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University of Freiburg

Die aktivationsspezifische Blockade des GPIIb/IIIa-Rezeptors auf Thrombozyten durch Einzelketten-Antikörper und Peptide

Abstract

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Die außerordentlich hohe Effektivität der GPIIb/IIIa-Blocker in der Behandlung von instabiler Angina pectoris und Herzinfarkten wurde mehrfach bewiesen. Allerdings ist ihre hohe Wirksamkeit teilweise mit schweren Nebenwirkungen assoziiert. Dazu gehören nicht beherrschbare Blutungen, Thrombozytopenien und paradoxe Herzinfarkte. Für die orale Langzeittherapie mit GPIIb/IIIa-Blockern konnte sogar eine erhöhte Mortalität gesichert werden. Die exakten Ursachen dieser erhöhten Sterblichkeit sind zurzeit Gegenstand intensiver Forschung. Wesentlicher Ansatzpunkt ist dabei die Beeinflussung ruhender GPIIb/IIIa-Rezeptoren. Um Nebenwirkungen, die durch die Beeinflussung ruhender GPIIb/IIIa-Rezeptoren entstehen, zu vermeiden, wurden im Vorfeld dieser Arbeit die Einzelketten-Antikörper (scFv-Antikörper) Mb9 und SCE5 hergestellt. Diese binden nur an den aktivierten GPIIb/IIIa-Rezeptor und inhibieren dort aktivationsspezifisch die Fibrinogenbindung. Im Folgenden stellte sich die Frage, welche Elemente dieser scFv-Antikörper für die hochaffine, aktivationsspezifische Inhibition des GPIIb/IIIa-Rezeptors verantwortlich sind. <br>Um diese Frage zu beantworten, wurden in dieser Arbeit die CDR H3-Regionen dieser scFv-Antikörper untersucht, die für die aktivationsspezifische Inhibition des GPIIb/IIIa-Rezeptors verantwortlich sind. Die Untersuchung erfolgte auf zwei Ebenen: Einerseits wurden die Aminosäuresequenzen der CDR H3-Regionen in den scFv-Antikörpern variiert, und andererseits wurden Peptide aus den CDR H3-Regionen hergestellt und im ELISA, in der Durchflusszytometrie und in der Aggregometrie untersucht. Es wurde nachgewiesen, dass die scFv-Antikörper Mb9 und SCE5 über ein RXD-Motiv (Arginin-variable Aminosäure-Aspartat) an den GPIIb/IIIa-Rezeptor binden, und dass diese Bindung von der exakten Aminosäuresequenz der CDR H3-Region abhängig ist. Weiterhin wurde gezeigt, dass die isolierten CDR H3-Regionen in Peptidform ebenfalls in der Lage sind, die Fibrinogenbindung am GPIIb/IIIa-Rezeptor und damit die Thrombozytenaggregation effektiv zu inhibieren. Eine optimale Peptidbindung an den GPIIb/IIIa-Rezeptor wurde durch eine zyklische Konformation erreicht. Anhand der Ergebnisse dieser Arbeit konnte demonstriert werden, dass die Affinität und die Aktivationsspezifität der scFv-Antikörper Mb9 und SCE5 und ihrer Peptide durch die Konformation der bindenden Region bedingt ist. In dieser Arbeit werden Grundlagen zum Verständnis der aktivationsspezifischen Inhibition des GPIIb/IIIa-Rezeptors gelegt, die der Entwicklung einer neuen Generation hochwirksamer und gleichzeitig nebenwirkungsarmer GPIIb/IIIa-Blocker dienen können.

Author and committee

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Author dc:creator
  • Rakenius, Annette
Contributors dc:contributor
  • Peter, Karlheinz

Subjects

dc:subject × 2

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https://freidok.uni-freiburg.de/data/2416
OAI identifier oai:identifier
oai:freidok.uni-freiburg.de:2416

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University of Freiburg
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Last updated
2026-07-24
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Rakenius, Annette. Die aktivationsspezifische Blockade des GPIIb/IIIa-Rezeptors auf Thrombozyten durch Einzelketten-Antikörper und Peptide. https://freidok.uni-freiburg.de/data/2416