{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:2475"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:2475","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Einfluß von genetischen Varianten im Promotor des Hämoxygenase-1-Gens auf das koronare Risiko - Daten aus der LURIC-Studie","abstract":"Das LURIC-Studienkollektiv setzt sich aus 3316 Patienten zusammen (70% Männer). Eine angiographisch dokumentierte KHK findet sich bei 79%, ein Myokardinfarkt (MI) bei 41%. In der KHK-Gruppe bestätigen sich die traditionellen Risikofaktoren (Dyslipidämie, Hypertonie (HT), Rauchen und Diabetes mellitus (DM)). In der KHK-Gruppe sind LDL/HDL-Ratio, Triglyceride (TG) und CRP erhöht; Eisen, Transferrin (TF) und Bilirubin erniedrigt. Männern und Frauen unterscheiden sich in Risikoprofil und Serumparametern. <br>Für den A(- 413)T-SNP ergibt sich eine Allelverteilung zugunsten des A-Allels (A = 0,589). Die Genotypen folgen dem HWE: AA 35,2%, AT 47,4%, TT 17,4; gleiches gilt für die Verteilung innerhalb der Risikogruppen (außer Männer/Frauen); sowie für die Allelverteilung in den Risikogruppen. Kein Serumparameter wird signifikant vom A(- 413)T-SNP beeinflusst. <br>Die GTn-Repeats liegen bei 14 bis 39 mit zwei Hauptallele bei 22 und 29, entsprechend den für Kaukasier publizierten Daten (Funk 2004). Durch Bildung von zwei Allel-Klassen: S (<25) und L (>= 25) entstehen drei Genotypen: S/S, S/L, L/L. In den Risikogruppen ist der GT-Genotyp (außer Männer/Frauen) gleichmäßig verteilt, ohne eine Assoziation mit Risikofaktoren bzw. Folgeerkrankungen. Kein Serumparametern wird durch die Länge der GT-Repeats signifikant beeinflusst. <br>Eine multivariate logistische Regressionsanalyse wurde für das gesamte Kollektiv, für Männer und für Frauen durchgeführt. Eine Risikoerhöhung für das gesamte Kollektiv zeigt sich für Alter, DM, Rauchen, HT sowie für erhöhte LDL/HDL-Ratio, TG und CRP. Für Männer gelten dieselben Risikofaktoren (Ausnahme: HT, TG); für Frauen alle außer CRP. Für das Gesamtkollektiv besteht ein erniedrigtes Risiko für weibliches Geschlecht und erhöhtes Ferritin und Bilirubin. Für Männer bestätigt sich dies; bei Frauen reduzieren nur erhöhte Eisenwerte das Risiko. Kein Einfluss besteht für AT-, (GT)n-Genotyp, TF, HDL und LDL. <br>Bei Betrachtung beider genetischer Varianten zeigt sich, dass der kleine Repeat (z.B. 22) mit dem T-Allel, der große Repeat (z.B. 29) mit dem A-Allel gekoppelt ist. Es wurden die beiden häufigsten Haplotypen gebildet: GT29-A und GT22-T. Es zeigt sich jedoch kein Unterschied in der Verteilung der Haplotypen innerhalb der Risikogruppen und kein Einfluss auf die Serumparameter. <br>Zusammenfassend kann ich nach Abschluss meiner Arbeit einen nennenswerten Effekt der Hämoxygenase-1 auf die Entstehung und den Verlauf einer koronaren Herzerkrankung in dem von mir untersuchten Patientenkollektiv nicht nachweisen, wenn auch ein statistisch nicht erfassbarer, marginaler Effekt nicht ausgeschlossen werden kann.","abstract_html":"Das LURIC-Studienkollektiv setzt sich aus 3316 Patienten zusammen (70% Männer). Eine angiographisch dokumentierte KHK findet sich bei 79%, ein Myokardinfarkt (MI) bei 41%. In der KHK-Gruppe bestätigen sich die traditionellen Risikofaktoren (Dyslipidämie, Hypertonie (HT), Rauchen und Diabetes mellitus (DM)). In der KHK-Gruppe sind LDL/HDL-Ratio, Triglyceride (TG) und CRP erhöht; Eisen, Transferrin (TF) und Bilirubin erniedrigt. 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Kein Einfluss besteht für AT-, (GT)n-Genotyp, TF, HDL und LDL. <br>Bei Betrachtung beider genetischer Varianten zeigt sich, dass der kleine Repeat (z.B. 22) mit dem T-Allel, der große Repeat (z.B. 29) mit dem A-Allel gekoppelt ist. Es wurden die beiden häufigsten Haplotypen gebildet: GT29-A und GT22-T. Es zeigt sich jedoch kein Unterschied in der Verteilung der Haplotypen innerhalb der Risikogruppen und kein Einfluss auf die Serumparameter. <br>Zusammenfassend kann ich nach Abschluss meiner Arbeit einen nennenswerten Effekt der Hämoxygenase-1 auf die Entstehung und den Verlauf einer koronaren Herzerkrankung in dem von mir untersuchten Patientenkollektiv nicht nachweisen, wenn auch ein statistisch nicht erfassbarer, marginaler Effekt nicht ausgeschlossen werden kann.","The LURIC study population consists of 3316 patients, 70 % male. An angiographically documented CAD (coronary artery disease) occurs in 79 %, an MI (myocardial infarction) in 41 %. For the CAD group we could confirm the traditional risk factors dyslipidemia, arterial hypertension (HT), smoking and diabetes mellitus (DM).. For CAD patients LDL/HDL ratio, triglycerides (TG), and CRP are elevated, while iron, transferrin (TF), and bilirubin are reduced. Men and women diverge in risk profile and serum parameters. <br>The A(-413)T-SNP spreads in favour of the A allele (A = 0,589). Genotypes obey Hardy Weinberg equilibrium: AA 35,2 %, AT 47,4 %, TT 17,4 %; the same applies for the distribution in risk groups, except men/women, as well as for the allele distribution in risk groups. No serum parameter is significantly influenced by the A(-413)T-SNP. <br>The GTn repeats vary between 14 and 39 with two main alleles at 22 and 29 analogous to the published data for Caucasians (Funk 2004). By generating to classes of alleles, S (<25) and L (>= 25), three genotypes emerge: S/S, S/L, L/L. The genotypes are equally distributed in risk groups, except men/women, without any association with risk factors respectively consecutive diseases. No serum parameter is significantly influenced by the length of the GTn repeats. <br>A multivariate logistic regression analysis was performed on the whole study population, for men and women separately. An increased risk for the whole study population is shown for age, DM, smoking, HT and elevated LDL/HDL ratio, TG and CRP. The same risk factors apply to men, except HT, TG, to women all except CRP. For the whole population a reduced risk is found for females and elevated ferritin and bilirubin. This is confirmed for male patients, for women only elevated iron creates a reduced risk. No influence is found for AT-, GTn genotype, TF, HDL and LDL. <br>Regarding both genetic variants the small repeat, e.g. 22, is associated with the T allele, while the large repeat, e.g. 29, is associated with the A allele. The two most common haplotypes are performed: GT29-A and GT22-T. The distribution of both haplotypes shows neither any difference for the risk groups nor any influence on serum parameters. <br>In conclusion at the end of my study, I cannot proof a considerable effect of heme oxygenase on appearance and progression of CAD in the investigated study population, even if a statistically not detected, marginal effect cannot be excluded."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Einfluß von genetischen Varianten im Promotor des Hämoxygenase-1-Gens auf das koronare Risiko - Daten aus der LURIC-Studie","Influence of genetic variants in the promotor of the heme oxygenase-1 gene on the coronary risk - data from the LURIC study"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Winkler, Karl"],"dc:creator":["Lüblinghoff, Nicola"],"dc:description.abstract":["Das LURIC-Studienkollektiv setzt sich aus 3316 Patienten zusammen (70% Männer). 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Durch Bildung von zwei Allel-Klassen: S (<25) und L (>= 25) entstehen drei Genotypen: S/S, S/L, L/L. In den Risikogruppen ist der GT-Genotyp (außer Männer/Frauen) gleichmäßig verteilt, ohne eine Assoziation mit Risikofaktoren bzw. Folgeerkrankungen. Kein Serumparametern wird durch die Länge der GT-Repeats signifikant beeinflusst. <br>Eine multivariate logistische Regressionsanalyse wurde für das gesamte Kollektiv, für Männer und für Frauen durchgeführt. Eine Risikoerhöhung für das gesamte Kollektiv zeigt sich für Alter, DM, Rauchen, HT sowie für erhöhte LDL/HDL-Ratio, TG und CRP. Für Männer gelten dieselben Risikofaktoren (Ausnahme: HT, TG); für Frauen alle außer CRP. Für das Gesamtkollektiv besteht ein erniedrigtes Risiko für weibliches Geschlecht und erhöhtes Ferritin und Bilirubin. Für Männer bestätigt sich dies; bei Frauen reduzieren nur erhöhte Eisenwerte das Risiko. Kein Einfluss besteht für AT-, (GT)n-Genotyp, TF, HDL und LDL. <br>Bei Betrachtung beider genetischer Varianten zeigt sich, dass der kleine Repeat (z.B. 22) mit dem T-Allel, der große Repeat (z.B. 29) mit dem A-Allel gekoppelt ist. Es wurden die beiden häufigsten Haplotypen gebildet: GT29-A und GT22-T. Es zeigt sich jedoch kein Unterschied in der Verteilung der Haplotypen innerhalb der Risikogruppen und kein Einfluss auf die Serumparameter. <br>Zusammenfassend kann ich nach Abschluss meiner Arbeit einen nennenswerten Effekt der Hämoxygenase-1 auf die Entstehung und den Verlauf einer koronaren Herzerkrankung in dem von mir untersuchten Patientenkollektiv nicht nachweisen, wenn auch ein statistisch nicht erfassbarer, marginaler Effekt nicht ausgeschlossen werden kann.","The LURIC study population consists of 3316 patients, 70 % male. An angiographically documented CAD (coronary artery disease) occurs in 79 %, an MI (myocardial infarction) in 41 %. For the CAD group we could confirm the traditional risk factors dyslipidemia, arterial hypertension (HT), smoking and diabetes mellitus (DM).. For CAD patients LDL/HDL ratio, triglycerides (TG), and CRP are elevated, while iron, transferrin (TF), and bilirubin are reduced. Men and women diverge in risk profile and serum parameters. <br>The A(-413)T-SNP spreads in favour of the A allele (A = 0,589). Genotypes obey Hardy Weinberg equilibrium: AA 35,2 %, AT 47,4 %, TT 17,4 %; the same applies for the distribution in risk groups, except men/women, as well as for the allele distribution in risk groups. No serum parameter is significantly influenced by the A(-413)T-SNP. <br>The GTn repeats vary between 14 and 39 with two main alleles at 22 and 29 analogous to the published data for Caucasians (Funk 2004). By generating to classes of alleles, S (<25) and L (>= 25), three genotypes emerge: S/S, S/L, L/L. The genotypes are equally distributed in risk groups, except men/women, without any association with risk factors respectively consecutive diseases. No serum parameter is significantly influenced by the length of the GTn repeats. <br>A multivariate logistic regression analysis was performed on the whole study population, for men and women separately. An increased risk for the whole study population is shown for age, DM, smoking, HT and elevated LDL/HDL ratio, TG and CRP. The same risk factors apply to men, except HT, TG, to women all except CRP. For the whole population a reduced risk is found for females and elevated ferritin and bilirubin. This is confirmed for male patients, for women only elevated iron creates a reduced risk. No influence is found for AT-, GTn genotype, TF, HDL and LDL. <br>Regarding both genetic variants the small repeat, e.g. 22, is associated with the T allele, while the large repeat, e.g. 29, is associated with the A allele. 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