University of Freiburg
Der Einfluss ausgesuchter Speichelproteine auf die Demineralisation von bovinem Zahnschmelz : eine In-vitro-Studie
Abstract
dc:description.abstractZiel dieser Studie war, die Auswirkung verschiedener Proteine, die im Speichel des Menschen vorkommen, auf die Demineralisation von gesundem Schmelz zu untersuchen. <br>Aus den Labialflächen von 100 frisch extrahierten Rinderfrontzähnen wurden 200 Schmelzproben präpariert. Die Proben wurden in Kunstharz eingebetet und unter ständiger Wasserkühlung poliert. Die Hälfte der Schmelzoberfläche wurde mit Nagellack abgedeckt (Kontrolle). Anschließend wurden die Proben fünf Proteingruppen zugeordnet. Jede Proteingruppe hatte vier Untergruppen mit jeweils 10 Proben. Die Untergruppen waren in eine Kontrollgruppe, die der reinen Demineralisationslösung ausgesetzt war, und in drei Proteingruppen, mit unterschiedlichen Proteinkonzentrationen, eingeteilt. Der Gruppe 1 wurde Albumin beigesetzt, der Gruppe 2 IgG. Gruppe 3 hatte die Aminosäure L-Prolin, Gruppe 4 Muzin als Bestandteil der Lösung. Der letzten Gruppe, Gruppe 5, wurde das Milchprotein Casein beige-setzt. Die Konzentrationen der fünf Proteine waren Durchschnittswerte ihres Speichelanteils, Die niedrige und hohe Konzentration des Proteins (±½ des mittleren Wertes) wurden festge-legt. Als Demineralisationslösung wurde eine Standardlösung nach BUSKES et al.(1985) verwendet. Die 200 Proben wurden in der jeweilig veränderten Demineralisations-lösung bei 37 Grad C gelagert (10 Tage, pH 5). Nach Abschluss der Lagerung wurden senkrecht zur Schmelzoberfläche verlaufende, 110 Mikrometer dicke Schliffe angefertigt, die mikroradiographisch (TMR 1.24) hinsichtlich der Läsionstiefe und des Mineralverlustes untersucht wurden. Bei Albumin konnte ein signifikant erhöhter Mineralverlust für die hohe Konzentration beobachtet werden (p=0,0068). Dies konnte bei der Messung der Läsionstiefen nur tendenziell festgestellt werden. Für die Proteingruppe IgG ergaben sich keine signifikanten Unterschiede (p=0,9179). L-Prolin in hoher Konzentration zeigte einen schwach signifikant erniedrigten Mineralverlust gegenüber der Kontrollgruppe (p=0,0105). Für die Läsionstiefe konnten keine signifikanten Unterschiede gemessen werden (p=0,1084). Tendenziell hatte jedoch auch hier die hohe Konzentration von L-Prolin geringere Werte, als die Kontrolle. Muzin zeigte in allen Konzentrationen höchst signifikant verringerte Mineralverluste und Läsionstiefen gegenüber der Kontrolle (p=0,0001). Casein bewirkt in mittlerer und hoher Konzentration signifikant verringerte Werte für Mineralverlust (p=0,0005) und Läsionstiefe (p=0,0001). Die ausgesuchten Proteine haben also unterschiedlichen Einfluss auf die Demineralisation von Schmelz. Die deutlich hemmende Wirkung von Muzin in allen Konzentrationen und Casein in hoher Kon-zentration könnte also in Zukunft als Prophylaxemaßnahme, z. B. als Zusatz in Speichelersatzlösungen bei Xerostomie genutzt werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Oeschger, Ulrike
- Contributors dc:contributor
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- Kielbassa, Andrej M.
Subjects
dc:subject × 10Identifiers
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- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2322
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2322