University of Freiburg
Methodenentwicklung und klinische Anwendung von Willingness-to-pay und Conjoint-Analyse als Parameter der Präferenzenbildung bei Psoriasis vulgaris
Abstract
dc:description.abstractZiel der vorliegenden Studie war es zum einen, die WTP als Messinstrument der Lebensqualität auf ihre Einflussgrößen zu untersuchen, sowie zu klären, ob und in welcher Form die WTP ein im klinischen Alltag einfach zu handhabendes, verständliches und somit einsetzbares Messinstrument ist. <br>Zum anderen wurde untersucht, ob Methoden, welche Präferenzen bestimmen können, im klinischen Alltag einsetzbar sind um die Therapiepräferenzen von Patienten zu bestimmen. Hintergrund für diesen Abschnitt der Arbeit ist, mit dem gewonnen Wissen eine, bei chronischen Erkrankungen vermehrt notwendige, höhere Compliance zu erzielen. Hierfür wurden ein direktes und ein indirektes (Conjoint-Analyse) Messinstrument angewandt. <br>Um die Einflussgrößen genauer beurteilen zu können, haben neben den Probanden mit Psoriasis als einer chronischen Hauterkrankung (n=94) auch hautgesunde Probanden (n= 253) teilgenommen. <br> <br>Eine höhere Bildung führte zu einer höheren WTP. Die Zahlungsbereitschaft der Hautgesunden war höher als die der Erkrankten und sie war höher, je ausgeprägter die klinischen Symptome der Betroffenen waren. Keinen Einfluss auf die Höhe der WTP hatten Einkommen und Beruf. Auch die Lebensqualität korrelierte bei den Patienten mit Psoriasis nicht mit der Höhe der WTP. <br>Beide eingesetzten WTP Frageformen unterschieden sich im Ergebnis nicht voneinander und hatten sehr niedrige missing data (7% und 5%). Sowohl die offene Frageform, als auch die Payment-card Form erwiesen sich als verständlich, einfach zu handhaben und einsetzbar. <br>Sowohl die Ergebnisse der vorstrukturierte Abfrage als direktes, als auch die der Conjoint-Analyse als indirektes Messinstrument für die Therapiepräferenzen, werden von Bildung und Alter beeinflusst. Je niedriger die Bildung und je höher das Alter, desto mehr missing data traten auf. <br>Die Conjoint-Analyse wies eine gute Verständlichkeit auf und kann im klinischen Alltag eingesetzt werden, während die missing data der direkten Methode relativ hoch ausfielen und einen Einsatz nur unter Vorbehalt rechtfertigen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Manner, Katrin
- Contributors dc:contributor
-
- Augustin, Matthias
Subjects
dc:subject × 7Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2461
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2461