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University of Freiburg

Einfluss von Angiopoietin-1 und Angiopoietin-2 auf die Angiogenese im Ratten-Gliommodell

Abstract

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Angiopoietine spielen eine wichtige Rolle in der Angiogenese. Sie beeinflussen die Neubildung und das Wachstum von Blutgefäßen und sind an der Reifung von Gefäßen beteiligt. Außerdem sind Angiopoietine für die Erhaltung der Gefäßstabilität unverzichtbar. <br>Die Bedeutung der Angiopoietine in der Tumorangiogenese wird derzeit noch kontrovers diskutiert. In der vorliegenden Arbeit wurde mit Hilfe eines induzierbaren Tet-off-Systems die Angiopoietin-1-(Ang-1-) und Angiopoietin-2-(Ang-2-) Expression durch stabile Transfektion in der Ratten-Glioblastomzelllinie GS9L verstärkt. Die transfizierten Zellen wurden stereotaktisch intrazerebral in syngene männliche Ratten (Fischer 344) implantiert. Somit konnte die direkte Wirkung der ektopen Transgenexpression auf Tumorwachstum und Tumorvaskularisation untersucht werden. <br>Wie mit Hilfe der Magnetresonanztomografie gezeigt werden konnte, führte die gesteigerte Ang-1 Expression zum Wachstum signifikant größerer Tumore im Vergleich zur Kontrollgruppe. Morphometrische Analysen ergaben, dass die Ang-1 Überexpression zu einer signifikanten Erhöhung von Gefäßzahl und Gefäßdichte in Gliomen führte. Histologische Untersuchungen zeigten stärker verzweigte Gefäße, die von Perizyten umgeben waren. Der Anteil Perizyten-positiver Gefäße lag bei Ang-1-überexprimierenden Tumoren signifikant über dem der Kontrollgruppe. Elektronenmikroskopische Untersuchungen der Tumorgefäße zeigten einen intakten Aufbau der Gefäßwand. Im Gegensatz dazu führte die Implantation Ang-2-überexprimierender Gliomzellen zum Wachstum von Tumoren, die im Vergleich zu den Kontrolltumoren kleiner waren. Morphometrische Analysen ergaben eine signifikant geringere Gefäßzahl als in Kontrolltumoren. Der Anteil Perizyten-positiver Gefäße war gegenüber der Kontrollgruppe signifikant erniedrigt. Ultrastrukturell zeigten die Gefäße der Ang-2 Tumore Veränderungen im Aufbau der Gefäßwand mit einer diskontinuierlichen Basalmembran und nur wenigen den Gefäßen anhaftenden, periendothelialen Stützzellen. <br>Die vorliegenden Ergebnisse lassen vermuten, dass die Ang-1-Überexpression in Tumoren den Aufbau eines intakten, besser funktionierenden Tumorgefäßsystems induziert und dadurch das Tumorwachstum fördert. Derzeit geht man davon aus, dass Ang-2 die Wirkung von Ang-1 am Rezeptor antagonisiert und somit den Ang-1-/Tie-2-Signalweg unterbricht.Dadurch könnte es zur Entwicklung weniger intakter Tumorgefäße und einer Hemmung der Kapillarsprossung kommen.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Neuschl, Elvira
Contributors dc:contributor
  • Zentner, Josef

Subjects

dc:subject × 1

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https://freidok.uni-freiburg.de/data/2473
OAI identifier oai:identifier
oai:freidok.uni-freiburg.de:2473

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University of Freiburg
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Last updated
2026-07-24
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Neuschl, Elvira. Einfluss von Angiopoietin-1 und Angiopoietin-2 auf die Angiogenese im Ratten-Gliommodell. https://freidok.uni-freiburg.de/data/2473