{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:231"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:231","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Hypothesentesten : der Einfluß von Phänomenwahrscheinlichkeit und Informationsmenge auf den Schlußfolgerungsprozeß","abstract":"Die Suche nach Gesetzmäßigkeiten ist für alltägliche wie für wissenschaftliche Fragestellungen von zentraler Bedeutung: Aus Beobachtungen werden Folgerungen gezogen, mit denen ein Phänomen erklärt werden kann. Damit die Schlussfolgerungen (Hypothesen) gültig sind, sollten sie mit neuen Beobachtungen überprüft und ggf. modifiziert werden. Im Gegensatz zur Falsifikationslogik von Popper, nach der die Widerlegung von Hypothesen zur Zurückweisung falscher Annahmen erforderlich ist, zeigt die Literatur einen confirmation bias, d.h. eine Tendenz zur Bestätigung der Annahmen. Klayman und Ha (1987) lieferten eine Erklärung des confirmation bias und definierten eindeutigere Modalitäten des Hypothesentestens. Darüber hinaus leiteten sie theoretisch Bedingungen ab, unter denen best. Teststrategien wie z.B. positives Testen adäquat sind. Das Experiment untersuchte die Verwendung von positiven und negativen Hypothesen- und Zieltests auf der Grundlage einer Modifikation der 2-4-6-Aufgabe (Wason, 1960). Als Beobachtungseinheit dienten Gruppen. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit von Information und der Wahrscheinlichkeit des fraglichen Phänomens wurden die Prozesse schlussfolgernden Denkens analysiert. Die Ergebnisse bestätigten grundsätzlich die Ableitungen von Klayman und Ha. Der Anteil positiver Tests war bei seltenen Ereignissen höher als bei häufigen. In Übereinstimmung mit weitergehenden Überlegungen gelten die Annahmen von Klayman und Ha jedoch eher für Zieltests als für Hypothesentests, eher für wenig Information als für viel Information und eher für den Beginn eines Testprozesses als für dessen Ende. Hypothesentests führten häufiger zu Falsifikationen als zufällig zu erwarten wäre. Viel Info lässt Falsifikationen gegenüber anderen Erkenntnisquellen an Bedeutung verlieren. Zieltests als zufällige Ereignisse liefern mehr Anhaltspunkte über die Merkmale der gesuchten Regel, während selbst generierte Hypothesentests sich besser für gezielte Überprüfungen eignen.","abstract_html":"Die Suche nach Gesetzmäßigkeiten ist für alltägliche wie für wissenschaftliche Fragestellungen von zentraler Bedeutung: Aus Beobachtungen werden Folgerungen gezogen, mit denen ein Phänomen erklärt werden kann. Damit die Schlussfolgerungen (Hypothesen) gültig sind, sollten sie mit neuen Beobachtungen überprüft und ggf. modifiziert werden. Im Gegensatz zur Falsifikationslogik von Popper, nach der die Widerlegung von Hypothesen zur Zurückweisung falscher Annahmen erforderlich ist, zeigt die Literatur einen confirmation bias, d.h. eine Tendenz zur Bestätigung der Annahmen. Klayman und Ha (1987) lieferten eine Erklärung des confirmation bias und definierten eindeutigere Modalitäten des Hypothesentestens. Darüber hinaus leiteten sie theoretisch Bedingungen ab, unter denen best. Teststrategien wie z.B. positives Testen adäquat sind. Das Experiment untersuchte die Verwendung von positiven und negativen Hypothesen- und Zieltests auf der Grundlage einer Modifikation der 2-4-6-Aufgabe (Wason, 1960). Als Beobachtungseinheit dienten Gruppen. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit von Information und der Wahrscheinlichkeit des fraglichen Phänomens wurden die Prozesse schlussfolgernden Denkens analysiert. 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