{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:2375"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:2375","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Prognostische Wertigkeit des 12-Kanal EKG hinsichtlich der 30-Tage Inhospital-Mortalität bei akuter hämodynamisch wirksamer Lungenembolie","abstract":"Die akute Lungenembolie stellt im klinischen Alltag eine diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Aufgrund der ungünstigen Prognose der Lungenembolie mit einer Mortalität bis 30% ist eine rasche Risikostratifizierung notwendig, um adäquat therapeutisch reagieren zu können. Der maßgebliche prognostische Faktor ist der Nachweis einer Rechtsherzbelastung (Cor pulmonale). Hier hat sich insbesondere die nichtinvasive Echokardiographie etabliert. <br>Eine Reihe von EKG-Veränderungen kann bei akuter Lungenembolie beobachtet werden, eine Diagnostik der Lungenembolie allein aus diesen Veränderungen heraus ist nicht möglich. Jedoch unterstützen die bisherigen Beobachtungen die Annahme, dass EKG-Veränderungen in prognostischer Hinsicht relevant sein könnten. Wäre dies der Fall, könnte anhand von EKG-Veränderungen eine schnelle und kostengünstige Risikostratifizierung durchgeführt werden. <br>Erstmals konnte an einem großen Kollektiv von 508 Patienten mit nachgewiesener hämodynamisch wirksamer Lungenembolie (Daten aus der MAPPET-Studie) die Frage nach der prognostischen Relevanz von EKG-Veränderungen untersucht werden. Hierzu wurden die bei stationärer Aufnahme angefertigten EKGs ausgewertet. Eine Reihe von EKG-Veränderungen war signifikant häufiger bei Verstorbenen zu finden: Rhythmusstörungen (Vorhofflimmern/-flattern), periphere Niedervoltage, Pseudoinfarktmuster (Q in III und aVF, aber nicht in II), ST-Veränderungen (Hebungen oder Senkungen) in den linkspräkordialen Ableitungen waren mit einer erhöhten Mortalität behaftet. Insgesamt starben 29% der Patienten, die eines der vorgenannten EKG-Pathologika aufwiesen, innerhalb von 30 Tagen. Bei Patienten ohne EKG-Pathologika betrug die Mortalität 11%. <br>Die Existenz mindestens eines EKG-Pathologikums stellte neben einer hämodynamischen Instabilität, einer Synkope, einer vorbestehenden chronischen Lungenerkrankung oder dem echokardiographischen Nachweis einer Rechtsherzbelastung einen unabhängigen negativen Prädiktor für die Prognose dar. <br>Dieses Ergebnis stützt die Annahme, dass das EKG eine nützliche, einfache und kostengünstige Maßnahme zur Risikostratifizierung von Patienten mit akuter Lungenembolie darstellen kann.","abstract_html":"Die akute Lungenembolie stellt im klinischen Alltag eine diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Aufgrund der ungünstigen Prognose der Lungenembolie mit einer Mortalität bis 30% ist eine rasche Risikostratifizierung notwendig, um adäquat therapeutisch reagieren zu können. Der maßgebliche prognostische Faktor ist der Nachweis einer Rechtsherzbelastung (Cor pulmonale). 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Atrial arrhythmias,complete right bundle branch block,peripheral low voltage,pseudoinfarction pattern(Q waves)in leads III and aVF,and ST segment changes(elevation or depression) over the left precordial leads, were all significantly more frequent in patients with a fatal outcome. Overall, 29% of the patients who exhibited at least one of these abnormalities on admission did not survive to hospital discharge, as opposed to only 11% of the patients without a pathological 12-lead ECG. Multivariate analysis revealed that the presence of at least one of the above ECG findings was, besides haemodynamic instability, syncope and pre-existing chronic pulmonary disease, a significant independent predictor of outcome. In conclusion,ECG may be a useful simple, non-costly tool for initial risk stratification of patients with acute major pulmonary embolism."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Prognostische Wertigkeit des 12-Kanal EKG hinsichtlich der 30-Tage Inhospital-Mortalität bei akuter hämodynamisch wirksamer Lungenembolie","Prognostic impact of 12-leads-ECG predicting mortality in patients with massiv pulmonary embolism"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Geibel-Zehender, Annette"],"dc:creator":["Klima, Christian"],"dc:description.abstract":["Die akute Lungenembolie stellt im klinischen Alltag eine diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Aufgrund der ungünstigen Prognose der Lungenembolie mit einer Mortalität bis 30% ist eine rasche Risikostratifizierung notwendig, um adäquat therapeutisch reagieren zu können. 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Atrial arrhythmias,complete right bundle branch block,peripheral low voltage,pseudoinfarction pattern(Q waves)in leads III and aVF,and ST segment changes(elevation or depression) over the left precordial leads, were all significantly more frequent in patients with a fatal outcome. Overall, 29% of the patients who exhibited at least one of these abnormalities on admission did not survive to hospital discharge, as opposed to only 11% of the patients without a pathological 12-lead ECG. Multivariate analysis revealed that the presence of at least one of the above ECG findings was, besides haemodynamic instability, syncope and pre-existing chronic pulmonary disease, a significant independent predictor of outcome. 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