{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:2491"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:2491","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Vaskuläre Progenitorzellen und embryonale Angiogenese","abstract":"Wir haben uns die Frage gestellt, ob sich eine Beteiligung vaskulärer Progenitoren aus embryonalem Knochenmark (KM) an embryonaler Angiogenese nachweisen lässt. Dies wurde dadurch motiviert, dass, obwohl sich embryonale Organe mit ihren Gefäßen überwiegend vor der Entstehung des Knochenmarks bilden, aus dem KM-stammende endotheliale Vorläufer auch an embryonaler Gefäßentwicklung beteiligt sein sollen. Zudem ist die Existenz vaskulärer Progenitoren im adulten Organismus anzunehmen, die vorwiegend aus dem KM stammen und für reparatives oder pathologisches Gefäßwachstum (Angiogenese) bedeutsam sein sollen. <br>Es wurden bebrütete Hühnereier (14.-19. Entwicklungstag) 24 h lang mit BrdU inkubiert, das KM aus Tibia und Femur entnommen und auf die Chorioallantoismembran transplantiert. Nach mehrtägiger Reinkubation von Empfängern (7.-14. Entwicklungstag) wurden die CAM mit Transplantat sowie ausgewählte Organe des Empfängers mittels BrdU-Immunhistochemie und Lichtmikroskopie ausgewertet. <br>Zunächst war festzustellen, dass die BrdU-Markierung des KM nicht toxisch und Langzeit-stabil bis zu 19 Tagen ist. Regelmäßig war eine Auswanderung von KM-Zellen in die Umgebung des Transplantats zu beobachten, jedoch niemals eine eindeutige Beteiligung dieser Zellen an Gefäßwandaufbau oder ihr Vorkommen in anderen Geweben. Die im Blutstrom zirkulierenden, vom Transplantat stammenden Zellen waren als Rundzellen anzusprechen. Auch eine zusätzliche Applikation von drei Mikrogramm VEGF im Bereich des Transplantats führte zu keiner Änderung des Ergebnisses. <br>Wir schließen daraus, dass beim Hühnchen <br>a) das embryonale Knochenmark keine Quelle für zirkulierende Vorläufer von Endothelzellen oder Gefäßwandzellen darstellt, oder dass <br>b) bei physiologischer embryonaler Angiogenese solche eventuell vorhandenen Vorläuferzellen nicht rekrutiert werden. <br>Unsere Ergebnisse, die mit komplettem KM und in sich schnell entwickelnden Hühnerembryonen erzielt wurden, widersprechen jedoch nicht notwendigerweise den Befunden, die mit aufgereinigten und vorkultivierten Zellen in adulten Organismen erzielt wurden. Die minimale Beteiligung endogener zirkulierender Progenitoren an embryonaler Angiogenese lässt den CAM-Assay als besonders geeignet erscheinen, exogen zugeführte Vorläuferzellen zu untersuchen.","abstract_html":"Wir haben uns die Frage gestellt, ob sich eine Beteiligung vaskulärer Progenitoren aus embryonalem Knochenmark (KM) an embryonaler Angiogenese nachweisen lässt. Dies wurde dadurch motiviert, dass, obwohl sich embryonale Organe mit ihren Gefäßen überwiegend vor der Entstehung des Knochenmarks bilden, aus dem KM-stammende endotheliale Vorläufer auch an embryonaler Gefäßentwicklung beteiligt sein sollen. Zudem ist die Existenz vaskulärer Progenitoren im adulten Organismus anzunehmen, die vorwiegend aus dem KM stammen und für reparatives oder pathologisches Gefäßwachstum (Angiogenese) bedeutsam sein sollen. &lt;br&gt;Es wurden bebrütete Hühnereier (14.-19. Entwicklungstag) 24 h lang mit BrdU inkubiert, das KM aus Tibia und Femur entnommen und auf die Chorioallantoismembran transplantiert. Nach mehrtägiger Reinkubation von Empfängern (7.-14. Entwicklungstag) wurden die CAM mit Transplantat sowie ausgewählte Organe des Empfängers mittels BrdU-Immunhistochemie und Lichtmikroskopie ausgewertet. &lt;br&gt;Zunächst war festzustellen, dass die BrdU-Markierung des KM nicht toxisch und Langzeit-stabil bis zu 19 Tagen ist. Regelmäßig war eine Auswanderung von KM-Zellen in die Umgebung des Transplantats zu beobachten, jedoch niemals eine eindeutige Beteiligung dieser Zellen an Gefäßwandaufbau oder ihr Vorkommen in anderen Geweben. Die im Blutstrom zirkulierenden, vom Transplantat stammenden Zellen waren als Rundzellen anzusprechen. 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We conclude that in chicken embryonal bone marrow is not a source for circulating vascular progenitors or that they cannot be recruited during physiological angiogenesis."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Vaskuläre Progenitorzellen und embryonale Angiogenese","Vascular progenitor cells and embryonal angiogenesis"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Kurz, Haymo"],"dc:creator":["Meyboom, Verena"],"dc:description.abstract":["Wir haben uns die Frage gestellt, ob sich eine Beteiligung vaskulärer Progenitoren aus embryonalem Knochenmark (KM) an embryonaler Angiogenese nachweisen lässt. Dies wurde dadurch motiviert, dass, obwohl sich embryonale Organe mit ihren Gefäßen überwiegend vor der Entstehung des Knochenmarks bilden, aus dem KM-stammende endotheliale Vorläufer auch an embryonaler Gefäßentwicklung beteiligt sein sollen. 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