University of Freiburg
Darstellung von Herzwandbewegungsstörungen bei Patienten mit Myokardinfarkt mit MR-Interferographie
Abstract
dc:description.abstractDie Erfassung der physiologischen und pathologischen Herzkinetik steht bereits lange im Interesse der Medizin und wurde mit zum Teil erheblichem Aufwand erforscht (Hansen et al., 1991 , Myers, 1986). Als vorteilhaft der Kernspintomographie gegenüber zahlreichen anderen Verfahren gelten vor allem die nichtinvasivität, die freie Wählbarkeit der Schnittorientierung, die fehlende Strahlenbelastung und der hohe intrinsische Kontrast der Aufnahmen (Waterton et al. 1985). <br>Die von Hennig (1990) entwickelte Methode der MR-Interferographie ist ein geeignetes Verfahren zur Messung von Geschwindigkeiten bewegter Gewebe oder Organe. Die Anwendung des Verfahrens zur Messung von Herzwandbewegungsstörungen im Rahmen der routinemäßigen Diagnostik des Myokardinfarktes ist jedoch noch nicht gelungen. <br>Die bewegungsinduzierten Bildartefakte konnten in der vorliegenden Arbeit nicht soweit unterdrückt werden, daß sie zuverlässige Daten liefert. Eine Weiterentwicklung des Verfahrens mit dem Ziel der Artefaktunterdrückung ist unbedingt erforderlich, um die Anwendung dieses Verfahrens am Herzen zu ermöglichen. <br>Trotz zahlreicher Verbesserungen der einzelnen Verfahren in den letzten Jahren konnte sich die Magnetresonanztechnik in der routinemäßigen Diagnostik von Herzerkrankungen noch nicht durchsetzen. Denkbar ist, daß in absehbarer Zeit Patienten mit kardialen Erkrankungen in einer einzigen diagnostischen Sitzung in Bezug auf morphologische und funktionelle Parameter des Herzens komplett abgeklärt werden können. Morphologische Parameter wie die Vermessung von Herzhöhlen, die Beschaffenheit der Herzklappen, die Lokalisation von Koronararterienstenosen, oder funktionelle Parameter wie Herzzeitvolumen, Strömungsgeschwindigkeiten an Herzklappen und in herznahen Blutgefäßen, Wandbewegungsgeschwindigkeiten, Messung von Koronardurchblutung und Koronarreserve könnten so in akzeptabler Untersuchungszeit erhoben werden. <br>Durch schnellere Untersuchungssequenzen kann erreicht werden, daß innerhalb eines zumutbaren Untersuchungszeitraumes Interferogramme der Herzlängsachse angefertigt werden können. Damit wäre die Möglichkeit geschaffen die Herzkinetik dreidimensional zu erfassen (O´ Dell, 1995, Moore, 1992). An der Etablierung der einzelnen diagnostischen Verfahren in der Kardiodiagnostik wird derzeit weltweit fieberhaft gearbeitet. <br>Einige Autoren gehen davon aus, daß die kardiologische Diagnostik eine Domäne der Magnetresonanztechnik werden wird, und die anderen Verfahren nur dann zur Anwendung gelangen, wenn ein Kernspintomograph nicht zu Verfügung steht oder wenn Kontraindikationen für das Verfahren bestehen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Hohenhaus, Matthias
- Contributors dc:contributor
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- Krause, Thomas
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2430
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2430