{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:239"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:239","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Mutationsanalyse bei Patienten mit Nephronophthise Typ 1 mittels SSCP und Sequenzierung","abstract":"Die juvenile Nephronophthise (NPH1) - eine medullär-zystische Erkrankung der Nieren mit autosomal-rezessiven Vererbungsmodus - ist die häufigste Form eines ganzen Erkrankungskomplexes. Neben NPH1 gehören dazu auch Syndrome mit extrarenaler Organbeteiligung, wie das Senior Løken-Syndrom das Joubert-Syndrom Typ B und das Cogan- Syndrom. Der Genlocus von NPH1 liegt auf Chromosom 2q12-q13. Das Gen NPHP1 besteht aus 20 Exonen. Der größte Teil der Patienten weist in diesem Bereich eine homozygote Deletion auf. Viel seltener ist die Kombination einer Deletion mit einer Punktmutation als Krankheitsursache. <br>Die vorliegende Arbeit untersuchte Patienten mit NPH1, SLS, JSB und Cogan-Syndrom, die keine homozygote Deletion in NPHP1 aufwiesen auf Mutationen. Insgesamt konnten mit SSCP und Sequenzierung bei der Untersuchung von 69 Familien 7 noch nicht bekannte Punktmutationen nachgewiesen werden. Davon waren 4 hemizygot und im Exonbereich lokalisiert. 3 Punktmutationen lagen im Intronbereich und waren heterozygot. Zwei Exone zeigten Polymorphismen, die auch nicht von NPH1 betroffene Referenzindividuen aufwiesen. <br>Krankheitsrelevanz ist bei den Punktmutationen im Exonbreich aufgrund der Hemizygotie und der Lokalisation anzunehmen, dabei ist neben zwei an NPH1 erkrankten Patienten auch ein Patient mit SLS und einer mit Cogan-Syndrom betroffen. Eine Bedeutung der heterozygoten Mutationen bezüglich der Krankheitsrelevanz bleibt aufgrund des rezessiven Vererbungsmodus und der Lokalisation im nicht translatierten Bereich fraglich. <br>Die Punktmutationen waren über verschiedene Exone verteilt, ohne eine erhöhte Mutationsanzahl in einem Exonbereich erkennen zu lassen. Die geringe Anzahl der Punktmutationen weisen auf eine Heterogenie dieser Erkrankung, aber auch auf die Grenzen der SSCP als Methode hin.","abstract_html":"Die juvenile Nephronophthise (NPH1) - eine medullär-zystische Erkrankung der Nieren mit autosomal-rezessiven Vererbungsmodus - ist die häufigste Form eines ganzen Erkrankungskomplexes. Neben NPH1 gehören dazu auch Syndrome mit extrarenaler Organbeteiligung, wie das Senior Løken-Syndrom das Joubert-Syndrom Typ B und das Cogan- Syndrom. Der Genlocus von NPH1 liegt auf Chromosom 2q12-q13. Das Gen NPHP1 besteht aus 20 Exonen. Der größte Teil der Patienten weist in diesem Bereich eine homozygote Deletion auf. 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