{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:2446"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:2446","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Der Einfluß verschiedener Schmerz-, Missbrauchs- und Gewalterfahrungen auf die Entwicklung und Persistenz somatoformer Schmerzen und nicht- somatoformer chronischer Schmerzen sowie auf Psychopathologien","abstract":"Mit Hinblick auf schmerzerklärende Mechanismen eines neuronalen Schmerz-gedächtnisses wurden Zusammenhänge zwischen realen und beobachteten Schmerz-/ Gewalterfahrungen (sexueller, physischer Missbrauch, Schmerzerfahrungen durch Krankheiten/ Unfälle/ Behandlungen, vor/ nach dem 16. Lj.) und somatoformen Schmerzen und Psychopathologien untersucht. Einflüsse von Schmerz-/ Gewalterfahrung auf Analgetikaeinnahme und Arztbesuche sowie eine mögliche Protektion psychotherapeutischer Behandlungen auf somatoforme Schmerzen und Psychopathologie, wurden sekundär untersucht. Dazu wurden 338 Studienpatienten (245 Frauen, 93 Männer), die aus der Psychosomatischen Ambulanz der Uniklinik Freiburg und aus verschiedenen Arztpraxen rekrutiert worden sind, eingeschlossen. Verglichen wurden drei Schmerzgruppen, wobei 150 Patienten eine Gruppe \"somatoformer Schmerz\", 65 Patienten eine Gruppe \"chronischer Schmerz, assoziiert mit organischem Befund\" und 123 Patienten eine Gruppe \"kein chronischer Schmerz/ schmerzfrei\" bildeten. Erhobene Daten aus den selbstauszufüllenden Fragebögen \"FKG\" (Abfrage von Schmerz-/ Gewalterfahrungen und chronische Schmerzen) und \"SCL90 - R\", wurden mit Hilfe von X², Nicht-parametrischen Tests und Regressionsrechnungen analysiert. <br>Patienten mit realen Schmerz-/ Gewalterfahrungen haben ein signifikant höheres Risiko (OR>3), somatoforme Schmerzen und andere chronische Schmerzen zu entwickeln, verglichen mit Patienten ohne Gewalterfahrungen; besonders starken Einfluss zeigen reale Schmerzerfahrungen durch Krankheit/ Unfall und reale physische Gewalt. Reale Schmerz-/ Gewalterfahrungen führen bei Patienten zu signifikant auffälligen Psychopathologien, am stärksten sind hierbei somatoforme Schmerzpatienten betroffen. Patienten mit realen Schmerz-/ Gewalterfahrungen zeigen erhöhte Arztfrequenzen (p<0.05) und vermehrter Analgetikaeinnahmen.","abstract_html":"Mit Hinblick auf schmerzerklärende Mechanismen eines neuronalen Schmerz-gedächtnisses wurden Zusammenhänge zwischen realen und beobachteten Schmerz-/ Gewalterfahrungen (sexueller, physischer Missbrauch, Schmerzerfahrungen durch Krankheiten/ Unfälle/ Behandlungen, vor/ nach dem 16. Lj.) und somatoformen Schmerzen und Psychopathologien untersucht. Einflüsse von Schmerz-/ Gewalterfahrung auf Analgetikaeinnahme und Arztbesuche sowie eine mögliche Protektion psychotherapeutischer Behandlungen auf somatoforme Schmerzen und Psychopathologie, wurden sekundär untersucht. Dazu wurden 338 Studienpatienten (245 Frauen, 93 Männer), die aus der Psychosomatischen Ambulanz der Uniklinik Freiburg und aus verschiedenen Arztpraxen rekrutiert worden sind, eingeschlossen. 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Erhobene Daten aus den selbstauszufüllenden Fragebögen \"FKG\" (Abfrage von Schmerz-/ Gewalterfahrungen und chronische Schmerzen) und \"SCL90 - R\", wurden mit Hilfe von X², Nicht-parametrischen Tests und Regressionsrechnungen analysiert. <br>Patienten mit realen Schmerz-/ Gewalterfahrungen haben ein signifikant höheres Risiko (OR>3), somatoforme Schmerzen und andere chronische Schmerzen zu entwickeln, verglichen mit Patienten ohne Gewalterfahrungen; besonders starken Einfluss zeigen reale Schmerzerfahrungen durch Krankheit/ Unfall und reale physische Gewalt. Reale Schmerz-/ Gewalterfahrungen führen bei Patienten zu signifikant auffälligen Psychopathologien, am stärksten sind hierbei somatoforme Schmerzpatienten betroffen. Patienten mit realen Schmerz-/ Gewalterfahrungen zeigen erhöhte Arztfrequenzen (p<0.05) und vermehrter Analgetikaeinnahmen.","With view to pain-explaining mechanisms of a \"neural pain memory\" connections between real and observed pain/abuse experiences (sexual, physical abuse, pain experiences by diseases/accidents/medical treatments, bevore/after the age of 16) and somatoformen pain and psychopathology examines. Influences of pain/abuse- experience on analgesic income and physician attendance as well as a possible protection of psychotherapy- treatments on somatoform pain and psychopathology, were secondarily examined. In addition 338 study patients (245 female, 93 male), who were recruited of the psychosomatic outpatient clinic of the university hospital Freiburg and of different medical practices, were included. Three groups of pain- patients were compared: a group \"somatoform pain\" with 150 patients, a group \"chronic pain, associates with organic findings\" with 65 patients and a group \"no chronic pain/pain-free\" with 123 patients. Raised data from the questionnaires which can be filled out \"FKG\"(inquiry of pain/abuse experiences and chronic pain) and \"SCL90-R\", were analyzed by X², non parametric test and regression analysis. <br>Patients with real pain/abuse experiences have a significantly higher risk (OR>3), to develop somatoform pain and other chronic pain compared to patients without abuse experiences; real pain experiences show particularly strong influence by illness/accident and real physical abuse. Material pain/abuse experiences leads with patients to significantly remarkable psychopathology, most strongly is here somatoform pain patient concerned. 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Three groups of pain- patients were compared: a group \"somatoform pain\" with 150 patients, a group \"chronic pain, associates with organic findings\" with 65 patients and a group \"no chronic pain/pain-free\" with 123 patients. Raised data from the questionnaires which can be filled out \"FKG\"(inquiry of pain/abuse experiences and chronic pain) and \"SCL90-R\", were analyzed by X², non parametric test and regression analysis. <br>Patients with real pain/abuse experiences have a significantly higher risk (OR>3), to develop somatoform pain and other chronic pain compared to patients without abuse experiences; real pain experiences show particularly strong influence by illness/accident and real physical abuse. Material pain/abuse experiences leads with patients to significantly remarkable psychopathology, most strongly is here somatoform pain patient concerned. 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