass ihre Einschätzung durch die depressiven Herzinsuffizienten nicht mehr so stark mit der Schwere der Herzinsuffizienz kovariiert (Moderatoreffekt der Depression). <br>Die faktorielle Validität der Unterskalen konnte mittels der Haupt¬komponentenanalyse nicht vollständig belegt werden, was methodenkritisch disku¬tiert wird. <br>Der Einsatz eines zusätzlichen Depressionsscreening-Instrumentes wird vor dem Hintergrund der vorliegen¬den Ergebnisse unbedingt empfohlen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Steinbüchel, Thomas
- Contributors dc:contributor
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- Bengel, Jürgen
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2512
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2512