{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:2209"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:2209","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Biomechanische Testung verschiedener Osteosynthesesysteme bei Unterkieferkontinuitätsresektion","abstract":"In der vorliegenden experimentellen Studie wurde der Versagensmechanismus von drei Rekonstruktionssystemen mit abgewinkelten Platten an Kunststoffunterkiefern in fünf verschiedenen Konfigurationen geprüft, bei denen linksseitig ein definierter Kontinuitätsdefekt gesetzt worden war. Mit den Untersuchungen sollte die Langzeitfestigkeit der unterschiedlichen Platten- und Schraubentypen miteinander verglichen und geprüft werden, ob der Abstand von 1mm zwischen Platte und Kiefer einen Einfluss auf den Versagensmechanismus hat. Zum Einsatz kamen in Gruppe 1 Unilockplatten 2.4 mit Unilockschrauben, in Gruppe 2 Unilockplatten 2.4 mit MF-Cortex Schrauben 2.4, in Gruppe 3 Rekonstruktionsplatten 2.4 mit MF-Cortex Schrauben 2.4, in Gruppe 4 Rekonstruktionsplatten 2.7 mit MF-Cortex Schrauben 2.7 und in Gruppe 5 Unilockplatten 2.4 mit Unilockschrauben 2.4, die mit einem Abstand von 1 mm zum Kieferknochen fixiert wurden. Auf alle Kiefer wurde in einer Materialprüfmaschine eine zyklische Last von 30-300 N mit 3 Hz eingeleitet. Als Auslaufkriterium wurden 250.000 Kauzyklen gewählt. Nur zwei Platten der Gruppe 4 durchliefen das Auslaufkriterium von 250.000 Belastungszyklen. Bei allen anderen Platten traten Brüche auf, die immer am abgewinkelten distalen Unterkieferstumpf lokalisiert werden. Lediglich zwischen der Gruppe 1 und 3 ließ sich ein statistisch signifikanter Unterschied errechnen. Zwischen allen anderen Gruppen konnte kein statistisch signifikanter Unterschied ermittelt werden. Schraubenbrüche wurden in keiner der getesteten Gruppen verzeichnet. Ebenfalls konnte kein signifikanter Unterschied in der Langzeitfestigkeit beim Unilocksystem 2.4 mit Fixierung durch Unilockschrauben im Vergleich mit konventionellen Schrauben gefunden werden. Da keine Schraubenbrüche auftraten, ließ sich die Frage nach dem Einfluss eines Abstandes zwischen Rekonstruktionsplatte und Kiefer für den in dieser Studie definierten Abstand von 1 mm nicht beantworten. Klinisch wirken eventuell zusätzliche biomechanische und biologische Faktoren ein, die in einigen Fällen zum Misserfolg führen, die aber in diesem mechanischen Modell nicht erfasst werden konnten. <br>Das heute bevorzugt eingesetzte Unilocksystem 2.4 eignet sich gut zum temporären Ersatz resezierter Kieferabschnitte für einen Zeitraum von einem Jahr, der in der Klinik allgemein bis zum definitiven osteoplastischen Unterkieferersatz gewählt wird.","abstract_html":"In der vorliegenden experimentellen Studie wurde der Versagensmechanismus von drei Rekonstruktionssystemen mit abgewinkelten Platten an Kunststoffunterkiefern in fünf verschiedenen Konfigurationen geprüft, bei denen linksseitig ein definierter Kontinuitätsdefekt gesetzt worden war. Mit den Untersuchungen sollte die Langzeitfestigkeit der unterschiedlichen Platten- und Schraubentypen miteinander verglichen und geprüft werden, ob der Abstand von 1mm zwischen Platte und Kiefer einen Einfluss auf den Versagensmechanismus hat. Zum Einsatz kamen in Gruppe 1 Unilockplatten 2.4 mit Unilockschrauben, in Gruppe 2 Unilockplatten 2.4 mit MF-Cortex Schrauben 2.4, in Gruppe 3 Rekonstruktionsplatten 2.4 mit MF-Cortex Schrauben 2.4, in Gruppe 4 Rekonstruktionsplatten 2.7 mit MF-Cortex Schrauben 2.7 und in Gruppe 5 Unilockplatten 2.4 mit Unilockschrauben 2.4, die mit einem Abstand von 1 mm zum Kieferknochen fixiert wurden. Auf alle Kiefer wurde in einer Materialprüfmaschine eine zyklische Last von 30-300 N mit 3 Hz eingeleitet. Als Auslaufkriterium wurden 250.000 Kauzyklen gewählt. Nur zwei Platten der Gruppe 4 durchliefen das Auslaufkriterium von 250.000 Belastungszyklen. Bei allen anderen Platten traten Brüche auf, die immer am abgewinkelten distalen Unterkieferstumpf lokalisiert werden. Lediglich zwischen der Gruppe 1 und 3 ließ sich ein statistisch signifikanter Unterschied errechnen. Zwischen allen anderen Gruppen konnte kein statistisch signifikanter Unterschied ermittelt werden. 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Mit den Untersuchungen sollte die Langzeitfestigkeit der unterschiedlichen Platten- und Schraubentypen miteinander verglichen und geprüft werden, ob der Abstand von 1mm zwischen Platte und Kiefer einen Einfluss auf den Versagensmechanismus hat. Zum Einsatz kamen in Gruppe 1 Unilockplatten 2.4 mit Unilockschrauben, in Gruppe 2 Unilockplatten 2.4 mit MF-Cortex Schrauben 2.4, in Gruppe 3 Rekonstruktionsplatten 2.4 mit MF-Cortex Schrauben 2.4, in Gruppe 4 Rekonstruktionsplatten 2.7 mit MF-Cortex Schrauben 2.7 und in Gruppe 5 Unilockplatten 2.4 mit Unilockschrauben 2.4, die mit einem Abstand von 1 mm zum Kieferknochen fixiert wurden. Auf alle Kiefer wurde in einer Materialprüfmaschine eine zyklische Last von 30-300 N mit 3 Hz eingeleitet. Als Auslaufkriterium wurden 250.000 Kauzyklen gewählt. Nur zwei Platten der Gruppe 4 durchliefen das Auslaufkriterium von 250.000 Belastungszyklen. Bei allen anderen Platten traten Brüche auf, die immer am abgewinkelten distalen Unterkieferstumpf lokalisiert werden. Lediglich zwischen der Gruppe 1 und 3 ließ sich ein statistisch signifikanter Unterschied errechnen. Zwischen allen anderen Gruppen konnte kein statistisch signifikanter Unterschied ermittelt werden. Schraubenbrüche wurden in keiner der getesteten Gruppen verzeichnet. Ebenfalls konnte kein signifikanter Unterschied in der Langzeitfestigkeit beim Unilocksystem 2.4 mit Fixierung durch Unilockschrauben im Vergleich mit konventionellen Schrauben gefunden werden. Da keine Schraubenbrüche auftraten, ließ sich die Frage nach dem Einfluss eines Abstandes zwischen Rekonstruktionsplatte und Kiefer für den in dieser Studie definierten Abstand von 1 mm nicht beantworten. Klinisch wirken eventuell zusätzliche biomechanische und biologische Faktoren ein, die in einigen Fällen zum Misserfolg führen, die aber in diesem mechanischen Modell nicht erfasst werden konnten. <br>Das heute bevorzugt eingesetzte Unilocksystem 2.4 eignet sich gut zum temporären Ersatz resezierter Kieferabschnitte für einen Zeitraum von einem Jahr, der in der Klinik allgemein bis zum definitiven osteoplastischen Unterkieferersatz gewählt wird.","Purpose: This investigation assessed the mechanical behaviour of three different locking and non-locking reconstruction systems -Unilock 2.4, Reconstruction 2.4 and Reconstruction 2.7- with regard to plate and screw fracture. <br>Materials and Methods: 5 different plate/screw configurations (Unilock 2.4 -locking screws, Unilock 2.4 -conventional screws, Reconstruction 2.4 -conventional screws, Reconstruction 2.7 -conventional screws, Unilock 2.4 -locking screws with 1mm gap) were tested on synthetic mandibles. All mandibles were resected on the left side between canine and third molar, reconstructed and loaded cyclically between 30-300N up to 250.000 cycles or until screw or plate failure. <br>Results: No screw fracture was observed. All plates fractured close to the distal fragment. Unilock plates fixed with locking screws sustained significantly more cycles until failure than Reconstruction plates 2.4 fixed with conventional MF-Cortex screws. No significant differences were found between the other groups. Only 2 out of the 34 tested plates reached the run-out limit, both of the Reconstruction 2.7 system. <br>Conclusions: Unilock plates fixed with locking screws have a higher long-term stability compared with the Reconstruction 2.4 system. A 1mm gap between plate and mandible does not lead to early screw failure in the Unilock 2.4 system with locking screws. The Reconstruction 2.7 system seems to be superior if well contoured as two of those plates reached the run-out limit, but it is not so easy in the handling as the 2.4 systems and good contouring is difficult to achieve. 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Bei allen anderen Platten traten Brüche auf, die immer am abgewinkelten distalen Unterkieferstumpf lokalisiert werden. Lediglich zwischen der Gruppe 1 und 3 ließ sich ein statistisch signifikanter Unterschied errechnen. Zwischen allen anderen Gruppen konnte kein statistisch signifikanter Unterschied ermittelt werden. Schraubenbrüche wurden in keiner der getesteten Gruppen verzeichnet. Ebenfalls konnte kein signifikanter Unterschied in der Langzeitfestigkeit beim Unilocksystem 2.4 mit Fixierung durch Unilockschrauben im Vergleich mit konventionellen Schrauben gefunden werden. Da keine Schraubenbrüche auftraten, ließ sich die Frage nach dem Einfluss eines Abstandes zwischen Rekonstruktionsplatte und Kiefer für den in dieser Studie definierten Abstand von 1 mm nicht beantworten. Klinisch wirken eventuell zusätzliche biomechanische und biologische Faktoren ein, die in einigen Fällen zum Misserfolg führen, die aber in diesem mechanischen Modell nicht erfasst werden konnten. <br>Das heute bevorzugt eingesetzte Unilocksystem 2.4 eignet sich gut zum temporären Ersatz resezierter Kieferabschnitte für einen Zeitraum von einem Jahr, der in der Klinik allgemein bis zum definitiven osteoplastischen Unterkieferersatz gewählt wird.","Purpose: This investigation assessed the mechanical behaviour of three different locking and non-locking reconstruction systems -Unilock 2.4, Reconstruction 2.4 and Reconstruction 2.7- with regard to plate and screw fracture. <br>Materials and Methods: 5 different plate/screw configurations (Unilock 2.4 -locking screws, Unilock 2.4 -conventional screws, Reconstruction 2.4 -conventional screws, Reconstruction 2.7 -conventional screws, Unilock 2.4 -locking screws with 1mm gap) were tested on synthetic mandibles. 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