University of Freiburg
Minimalinvasive Chirurgie bei Morbus Crohn : konventionelle oder laparoskopische Ileozökalresektion?
Abstract
dc:description.abstractIn dieser Studie wurden retrospektiv die Akten von 79 Morbus Crohn Patienten ausgewertet, die zwischen Januar 1995 und Februar 2003 an der chirurgischen Universitätsklinik Freiburg operiert wurden. Ziel der Untersuchung war der Vergleich von laparoskopischer und konventioneller Operationstechnik. <br>19 Patienten wurden laparoskopisch, 60 offen operiert. In der laparoskopischen Gruppe wur-den 15 Ileozökalresektionen, 3 Strikturenplastiken und eine Dünndarmsegmentresektion durchgeführt, in der konventionellen Gruppe 24 Ileozökalresektionen, 20 Dünndarmsegmentresektionen, 13 Strikturenplastiken und 3 Anastomosenresektionen. <br>Es bestand kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen bezüglich der Ge-schlechtsverteilung, des Alters und der präoperativen Medikation. In der offen operierten Gruppe fand sich mit 62% ein um 46% signifikant höherer Anteil von Rezidivoperationen. <br>Die Operationsdauer war in der laparoskopischen Gruppe 13 min länger (168 min) als in der konventionellen Gruppe (155 min), der Unterschied war statistisch nicht signifikant. In 53% der laparoskopischen Operationen wurden zusätzliche Eingriffe wie Fistelexzisionen, Strikturenplastiken und Resektionen durchgeführt, in der konventionellen Gruppe bei 30%. Die Anastomosennaht erfolgte jeweils einreihig extramukös. In der laparoskopischen Gruppe wurde signifikant häufiger in fortlaufender Technik (76%) genäht, in der konventionellen Gruppe häufiger in Einzelknopftechnik (71%). Bevorzugte Nahtmaterialien waren Maxon und Vicryl in der Größe 3-0. Der Blutverlust war bei der Laparoskopie geringer (298 ml) als bei der Laparotomie (447 ml), ohne statistische Signifikanz. In beiden Gruppen traten keine intraoperativen Komplikationen auf, postoperative Komplikationen ergaben sich in 26% der laparoskopischen und 35% der konventionellen Fälle (p=0,34). In der minimalinvasiv behandelten Gruppe war in keinem Fall eine Reoperation nötig, in der offenen Gruppe in 15% der Fälle. Die Konversionsrate und die Letalitätsrate war für beide Gruppen 0. Für die laparoskopische Gruppe ergab sich mit 8,9 Tagen ein signifikant verkürzter Krankenhausaufenthalt und mit 5,6 Tagen eine signifikant kürzerer Analgetikabedarf als in der laparotomierten Gruppe. <br>Die hier untersuchten laparoskopischen Ileozökalresektionen waren sicher, mit einer Vielzahl zusätzlicher Operationen kombinierbar und zeichneten sich durch einen signifikant verkürzten Analgetikabedarf und signifikant kürzere Hospitationsdauer aus.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Grundel, Christoph
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2208
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2208