{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:238"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:238","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Vergleich der Effektivität der Kariesentfernung mit Carisolv und mit dem Rosenbohrer an extrahierten kariösen Zähnen","abstract":"Ziel dieser In-vitro-Untersuchung war es, die Effizienz der chemomechanischen Kariesentfernung mit Carisolv™ im Vergleich zur konventionellen Exkavation zu untersuchen. Dazu wurden 26 extrahierte permanente menschliche Zähne mit kariösen Läsionen ausgewählt und in zwei Hälften geteilt.Die eine Hälfte wurde mit Carisolv™ behandelt, die andere wurde mit dem Rosenbohrer exkaviert. <br>Anschließend wurden die Proben in Methacrylatkunststoff eingebettet, an der Schnittfläche planparallel geschliffen und poliert. Danach wurde die Knoophärte des Dentins an 8 Messpunkten in 50µm bis 750µm Tiefe zentral unter dem Kavitätenboden gemessen, sowie im gesunden Dentin 300µm unter der Schmelz-Dentin-Grenze. Von jeder Probe wurde ein unentkalkter Dünnschliff von 70µm + 10 µm Dicke angefertigt und histologisch begutachtet. <br>50µm unter dem Kavitätenboden wiesen die mit Carisolv™ behandelten Zahnhälften eine durchschnittliche Mikrohärte von 18,05 KHN auf, während für die Vergleichsgruppe hier ein Wert von 28,63 KHN ermittelt wurde. Bis zu einer Tiefe von 350µm blieben die Werte der Gruppe Carisolv™ deutlich geringer als die der Vergleichsgruppe. <br>Die geringere Knoophärte der mit Carisolv™ behandelten Proben kann ein Hinweis auf die demineralisierte innere Schicht der Dentinkaries sein, die remineralisierbar ist. <br>Histologisch waren in beiden Gruppen Spuren von Restkaries, d.h. denaturiertes, nicht mehr remineralisierbares Dentin, zu finden. In der Gruppe Carisolv™ an 18 Proben und in der Gruppe Rosenbohrer an fünf Proben. Es ließ sich jedoch feststellen, dass in der Mehrzahl der Fälle nur geringe Zeichen einer ungenügenden Exkavation sichtbar waren, und dies vor allem im Bereich der Schmelz-Dentin-Grenze. <br>Die Effektivtät der Kariesentfernung mit Carisolv™ ist unter klinisch diagnostischen Kriterien (Sondenkontrolle) mit der konventionellen Methode vergleichbar, ist ihr histologisch betrachtet jedoch leicht unterlegen.","abstract_html":"Ziel dieser In-vitro-Untersuchung war es, die Effizienz der chemomechanischen Kariesentfernung mit Carisolv™ im Vergleich zur konventionellen Exkavation zu untersuchen. Dazu wurden 26 extrahierte permanente menschliche Zähne mit kariösen Läsionen ausgewählt und in zwei Hälften geteilt.Die eine Hälfte wurde mit Carisolv™ behandelt, die andere wurde mit dem Rosenbohrer exkaviert. &lt;br&gt;Anschließend wurden die Proben in Methacrylatkunststoff eingebettet, an der Schnittfläche planparallel geschliffen und poliert. Danach wurde die Knoophärte des Dentins an 8 Messpunkten in 50µm bis 750µm Tiefe zentral unter dem Kavitätenboden gemessen, sowie im gesunden Dentin 300µm unter der Schmelz-Dentin-Grenze. Von jeder Probe wurde ein unentkalkter Dünnschliff von 70µm + 10 µm Dicke angefertigt und histologisch begutachtet. &lt;br&gt;50µm unter dem Kavitätenboden wiesen die mit Carisolv™ behandelten Zahnhälften eine durchschnittliche Mikrohärte von 18,05 KHN auf, während für die Vergleichsgruppe hier ein Wert von 28,63 KHN ermittelt wurde. 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Bis zu einer Tiefe von 350µm blieben die Werte der Gruppe Carisolv™ deutlich geringer als die der Vergleichsgruppe. <br>Die geringere Knoophärte der mit Carisolv™ behandelten Proben kann ein Hinweis auf die demineralisierte innere Schicht der Dentinkaries sein, die remineralisierbar ist. <br>Histologisch waren in beiden Gruppen Spuren von Restkaries, d.h. denaturiertes, nicht mehr remineralisierbares Dentin, zu finden. In der Gruppe Carisolv™ an 18 Proben und in der Gruppe Rosenbohrer an fünf Proben. Es ließ sich jedoch feststellen, dass in der Mehrzahl der Fälle nur geringe Zeichen einer ungenügenden Exkavation sichtbar waren, und dies vor allem im Bereich der Schmelz-Dentin-Grenze. <br>Die Effektivtät der Kariesentfernung mit Carisolv™ ist unter klinisch diagnostischen Kriterien (Sondenkontrolle) mit der konventionellen Methode vergleichbar, ist ihr histologisch betrachtet jedoch leicht unterlegen.","The aim of this study was to assess the efficacy of chemomechanical caries removal with Carisolv™ compared to mechanical removal with round burs. <br>26 extracted permanent human teeth with carious dentin were bissected longitudinally through the center of the lesion. One half was treated with Carisolv™, the other half was excavated by drilling with round burs. In both groups treatment was checked with a dental explorer. The specimens were embedded in polyacrylic resin, ground and polished. The knoophardness values were measured at 8 levels in a depth from 50µm to 750µm under the cavity floor, and as a control in sound dentine, 300µm beyound the dentino-enamel junction. A thin section (70µm + 10) from each specimen was made, stained with toluidine blue and assessed histologically. <br>A significant lower microhardness was found in the Carisolv group until a depth of 150µm under the cavity floor, compared to the other group. Light microscopic assessment showed 18 little stainable areas of remaining carious dentin in the Carisolv™ treated group and 5 in the drilled group. In scanning electron microscopic images the dentin surface showed an increased roughness after excavation with Carisolv™ compared with dentin after drilling. <br>The decreased microhardness under the cavity floor after Carisolv™ treatment could be a sign for the remineralizable inner layer of carious dentine."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Vergleich der Effektivität der Kariesentfernung mit Carisolv und mit dem Rosenbohrer an extrahierten kariösen Zähnen","Comparison of efficacy of Carisolv with round burs in caries removal"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Hellwig, Elmar"],"dc:creator":["Vongerichten, Mark"],"dc:description.abstract":["Ziel dieser In-vitro-Untersuchung war es, die Effizienz der chemomechanischen Kariesentfernung mit Carisolv™ im Vergleich zur konventionellen Exkavation zu untersuchen. 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Bis zu einer Tiefe von 350µm blieben die Werte der Gruppe Carisolv™ deutlich geringer als die der Vergleichsgruppe. <br>Die geringere Knoophärte der mit Carisolv™ behandelten Proben kann ein Hinweis auf die demineralisierte innere Schicht der Dentinkaries sein, die remineralisierbar ist. <br>Histologisch waren in beiden Gruppen Spuren von Restkaries, d.h. denaturiertes, nicht mehr remineralisierbares Dentin, zu finden. In der Gruppe Carisolv™ an 18 Proben und in der Gruppe Rosenbohrer an fünf Proben. Es ließ sich jedoch feststellen, dass in der Mehrzahl der Fälle nur geringe Zeichen einer ungenügenden Exkavation sichtbar waren, und dies vor allem im Bereich der Schmelz-Dentin-Grenze. <br>Die Effektivtät der Kariesentfernung mit Carisolv™ ist unter klinisch diagnostischen Kriterien (Sondenkontrolle) mit der konventionellen Methode vergleichbar, ist ihr histologisch betrachtet jedoch leicht unterlegen.","The aim of this study was to assess the efficacy of chemomechanical caries removal with Carisolv™ compared to mechanical removal with round burs. <br>26 extracted permanent human teeth with carious dentin were bissected longitudinally through the center of the lesion. One half was treated with Carisolv™, the other half was excavated by drilling with round burs. In both groups treatment was checked with a dental explorer. The specimens were embedded in polyacrylic resin, ground and polished. 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