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University of Freiburg

Die besondere Problematik von Währungskrisen in Emerging Market Economies

Abstract

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Ziel dieser Arbeit ist es, Erklärungen für die im Vergleich zu Industriestaaten oft deutlich schwerer wiegenden Währungskrisen in Emerging Market Economies zu finden. Damit verbunden ist die Frage nach den Determinanten des Krisenausmaßes. Dazu wird zunächst ein detailierter Überblick über die in der Literatur verwendeten makroökonomischen, <br>mikroökonomischen und institutionellen Erklärungsgrößen sowie <br>über deren theoretische Wirkungskanäle auf den Wechselkurs gegeben. Ferner werden bestimmte Handlungsweisen von Marktteilnehmern und ihre Auswirkungen auf <br>den Verlauf einer Währungskrise anhand der Literatur untersucht. Die Literatur zeigt eine Fülle von Faktoren auf, welche als Determinanten des Krisenausmaßes dienen können. Einen Schwerpunkt bilden jedoch die makroökonomischen Gegebenheiten, wie die Höhe der Auslandsverschuldung, der Devisenreserven und der Leistungsbilanzdefizite sowie der Entwicklung des realen Wechselkurses, während den anderen Faktoren mit Ausnahme des Zustands des inländischen Bankensektors eine untergeordnete Rolle zukommt. Dies gilt insbesondere für die Handlungsweisen der Marktteilnehmer und die Reaktion der politischen Entscheidungsträger auf den Krisenausbruch. Die empirische Untersuchung wird anhand einer Rangkorrelationsanalyse in Verbindung mit Signifikanztests durchgeführt. Als Maßstab des Krisenausmaßes wird in dieser Arbeit ausschließlich die Abwertungsrate der inländischen Währung in verschiedenen Ausprägungen herangezogen. Immenses Gewicht für die Dimension von Währungskrisen kommt bestimmten Folgeentwicklungen während einer <br>bereits ausgebrochenen Währungskrise zu. Die empirische Analyse zeigt eine <br>hohe Bedeutung der Länderratings und der Wechselkursreagibilität der Inflation. Das Gewicht letzterer wird noch deutlicher, sofern zusätzlich die Entwicklung des realen Wechselkurses vor Krisenausbruch berücksichtigt wird. Ferner kommt der Geldmengen- und Zentralbankkreditentwicklung während der Krise eine beträchtliche Relevanz zu. Die Ergebnisse weisen der inländischen Zentralbank über die genannten Faktoren eine Schlüsselrolle für den Verlauf der Währungskrise zu. Gelingt es der Zentralbank nicht, die Geldmengenexpansion, die Inflation und die Kreditgewährung an den Bankensektor unter Kontrolle zu halten, droht ein massiver Wertverlust der Inlandswährung. Zur Überprüfung der Ergebnisstabilität wurde die Gesamtstichprobe in drei mal zwei Teilstichproben unterteilt (Emerging Markets vs. Industriestaaten, <br>schwere vs. leichte Krisen, frühe vs. späte Krisen). Es zeigt sich, daß die ermittelten Indikatoren mehr oder weniger auf alle Teilgruppen anwendbar sind. Festzustellen ist demgegenüber auch, daß sich ein nicht unerheblicher Teil der Währungsabwertung nicht durch die empirisch erfaßten Größen erklären läßt. Dieser Anteil beruht entweder auf zufälligen Schwankungen oder wird durch Faktoren erklärt, die theoretisch, nicht aber empirisch auf ihren Erklärungsgehalt hin untersucht werden konnten.

Author and committee

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Author dc:creator
  • Huth, Matthias
Contributors dc:contributor
  • Enke, Harald

Subjects

dc:subject × 3

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https://freidok.uni-freiburg.de/data/2501
OAI identifier oai:identifier
oai:freidok.uni-freiburg.de:2501

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University of Freiburg
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Last updated
2026-07-24
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Huth, Matthias. Die besondere Problematik von Währungskrisen in Emerging Market Economies. https://freidok.uni-freiburg.de/data/2501