{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:249"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:249","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Die Geschichte der Kautschukprothese","abstract":"Seit jeher versuchten die Menschen, verlorene Zähne mit den ihnen jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln und Materialien zu ersetzen. Durch die Entdeckung der Kautschukvulkanisation und seiner Adaptation durch Zahnärzte wurde es erstmals möglich, funktionstüchtigen Zahnersatz zu fertigen. Die ersten Prothesen waren zwar noch unvollkommen, zeigten aber, dass ein erhebliches Entwicklungspotential in diesem Material lag. Erhebliche Verbesserungen in der Verarbeitung durch Goodyear, Ninck, Mallet, und Putnam sorgten durch weitere Verbesserungen dafür, dass die Prothesenbasis aus Kautschuk alle anderen bis dahin verwanden Prothesenbasismaterialien ablöste. Wurden die ersten Prothesen noch aus den in der Industrie üblichen Kautschuksorten hergestellt, so setzte sich bald die Ansicht durch, dass für zahnmedizinische Zwecke spezielle Kautschukmischungen benötigt wurden. Grundlegende Arbeiten erfolgten 1865 durch Wildmann, der die heute noch gültige Zusammensetzung der Dentalkautschuke erforschte. Es gelang die Qualität des Ausgangsproduktes Kautschuk so zu verbessern und das Verfahren so zu überarbeiten, dass die Fertigung brauchbarer Prothesen zur Routine wurde. Problematisch blieb jedoch die Verankerung der Zähne in der Prothesenbasis, die Farbgestaltung der Zähne und der eigentliche Vulkanisationsprozeß. Im Laufe der Jahrzehnte wurden deshalb immer wieder Versuche unternommen, Kautschuk durch andere Werkstoffe abzulösen. Da diese noch unvollkommener waren als Kautschuk, blieb ihre Anwendung stets auf eine kurze Episode beschränkt. Erst durch die Entwicklung der Metmethylacrylate wurde Kautschuk nach fast einem Jahrhundert als Prothesenbasismaterial abgelöst.","abstract_html":"Seit jeher versuchten die Menschen, verlorene Zähne mit den ihnen jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln und Materialien zu ersetzen. Durch die Entdeckung der Kautschukvulkanisation und seiner Adaptation durch Zahnärzte wurde es erstmals möglich, funktionstüchtigen Zahnersatz zu fertigen. Die ersten Prothesen waren zwar noch unvollkommen, zeigten aber, dass ein erhebliches Entwicklungspotential in diesem Material lag. Erhebliche Verbesserungen in der Verarbeitung durch Goodyear, Ninck, Mallet, und Putnam sorgten durch weitere Verbesserungen dafür, dass die Prothesenbasis aus Kautschuk alle anderen bis dahin verwanden Prothesenbasismaterialien ablöste. Wurden die ersten Prothesen noch aus den in der Industrie üblichen Kautschuksorten hergestellt, so setzte sich bald die Ansicht durch, dass für zahnmedizinische Zwecke spezielle Kautschukmischungen benötigt wurden. Grundlegende Arbeiten erfolgten 1865 durch Wildmann, der die heute noch gültige Zusammensetzung der Dentalkautschuke erforschte. Es gelang die Qualität des Ausgangsproduktes Kautschuk so zu verbessern und das Verfahren so zu überarbeiten, dass die Fertigung brauchbarer Prothesen zur Routine wurde. Problematisch blieb jedoch die Verankerung der Zähne in der Prothesenbasis, die Farbgestaltung der Zähne und der eigentliche Vulkanisationsprozeß. Im Laufe der Jahrzehnte wurden deshalb immer wieder Versuche unternommen, Kautschuk durch andere Werkstoffe abzulösen. Da diese noch unvollkommener waren als Kautschuk, blieb ihre Anwendung stets auf eine kurze Episode beschränkt. Erst durch die Entwicklung der Metmethylacrylate wurde Kautschuk nach fast einem Jahrhundert als Prothesenbasismaterial abgelöst.","abstract_has_math":false,"creators":["Schnettelker, Heinrich"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Kappert, Heinrich. F."],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":null,"date_issued":"","date_published":null,"updated_at":"2026-07-24T02:21:35Z","subjects":["Zanmedizingeschichte","Kautschukprothese","Kautschuk","Herstellung","Dentalhistory","rubber","Prothesis"],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/data/249","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Kappert, Heinrich. F."]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Schnettelker, Heinrich"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["DoctoralThesis"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["Zanmedizingeschichte","Kautschukprothese","Kautschuk","Herstellung","Dentalhistory","rubber","Prothesis"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["Seit jeher versuchten die Menschen, verlorene Zähne mit den ihnen jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln und Materialien zu ersetzen. Durch die Entdeckung der Kautschukvulkanisation und seiner Adaptation durch Zahnärzte wurde es erstmals möglich, funktionstüchtigen Zahnersatz zu fertigen. Die ersten Prothesen waren zwar noch unvollkommen, zeigten aber, dass ein erhebliches Entwicklungspotential in diesem Material lag. Erhebliche Verbesserungen in der Verarbeitung durch Goodyear, Ninck, Mallet, und Putnam sorgten durch weitere Verbesserungen dafür, dass die Prothesenbasis aus Kautschuk alle anderen bis dahin verwanden Prothesenbasismaterialien ablöste. Wurden die ersten Prothesen noch aus den in der Industrie üblichen Kautschuksorten hergestellt, so setzte sich bald die Ansicht durch, dass für zahnmedizinische Zwecke spezielle Kautschukmischungen benötigt wurden. Grundlegende Arbeiten erfolgten 1865 durch Wildmann, der die heute noch gültige Zusammensetzung der Dentalkautschuke erforschte. Es gelang die Qualität des Ausgangsproduktes Kautschuk so zu verbessern und das Verfahren so zu überarbeiten, dass die Fertigung brauchbarer Prothesen zur Routine wurde. Problematisch blieb jedoch die Verankerung der Zähne in der Prothesenbasis, die Farbgestaltung der Zähne und der eigentliche Vulkanisationsprozeß. Im Laufe der Jahrzehnte wurden deshalb immer wieder Versuche unternommen, Kautschuk durch andere Werkstoffe abzulösen. Da diese noch unvollkommener waren als Kautschuk, blieb ihre Anwendung stets auf eine kurze Episode beschränkt. Erst durch die Entwicklung der Metmethylacrylate wurde Kautschuk nach fast einem Jahrhundert als Prothesenbasismaterial abgelöst."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Die Geschichte der Kautschukprothese","The history of the vulcanite denture"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Kappert, Heinrich. F."],"dc:creator":["Schnettelker, Heinrich"],"dc:description.abstract":["Seit jeher versuchten die Menschen, verlorene Zähne mit den ihnen jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln und Materialien zu ersetzen. Durch die Entdeckung der Kautschukvulkanisation und seiner Adaptation durch Zahnärzte wurde es erstmals möglich, funktionstüchtigen Zahnersatz zu fertigen. Die ersten Prothesen waren zwar noch unvollkommen, zeigten aber, dass ein erhebliches Entwicklungspotential in diesem Material lag. Erhebliche Verbesserungen in der Verarbeitung durch Goodyear, Ninck, Mallet, und Putnam sorgten durch weitere Verbesserungen dafür, dass die Prothesenbasis aus Kautschuk alle anderen bis dahin verwanden Prothesenbasismaterialien ablöste. Wurden die ersten Prothesen noch aus den in der Industrie üblichen Kautschuksorten hergestellt, so setzte sich bald die Ansicht durch, dass für zahnmedizinische Zwecke spezielle Kautschukmischungen benötigt wurden. Grundlegende Arbeiten erfolgten 1865 durch Wildmann, der die heute noch gültige Zusammensetzung der Dentalkautschuke erforschte. Es gelang die Qualität des Ausgangsproduktes Kautschuk so zu verbessern und das Verfahren so zu überarbeiten, dass die Fertigung brauchbarer Prothesen zur Routine wurde. Problematisch blieb jedoch die Verankerung der Zähne in der Prothesenbasis, die Farbgestaltung der Zähne und der eigentliche Vulkanisationsprozeß. Im Laufe der Jahrzehnte wurden deshalb immer wieder Versuche unternommen, Kautschuk durch andere Werkstoffe abzulösen. Da diese noch unvollkommener waren als Kautschuk, blieb ihre Anwendung stets auf eine kurze Episode beschränkt. Erst durch die Entwicklung der Metmethylacrylate wurde Kautschuk nach fast einem Jahrhundert als Prothesenbasismaterial abgelöst."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["Zanmedizingeschichte","Kautschukprothese","Kautschuk","Herstellung","Dentalhistory","rubber","Prothesis"],"dc:title":["Die Geschichte der Kautschukprothese","The history of the vulcanite denture"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:21:35Z"}